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"Luther-L" vor Tourist-Information

Über Reformation und Luther informieren / Besucher begeistern, damit sie wiederkommen

SCHMALKALDEN "Kommen Sie nur herein in meine Informationsstelle", begrüßte Martin Luther die Gäste am vergangenen Dienstag. In die Rolle des Reformators war der frühere Thüringer Kultusminister Jens Goebel geschlüpft.

Der Thüringer Reformationsbeauftragte Thomas Seidel sprach über fünf Wege, sich dem Thema Luther und Tourismus zu nähern. Fotos: Erik Hande   » zu den Bildern

SCHMALKALDEN "Kommen Sie nur herein in meine Informationsstelle", begrüßte Martin Luther die Gäste am vergangenen Dienstag. In die Rolle des Reformators war der frühere Thüringer Kultusminister Jens Goebel geschlüpft. Diese Unterstützung durch seine Person passte auch gut zum Anliegen. Denn in der Schmalkalder Tourist-Information wurde an diesem Tag einer der fünf Anker-Orte eingeweiht, welche die Lutherwege im Freistaat besonders vermarkten sollen.

In Thüringen gibt es rund 1000 Kilometer Luther-Wanderwege. Das sind solche, welche Wanderer und andere Gäste an das Thema "500 Jahre Reformation" führen, sich an jene richten, die sich direkt mit dem Lebensweg und Stationen des Reformators beschäftigen möchten. Doch wie können diese unzähligen Informationen vermittelt werden? "Vor uns stand die Frage, wie man 1000 Kilometer Lutherweg an den Mann oder die Frau bringt", sagte Elfriede Grabe von der Thüringer Tourismus Gesellschaft (TTG). Im Ergebnis aller Überlegungen stand die Idee fünf Anlaufpunkte im Freistaat als Anker-Ort zu benennen, an denen sich Gäste aus Deutschland, Europa und Übersee intensiv mit dem Thema Reformation und Luther beschäftigen können, Sehens- und Erlebenswertes empfohlen bekommen.

Ein solcher Anker-Ort wurde am Dienstag in Schmalkalden offiziell seiner Bestimmung übergeben. Schon seit längerer Zeit kündet das Luther-L vor der Eingangstür der Tourismus-Information in der Auergasse davon, dass es hier richtungsweisende Tipps und Ratschläge rund um Luther und das Jubiläum "500 Jahre Reformation" gibt.

Wie Leiterin Sandra Hanf vor Ort zeigte, können sich Gäste in einer Info-Ecke an einer Karte kundig machen, andererseits auf einem Tablet die Luther-App nutzen und eigene Routen aussuchen und Wanderpläne zusammenstellen. Die Mitarbeiter der Tourist-Information helfen mit Hinweisen zu aktuellen Veranstaltungen und Sehenswürdigkeiten in der Region außerdem weiter. Das Lutherjahr hat derweil in Schmalkalden bereits gute Spuren hinterlassen. Bürgermeister Thomas Kaminski merkte an, das im ersten Halbjahr bereits 15 Stadtführungen mehr gebucht wurden als 2016. Und das vergangene Jahr sei bereits ein Rekordjahr gewesen, schob er hinterher.

Es gebe fünf Richtungen, in denen die Reformation erkundet werden könne, so der Thüringer Reformationsbeauftragte des Freistaates, Thomas Seidel. Während ein Teil der Gäste Kunst und Bildung suchen seien andere auf Wandern und Erholung aus. Die nächsten Gäste würden Themen zu Gesundheit und Wellness in den Vordergrund stellen, andere wiederum sportliche Herausforderungen suchen und nicht zuletzt seien viele Menschen interessiert, sich mit dem evangelischen Glauben und seinen Spuren in der Geschichte zu beschäftigen. Gerade aus dem Ausland kämen Gäste, um das Kernthema der Reformation, die Erneuerung des christlichen Glaubens, zu erkunden und die Wirkungsstätten von Martin Luther wie die Wartburg in Eisenach oder die Geschichte des Schmalkaldischen Bundes kennen zu lernen.

Ein Gast aus der Region wurde am Dienstag sehr herzlich begrüßt. Es war Marco Schütz, der Bürgermeister von Tambach-Dietzharz. Denn es gelte, die Region gemeinsam touristisch zu vermarkten, bekräftigte Bürgermeister Thomas Kaminski. Mit der Stadt Tambach-Dietharz gelinge das bereits gut, dankte der Stadtchef.

Vor diesem Hintergrund wird auch verständlich, das Wanderthemen Gäste bis zur Veste Heldburg und zum Kloster Paulinzella empfehlen. Nur gemeinsam könne sich die Region besser vermarkten, lautete der Tenor. Schmalkalden ist nun neben Eisenach, Mühlhausen, Bad Frankenhausen und Erfurt einer der fünf Anker-Orte, die dafür Verantwortung tragen, (eh)

    
    

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