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Immer noch eine der sichersten Regionen bundesweit

Kriminalstatistik: Leichter Anstieg der Fallzahlen in 2016 im südlichen Wartburgkreis

BAD SALZUNGEN Trotz leicht gestiegener Fallzahlen in 2016 hat sich "die Sicherheitslage nicht wesentlich verändert" gegenüber 2015, sagte Uwe Metz, Chef der Polizeiinspektion Bad Salzungen, als er unlängst die Kriminalstatistik des

Uwe Metz stellte die Statistik vor. Foto: Göring   » zu den Bildern

BAD SALZUNGEN Trotz leicht gestiegener Fallzahlen in 2016 hat sich "die Sicherheitslage nicht wesentlich verändert" gegenüber 2015, sagte Uwe Metz, Chef der Polizeiinspektion Bad Salzungen, als er unlängst die Kriminalstatistik des südlichen Wartburgkreises fürs vergangene Jahr vorstellte. Beim Altkreis Bad Salzungen handelt es sich immer noch um eine der sichersten Regionen bundesweit, betonte er.

Die Unterscheidung nach Straftaten, die von der örtlichen Polizeiinspektion, der Kriminalpolizei, dem Landeskriminalamt oder der Bundespolizei bearbeitet wurden, bringt es auch diesmal mit sich, dass von den insgesamt 3082 erfassten Straftaten im südlichen Wartburgkreis tatsächlich nur 2601 Sachverhalte auch von der PI Bad Salzungen bis zum Schluss behandelt wurden. Zuletzt genannte Zahl ist also der Ausgangspunkt für die jetzt vorgestellte Statistik und einen weiteren Artikel hierzu in der nächsten Ausgabe.

Ergänzend sei noch erwähnt, dass die beschriebene Unterscheidung zum einen zeigt, dass die Gesamtzahl der bearbeiteten Ermittlungsverfahren (also was von allen polizeilichen Ebenen behandelt wurde) um 76 Fälle gestiegen ist. Zum anderen ergibt sich aus der Jahresauswertung, dass es bei den nur auf der Bad Salzunger PI-Ebene bearbeiteten Fällen einen Anstieg um 176 Ermittlungsverfahren gab (2015: 2425). Die Gesamtaufklärungsquote der Fälle auf allen Ebenen lag im vergangenen Jahr bei 68,7 Prozent. Die Aufklärungsquote bezogen auf die Fälle, die nur von der PI Bad Salzungen bearbeitet wurden, lag bei 67,5 Prozent (2015: 68,6 Prozent).

Bad Salzungen gehört zum Schutzbereich der Landespolizeiinspektion Suhl. Hinsichtlich des Gesamtaufkommens an Straftaten im Bereich der Suhler LPI (2016:

15 407 Straftaten) lag der Bad Salzunger Anteil im vergangenen Jahr bei 16,9 Prozent.

Unterm Strich konnte Uwe Metz für 2016 bilanzieren, dass der südliche Wartburgkreis sowohl thüringenweit als auch im Vergleich mit dem Kreis Hersfeld-Rotenburg eine geringe Kriminalitätsbelastung hat. Auch hat sich seiner Einschätzung nach nichts daran geändert, dass Straftäter in der hiesigen Region ein vergleichsweise hohes Entdeckungsrisiko haben.

Teilen kann Uwe Metz mit Blick auf die 2016er Statistik nicht die geäußerte Befürchtung, dass es durch den verstärkten Zuzug von Flüchtlingen zu einem deutlichen Anstieg der von Ausländern begangenen und erfassten Straftaten gekommen sei. Ja, es gab einen Anstieg, so der Leiter der hiesigen PI, aber bei einer Gesamtzahl von letztjährig 1162 erfassten Tatverdächtigen "haben wir hier nach wie vor einen geringen Ausländeranteil." Im Bereich der PI Bad Salzungen wurden im vergangenen Jahr 124 ausländische Tatverdächtige (die Gesamtzahl wird nicht extra aufgeschlüsselt etwa nach Flüchtlingen oder anderen Bürgern aus dem Ausland) erfasst (10,7 Prozent). In 2015 registrierte man 95 Tatverdächtige aus dem Ausland (7,8 Prozent).

Bei der weiteren Betrachtung der Auswertung der Struktur der Tatverdächtigen zeigt sich, dass die meisten erfassten Straftaten auf das Konto von männlichen Verdächtigen gingen (71,5 Prozent). Der Rückgang im Bereich der Jugendlichen hält an. Allerdings ist der Anteil der Taten, die heranwachsenden Verdächtigen (18 bis 21 Jahre) zugeschrieben werden, gestiegen, sowohl zahlenmäßig als auch prozentual (2015: 73/6,02 Prozent; 2016: 97/8,3).

Eine allgemeine Zunahme der Gewaltbereitschaft hat man auch bei der Polizeiinspektion Bad Salzungen wahrgenommen. Im Jahr 2016 wurden 346 Körperverletzungsdelitkte registriert und bearbeitet. Im Vergleichszeitraum 2015 wurden nur 254 Delikte dieser Art erfasst. Von den 346 Verfahren in 2016 konnten 325 (93,9 Prozent) geklärt werden. Auch die Zahl der Übergriffe auf Polizisten und Rettungskräfte habe in der Region zugenommen, so Metz. "Wenn Polizei und Rettungskräfte angegriffen werden, sollte die Strafe auf dem Fuße folgen. Das geht gar nicht." Mehr, wie schon erwähnt, in der nächsten Ausgabe.

yv

    
    

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