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Südthüringer leben relativ sicher

Polizeiliche Kriminalstatistik 2016 der Landespolizeiinspektion Suhl

SUHL Im Zuständigkeitsbereich der Landespolizeiinspektion (LPI) Suhl wurden im Jahr 2016 insgesamt 15 407 Straftaten registriert (79 mehr als 2015). Insgesamt 7312 Tatverdächtige konnten ermittelt werden.

Andreas Beez, Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Suhl, LPI-Chef Wolfgang Nicolai stellten Kriminalitätsstatistik 2016 vor. Foto: lalü  

SUHL Im Zuständigkeitsbereich der Landespolizeiinspektion (LPI) Suhl wurden im Jahr 2016 insgesamt 15 407 Straftaten registriert (79 mehr als 2015). Insgesamt 7312 Tatverdächtige konnten ermittelt werden. Das entspricht einer Aufklärungsquote von 68,5 Prozent. Ein Wert, auf den LPI-Chef Wolfgang Nicolai bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik 2016 kürzlich stolz verwies. "Die relativ hohe Zahl der aufgeklärten Fälle zeigt, unsere Polizistinnen und Polizisten leisten sehr gute Arbeit", sagte er. Südthüringen gehört damit im Vergleich zu den sichersten Regionen in Deutschland.

Der Schutzbereich der Landespolizeiinspektion Suhl umfasst die Landkreise Hildburghausen und Schmalkalden-Meiningen, den südlichen Wartburgkreis sowie die kreisfreie Stadt Suhl. Etwa 600 Polizeibeamte betreuen circa 344 000 Einwohner auf einem Gebiet von 2890 Quadratkilometern.

Nach der Statistik verteilt sich die Kriminalität auf die Südthüringer Städte wie folgt:

- Suhl (36 248 Einwohner): 2555 Straftaten

- Hildburghausen (11 792 Einwohner): 1048 Straftaten

- Schmalkalden (19 291 Einwohner): 1225 Straftaten

- Meiningen (21 231 Einwohner): 2338 Straftaten

- Bad Salzungen (15 763 Einwohner): 1111 Straftaten

In der Gesellschaft setze sich zunehmend "das Recht des Stärkeren" durch, so der Leiter der Landespolizeiinspektion Suhl, Wolfgang Nicolai. Das beweise unter anderem auch die Zunahme sogenannter Rohheitsdelikte. Dazu zählen Raubüberfälle, Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Bedrohung, Nötigung oder Stalking. Wurden im Jahr 2015 noch 2501 dieser Art von Delikten gemeldet, kamen vergangenes Jahr 2846 Fälle zur Anzeige. Darunter 1871 Körperverletzungen. 329 mehr als im Vorjahr.

Zudem wurden im Jahr 2016 3789 Diebstahldelikte erfasst. 1221 Fälle zählt die Polizei dabei zu den besonders schweren Diebstählen. Ein großes Problem stellt weiter die Einbruchskriminalität dar. "Wohnungseinbrecher sind bundesweit auf dem Vormarsch, auch in Thüringen", erklärte Nicolai vor dem Hintergrund, dass sich 90 Einbruchsdiebstähle im Bereich der LPI Suhl ereigneten. Professionelle Täterbanden seien aber eher selten, so die Einschätzung. Unter den 90 Straftaten waren 36 Versuchsdelikte.

Einbrchsdiebstähle

nehmen zu

"Dass 40 Prozent der Einbrüche im Versuchsstadium stecken bleiben, zeigt, wie wirkungsvoll zum Beispiel Sicherungsmöglichkeiten wie spezielle Fenster-Alarmanlagen sein können", so Nicolai.

Im Jahr 2016 wurden 780 Ladendiebstähle im Zuständigkeitsbereich erfasst. Dies sind 19,5 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Rückgang sei zum Teil mit dem verstärkten Einsatz von firmeneigenen Detektiven in den Geschäften verbunden, schätzt Nicolai ein.

Im Jahr 2016 wurden 2763 Fälle im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte erfasst. Dies sind 19,2 Prozent mehr im Vergleich zum Jahr 2015. Dazu zählen unter anderem alle Betrugsarten, Urkundenfälschung, Erschleichen von Leistungen, Kartenfälschungsdelikte, Wertzeichenfälschungsdelikte oder Fälle der Computerkriminalität.

Im Bereich Sachbeschädigung konnten voriges Jahr 583 Tatverdächtige ermittelt werden. Davon waren 8,9 Prozent Kinder und 20,9 Prozent Jugendliche/Heranwachsende. "Leider schwindet der Respekt vor fremden Eigentum zusehends. Das fängt schon bei kleineren Schmierereien an", so der Polizeichef.

Exakt 1048 Fälle im Zusammenhang mit Rauschgiftkriminalität meldet die Polizei für das Jahr 2016. Die große Anzahl der Tatverdächtigen kommt dabei aus dem Bereich der Erwachsenen.

Im Bereich der Wirtschaftskriminalität registrierten die Polizeibeamten 313 Fälle und damit 100 mehr im Vergleich zum Jahr 2015. Nahezu identisch war die Zahl im Bereich Umweltkriminalität, hier wurden vergangenes Jahr 116 Fälle festgestellt, 2015 waren es 115 Fälle.

155 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung mussten die Beamten 2016 aufnehmen. Insgesamt konnten 117 Tatverdächtige ermittelt werden, davon 107 Männer.

Eine Zunahme bei der Gewalt gegen Polizeibeamte 2016 ist außerdem festzustellen. So wurden 661 Widerstandsdelikte gegen Polizeibeamte statistisch erfasst. Dies sind 67 mehr als ein Jahr zuvor. Wolfgang Nicolai befürwortet angesichts dieser Tendenz den geplanten Einsatz von Body-Cams bei Polizisten bei entsprechenden Einsätzen. lalü/eh

    
    

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