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Bild der Woche |
| | | | 100 000 Besucher im Waffenmuseum Der 100 000. Besucher des Suhler Waffenmuseums kam aus Kiel. Jürgen Morach (rechts) aus dem Kreis Plöhn kam mit seinem Motorrad auf dem Weg zum BMW-Treffen in Garmisch-Partenkirchen am Donnerstag vergangene Woche extra nach Suhl, um sich das Waffenmuseum anzuschauen. Er ist nicht nur Motorradfahrer, sondern auch Sportschütze, so dass die beiden Suhler Museen optimal für ihn sind. Am Eingang überraschten ihn Bürgermeister Klaus Lamprecht (links) und Museumsleiter Peter Arfmann mit Urkunde, freiem Eintritt, Blumen, Waffenöl und einer Extra-Führung. Hoffentlich hat die Zeit vor der Weiterfahrt für Morach auch noch für das Fahrzeugmuseum gereicht - sonst muss er einfach wiederkommen. Foto: Voigt | | |
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| Was tun, wenn sich Hornissen eingenistet haben? Berater steht zur Verfügung |
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Fachmann vor Ort |
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Wartburgkreis (WS) - Eine der größten Insekten wirkt auf viele Menschen beängstigend: Hornissen. Hornissen selbst sind artenschutzrechtlich auf Grundlage des Bundesnatur-schutzgesetzes und der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Auch ihre Nester dürfen während der Besiedelung nur mit einer artenschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigung oder Befreiung der unteren Naturschutzbehörde entfernt oder bekämpft werden. Eine ebenfalls genehmigungspflichtige Umsiedlung erfordert hohen Aufwand, ist nur durch ausgebildetes und erfahrenes Personal möglich und wurde im Wartburgkreis in den letzten Jahren nicht praktiziert. Voraussetzungen sind die weitest gehende Erhaltung des Nestes (beim Bau in Mauer- oder Deckenhohlräumen bereits nicht möglich), ein geeigneter neuer Neststandort in mehreren Kilometern Entfernung, das Einfangen und Übersiedeln der Tiere in einem Umsiedlungskasten und die Zufütterung über etwa zwei Wochen.
Da seit letztem Jahr durch den BUND Thüringen ein ehrenamtliches Fachberaternetzwerk Hornissenschutz aufgebaut wurde, stehen neben den Umweltämtern bzw. Naturschutzbehörden nun auch diese Fachberater bei Fragen und Problemen in Zusammenarbeit mit den Behörden zur Verfügung. Im Wartburgkreis wurde Wolfgang Bader aus Moorgrund-Waldfisch als Hornissen-Fachberater geschult. Er ist über die gemeinsame Feuerwehr-Leitstelle des Wartburgkreises und der Stadt Eisenach unter der Telefon (0 36 91) 7 22-3 02 oder -303 sowie in Waldfisch unter der Telefon (0 36 95) 8 42 10 zu erreichen.Nach wie vor stehen auch die untere Naturschutzbehörde des Wartburgkreises in Bad Salzungen unter Telefon (0 36 95) 61-67 02 u. –67 03 (Herr Heck / Herr Klingelhöfer) beratend zur Verfügung.Das Umweltamt geht davon aus, dass zukünftig in erforderlichen und geeigneten Fällen eine Umsiedlung von Hornissen erfolgen kann bzw. erprobt wird.Meistens noch unbemerkt suchen sich einzelne Königinnen geeignete Niststätten und beginnen allein mit dem Bau einer kleinen Wabe, legen Eier, wärmen und kühlen je nach Bedarf die Brutstätte und schaffen Nahrung herbei. Erst wenn die Generation von Nachkommen schlüpft, wird die Königin entlastet. Sowohl nasskaltes Wetter als auch Überhitzung des Nests schadet den Tieren, so dass das Umweltamt in diesem Jahr nicht von einem optimalen Hornissenjahr ausgeht. Dennoch gab es bereits erste Meldungen zum Vorkommen der Tiere. Das braune, an Pappmasche erinnernde Nest unterscheidet sich deutlich von grauen Wespennestern und kann beachtliche Größen von mehr als einem halben Meter Länge erreichen. Es wird aus mehreren horizontal untereinander angeordneten Wabenschichten gebildet, die von einer Hülle ummantelt sind, die Lüftungsschlitze enthält. Das Nest kann z.B. frei im Dachboden unter den Schindeln hängen oder aber im Endstadium ganze Rollladen- oder Dachkästen ausfüllen. Im Gegensatz zu den beiden allgegenwärtigen Wespenarten der Deutschen Wespe und der Gemeinen Wespe, deren Völker mehr als tausend Individuen beherbergen, bestehen Hornissenvölker im Hochsommer aus maximal 400 bis 700 Tieren, oft sind es weniger.Während die beiden anderen Wespenarten gern am Esstisch auftauchen und lästig werden können, sind Hornissen nur an Insekten und Pflanzensäften interessiert: Sie erjagen alles, was sie erbeuten können, von kleinen Stechinsekten bis zur Libelle, um damit ihre Brut zu füttern. Einen großen Teil des Beutespektrums stellen verschiedene Fliegenarten von der Bremse bis zur Stubenfliege, die dem Menschen häufig eher lästig oder gar schädlich werden. Auch Wespen gehören zur Beute. Ein großes Volk kann an einem Tag bis zu einem halben Kilogramm Insektennahrung erbeuten. Oft trifft man Hornissen an Fliederbüschen an, wo sie die Rinde annagen. Das Holzmaterial nutzen sie für den Nestbau, den austretenden, zuckerhaltigen Pflanzensaft trinken sie. Der Flieder verkraftet die Eingriffe meist. Hornissen sind weitaus ungefährlicher, als viele glauben. Ihr Stich schmerzt zwar, ist aber nicht gefährlicher als ein gewöhnlicher Wespenstich – Insektenallergiker ausgenommen. Nähert man sich mit vorsichtigen Bewegungen, kann man die Tiere recht nah betrachten. Nur am Nest sollte ein Sicherheitsabstand von etwa 3 m respektiert werden. Hastige Bewegungen, laute Geräusche oder starke Gerüche sollten vermieden werden. Auch sind die Flugwege freizuhalten. Unter den Voraussetzungen können Hornissennester ohne Probleme z.B. auch in Gartenhütten, Werkzeugschuppen oder auf Dachböden verbleiben. Um die teils doch recht erheblichen Beutereste (z.B. Chitinteile) und Ausscheidungen aufzufangen, empfiehlt sich bei frei hängenden Nestern in Gebäuden, einen Eimer darunter zu stellen. Zumeist stirbt das ganz Volk bereits ab Ende September ab. Nur befruchtete Jungköniginnen fliegen aus und suchen sich außerhalb des Nests ein Überwinterungsquartier, um im nächsten Frühjahr ein neues Volk aufzubauen. Die alten Nester sind dann funktionslos und dürfen ohne Weiteres entfernt werden.Hornissen schlafen übrigens fast nie, sondern fallen lediglich bis zu 25 Mal pro Nacht für eine halbe Minute in eine Art Tiefschlaf. Da sie auch nachts fliegen, werden sie durch Licht angelockt. An Fenstern oder Türen sollte dann stabile Fliegengaze angebracht werden. Eingeflogene Tiere können einfach und unproblematisch mit einem Glas gefangen und hinaus gebracht werden (He).
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