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Gefeiert wie in Luthers Zeiten

Mittelalterliches Spektakel auf Kirchhof und Altmarkt

SCHMALKALDEN Der Bettler sah gar fürchterlich echt aus und die Musik von "Gugelhupf" versetzten Besucher auf dem Kirchhof wahrhaftig in jene Zeit zurück, als Martin Luther während der Reformation in der Stadtkirche weilte.

Die Schauwettkämpfe waren sehenswert. Foto: Erik Hande   » zu den Bildern

SCHMALKALDEN Der Bettler sah gar fürchterlich echt aus und die Musik von "Gugelhupf" versetzten Besucher auf dem Kirchhof wahrhaftig in jene Zeit zurück, als Martin Luther während der Reformation in der Stadtkirche weilte. Gleich daneben drehte das handbetriebene Karussell seine Runde und erfreute Kinder wie vor 500 Jahren mit mäßiger Fahrt. Das Mittelalterfest am Wochenende bot für jeden Gast Sehenswertes.

Freilich war es in erster Linie ein Fest zum Feiern, andererseits konnte man sich schon etwas in vergangene Zeiten versetzen. Natürlich gab es unterhaltsame Ritterkämpfe, welche nur wenig mit der Wirklichkeit des Mittelalters zu tun gehabt haben. Doch sie zeigten, allein schon wegen der schweren Rüstung und Waffen, wie man seinerzeit unterwegs war, um sich selbst zu schützen oder andere Reisende wie Fürsten und Grafen in jener Zeit Schutz geben zu können.

Im Gottesdienst "Wie zu Luthers Zeiten" spannte Dekan Ralf Gebauer vor den Besuchern, diese teils in mittelalterlichen Gewändern, den Bogen aus der Reformationszeit ins Heute. Wichtig sei damals wie heute, Gott zu vertrauen, der einem auch in Zeiten der Veränderung beistünde.

Dies nahmen die Gäste mit auf den Altmarkt und den Kirchhof, stürzten sich in den Trubel des gut besuchten Festes und genossen die Vielfalt des mittelalterlichen Spektakels. Auf dem Altmarkt lieferten sich die "Frankonier" Schauwettkämpfe, die Gruppe "Zeter und Mordio" lieferte ein Theaterstück und Gaukler Micha unterhielt mit seinen Kunststücken.

Dazu gab es viele Verkaufsstände, an denen es sich wunderbar schauen und staunen ließ. Die älteren Besucher schauten nach mittelalterlich gestaltetem Schmuck, die Kinder lieber nach Holzschwertern, Steckenpferd und anderem Spielgerät jener Zeit. Bogenschießen oder ein handbetriebenes Riesenrad gab es für den kleinen Nachwuchs auch noch als Attraktion. Am Abend begeisterte auf dem Altmarkt eine Feuershow das Publikum noch sehenswerter als die der Feuerspucker tagsüber.

Einige hundert Besucher hatten zu dem Fest gefunden, das mit Vorführungen und Gottesdienst die Botschaft vermittelte: Feiert und vertraut in allen Zeit auf Gott.

Einziger Wermutstropfen blieb, dass der Parkplatz vor dem City-Center nicht den Besuchern zur Verfügung stand. Der war vielmehr mit Fahrzeugen der Schausteller zugeparkt, die mit Zelten vor der Villa K Quartier genommen hatten. Hier sollten die Veranstalter künftig andere Lösungen suchen, denn manch Parkplatzsuchende wollte vielleicht nur kurz einen Weg in der Stadt erledigen. (eh)

    
    

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