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Köstlichkeiten - frisch vom Bauernmarkt

Der Kronacher Bauernmarkt ist wieder da. Am vergangenen Samstag wurde die 28. Marktsaison eingeläutet. Nach der Winterpause gibt es ab sofort wieder jeden Samstag von 8 bis 12 Uhr regionale Produkte von Direktvermarktern aus heimischen Gefilden.

Die Ehrengäste freuen sich über den Start in die neue Bauernmarkt-Saison. Fotos: H. Schülein   » zu den Bildern

Der Kronacher Bauernmarkt ist wieder da. Am vergangenen Samstag wurde die 28. Marktsaison eingeläutet. Nach der Winterpause gibt es ab sofort wieder jeden Samstag von 8 bis 12 Uhr regionale Produkte von Direktvermarktern aus heimischen Gefilden.

KRONACH Aus der Region, für die Region - Das ist das einfache Prinzip des Marktes, der die Besucher jeden Samstag in die Obere Stadt zieht. Das Angebot auf dem Melchior-Otto-Platz umfasst alles, was der heimische Boden oder Stall hergibt - wie ein Rundgang durch den Bauernmarkt beweist! Von links beginnend erwartet die Kunden unter anderem verschiedene Hausmacher Wurstsorten, Suppen, Sülzen oder Eisbein in Gläsern. In der Mitte des U-förmig angelegten Bauernmarktes sind insbesondere Eier und Eiprodukte - wie Eierlikör und Eiernudeln - sowie Suppenhühner, Brathähnchen oder Stallhasen zu haben. Am hinteren rechten Stand finden sich beispielsweise Biolandprodukte wie Käse, Milch, Joghurt aber auch Nudeln, während rechts vorne selbsterzeugtes, unbehandeltes Obst und Gemüse, Kartoffeln, Blumen und Pflanzen verkauft werden. "Unsere Kunden haben gesagt, wie sehr sie den Bauernmarkt vermisst haben", freuten sich die Fieranten, von denen viele ihre Kunden schon lange kennen und sie mit einem Handschlag zur neuen Saison willkommen hießen. Für sie sei es, so der allgemeine Tenor, der schönste Lohn für die viele Arbeit, wenn die Kunden mit Freude bei ihnen einkauften und mit den Produkten zufrieden seien.

Offiziell eröffnet wurde der Markt in der - so Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein - "schönsten Stadt Frankens" - vom Kronacher Rathauschef höchstpersönlich zusammen mit Vertretern des Stadtrates, der historischen Kronacher Szene und der Verwaltung. Das Stadtoberhaupt würdigte den Bauernmarkt als feste Größe mit einem Angebot allerhöchster Qualität und Frische. Erfreulicherweise gebe es im Landkreis 20 Direktvermarkter. Sein Dank galt allen Verantwortlichen, darunter seitens der Stadt Harald Suffa-Blinzler sowie insbesondere Hans Büchner, seit Beginn Motor des Bauernmarktes und Ansprechpartner der Direktvermarkter. Es sei ein großes Glück für die Kronacher, zeigte sich Ursula Willenberg vom seit 1992 für die Betreuung des Bauernmarktes verantwortlich zeichnenden Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kulmbach, auf einem solch schönen Bauernmarkt einkaufen zu können. Der direkte Kontakt sei ein großes Plus. "Kulmbach hat nicht so einen schönen Markt, Stadtsteinach auch nicht - den schönsten Markt habt ihr", lobte sie. Hier könne man einkaufen - ohne schlechtes Gewissen, dass die importierten Waren vielleicht aus einem Land stammten, deren Bevölkerung selbst nicht so viel zu essen habe, ob Bio oder auch nicht. Laut Umfragen legen 76 Prozent der Deutschen Wert auf regionale Lebensmittel; 86 Prozent erachten eine bessere Bezahlung der Bauern als notwendig. Allein dies nütze nichts, wenn man das Angebot nicht annehme: "Handelt mit der Einkaufstasche", appellierte sie, "frischer als hier sind die Waren nirgendwo anders zu bekommen." "Man müsste, man sollte", schloss sich ihr Hans Büchner an, der sich über die Markteröffnung sehr freute. Die Fieranten gäben sich viel Mühe, um ihren Kunden Samstag für Samstag beste Waren aus der Region anbieten zu können. Schön wäre es, wenn noch ein Brotstand hinzukommen könnte. Ein dickes Lob zollte er der Stadt für die - nach zähem Ringen - erhaltenen neuen Marktstände mit den schönen Planen, was ein ganz anderes Erscheinungsbild sei. "Zudem sind wir nun wunderbar geschützt vor Sturm, Regen und Wind", strahlte er. Ein großes Anliegen trug Stadtvogt Hans Götz an die Fieranten heran; fehle doch auf dem heuer wieder stattfindenden Historischen Stadtspektakel ein Gemüse- und Obststand. Sicher zeigte er sich, dass die Besucher dabei gerne saisonale Produkte kaufen würden. Er bat die Markthändler, darüber nachzudenken. Er könne einen schönen Stand an einem gute Platz im Schatten anbieten. Schon traditionell luden die Fieranten anlässlich der Markteröffnung zu kleinen "Versucherla". Stadthauptmann Walter Schinzel-Lang hatte zuvor der Cronacher Ausschuss Compagnie das Kommando erteilt, den Bauernmarkt mit Salutschüssen aus den Musketen zu eröffnen. Der Markt hat bis einschließlich Dezember jeden Samstag von 8 Uhr bis 12 Uhr geöffnet. Der allererste Bauernmarkt: wurde im April 1989 veranstaltet, damals ein riesiger Markt mit 20 Marktständen. Auf der Schütt spielte sogar eine Blaskapelle. Der Markt entstand auf Initiative des Förderkreises Kronach und Umland, der die Landbevölkerung hierzu motivieren wollte. Besonders groß war der Andrang nach der Grenzöffnung, da die Menschen aus der ehemaligen DDR neugierig waren. Bereits 1992 bestand der Markt nur noch aus neun Ständen. Das Zehnjährige feierte man gebührend mit einer Tombola und einem Quiz mit der Frage, wie viele Körner ein Kilo Weizen habe. Zudem initiierte man eine Stadtrundfahrt mit einem Landschlepper und Aktionen für Kinder - wie das Fahren mit einem Kinder-Tretschlepper. Mittlerweile gibt es nicht mehr so viele Anbieter, die jedoch jeden Samstag vor Ort sind. (hs)

    
    

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