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Stadtverwaltung lässt sich auf den Zahn fühlen von Unternehmern

Dritter Check für das Gütesiegel "Unternehmerfreundliche Verwaltung" / Macht Suhl die Hausaufgaben?

Von Sabine Gottfried SUHL/SÜDTHÜRINGEN Wie unternehmerfreundlich ist die Suhler Stadtverwaltung? Dieser Frage stellt sich das Rathaus nun zum dritten

Sie halten fest an der Aktualisierung des Zertifikats "Unternehmerfreundliche Verwaltung" für Suhl: Jan Scheftlein, Elke Bradler, Cornelia Grimm und Klaus Lamprecht (v.l.). Foto: got  

Von Sabine Gottfried

SUHL/SÜDTHÜRINGEN Wie unternehmerfreundlich ist die Suhler Stadtverwaltung? Dieser Frage stellt sich das Rathaus nun zum dritten Mal und wird dafür von der Wirtschaft und dem unabhängigen TÜV Thüringen auf Herz und Nieren geprüft. Dafür erfolgte am 6. April der Startschuss. Das rein pragmatische Ziel ist das dritte Gütesiegel in Folge. Das eigentliche aber sind zufriedene Unternehmer der lokalen Wirtschaft, die in der Kommune einen guten Partner haben sollen, ihre Arbeitsplätze und gute Steuereinnahmen sichern.

"Dieser Blick von außen ist uns wichtig", meint Bürgermeister Klaus Lamprecht, um nicht einer gewissen Betriebsblindheit zu verfallen. Er hat keine Bedenken, dass sich ohne Unterbrechung seit der ersten Befragung 2008 die Stadtverwaltung ab etwa Ende Mai das Siegel "Unternehmerfreundliche Verwaltung im Thüringer Wald" erneut verdient.

Dafür aber haben zunächst 250 Firmen der Stadt das Wort. Sie erhielten die Fragebögen und beurteilen in sechs Komplexen, wie gut sie mit den Verantwortlichen der städtischen Verwaltung können - sehr gut, gut, befriedigend oder mangelhaft. Auch alle anderen interessierten Unternehmer können sich an der Meinungs-Recherche beteiligen und die Stadt wie aller drei Jahre auf den Prüfstand stellen. Den Check finden sie unter

www.Unternehmerbefragung.suhltrifft.de.

Es ist ihre Chance zu urteilen: Wie klappt es mit den Ansprechpartnern für die Wirtschaftsförderung im Rathaus? Wie sieht es mit der zeitnahen Antwortpflicht bei ihren Anliegen aus? Wie gut ist die Erreichbarkeit der zuständigen Stellen? Qualität, Kompetenz, Zuverlässigkeit, Freundlichkeit - sind sie zufrieden damit? Sind Internetauftritte zur Kontaktaufnahme unkompliziert? Wie läuft es im Beschwerdemanagement zum Beispiel bei der Bezahlung von Auftragsrechnungen der Stadt?

Und wie wurden die Hausaufgaben gemacht?

Entwickelt hatte diese Zertifizierung das Regionalmarketing Forum Thüringer Wald e.V. Partner sind die Industrie- und Handelskammer und die Handwerkskammer Südthüringen. Entsprechend machten den Start für die erneute Rezertifizierung öffentlich: Jan Scheftlein, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK, Elke Bradler, Leiterin der Stabsstelle für Wirtschaftsförderung der Stadt Suhl, Cornelia Grimm, Regionalmanagerin vom Forum Thüringer Wald und Bürgermeister Klaus Lamprecht.

Sie erwarten mit Spannung den Rücklauf aus den Firmen bis zur letzten Aprilwoche mit den selbstverständlich vertraulich zu behandelnden Urteilen, der "Kundensicht" auf die Stadt. Zweiter Teil des Procedere ist die Prüfung des TÜV vor Ort in den städtischen Abteilungen am 27. April, das Audit, das auch kritische Punkte der vorigen Befragung mit ins Auge fasst. "Die Stadt hatte ihre Hausaufgaben vorbildlich gemacht", urteilt Jan Scheftlein, u.a. am Beispiel einer Beschwerde zum sogenannten Reklamationsmanagement. Beide Beurteilungen bekommen die gleiche Gewichtung vor der Verleihung des Gütesiegels.

Das selbst auferlegte Bewusstsein, den Anliegen der Wirtschaft als Stadt hohe Priorität einzuräumen, ist kein Selbstzweck. Die in Glas gerahmte Urkunde weist nicht weniger als einen Standortvorteil aus, die Firmen an die Region zu binden. Da viele ihr Engagement auch beim Sponsoring von Vereinen und Aktionen zeigen und damit die städtische Entwicklung befördern, macht Bürgermeister Lamprecht einen klugen, umgekehrten Vorschlag: ein Gütesiegel "Kommunalfreundliches Unternehmen".

Als unternehmerfreundliche Verwaltung können sich auch Steinbach-Hallenberg und Schmalkalden ausweisen, in Sonneberg läuft derzeit die Rezertifizierung, Meiningen startete dazu erstmals im vorigen Jahr.

    
    

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