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Vorbei statt mittendurch: Umgehung offiziell übergeben

Erleichterung für die Unterrohner Bürger und für die Autofahrer

UNTERROHN Dran vorbei statt mittendurch: Die Unterrohner dürfte es freuen. Die Umgehung der Kreisstraße 97 kann zwar schon einiger Zeit benutzt werden. Pünktlich zum Sommeranfang wurde sie nun auch offiziell übergeben.

Benutzen kann man die Ortsumfahrung schon länger, jetzt gab es die offizielle Freigabe. Foto: Göring  

Als "besondere Maßnahme, die auch bautechnisch etwas besonderes ist", bezeichnete Landrat Reinhard Krebs am Mittwoch das Projekt. Gekommen waren neben den Planungs- und Baufirmen auch Vertreter des Landratsamtes, der Gemeinde Tiefenort und der Stadt Bad Salzungen, dem Straßenbauamt Südwestthüringen und auch einige Unterrohner.

Die eigentliche Umfahrung wurde von 2014 bis 2017 realisiert. Herzstück ist der Damm, auf den die Straße gelegt wurde. Dieser Damm musste sich erst setzen, um sicher weitermachen zu können. Abgesehen davon ging es um die Fortführung des begleitendes Radweges, zwei Flutbrücken, die Salzbachbrücke, einen Amphibiendurchlass und einen Ersatzneubau für die Pumpstation der Agrargenossenschaft Tiefenort.

Eine Eiterfelder Firma realisierte diese Arbeiten in einem ersten Schritt (2014 und 2015).

Die Planungs- und Baukosten betrugen allein hierfür laut Landratsamt rund 1,24 Millionen Euro. Das Land Thüringen förderte die Maßnahme mit fast 800 000 Euro.

Nachdem das Setzungverhalten des Dammbauwerkes und des Dammuntergrundes ausreichend beobachtet und kontrolliert worden war, konnte im Rahmen eines 2. Teilabschnittes ab 2106 die Bauarbeiten fortgeführt werden. Dabei ging es um die Straßenverbreiterung und um die Herstellung des ungebundenen Oberbaus (Frostschutzschichten) und um den Bau der Trag- und Deckschichten von Fahrbahn und Radweg. Das wiederum wurde von einem Unternehmen aus Schwabhausen übernommen. Dieser Auftrag beinhaltete auch die Verlängerung der Hangsicherung um 60 Metern mittels Trägerbohlenwand im Bauanfangsbereich.

Die Planungs- und Baukosten für diesen 2. Teil beliefen sich laut Kreisverwaltung auf rund 825 000 Euro. Der Kreis erhielt auch hier Fördermittel vom Freistaat und zwar in Höhe von

584 000 Euro.

Die Länge der Umfahrung beträgt 645 Meter. Die Fahrbahn ist 6 Meter, der Radweg ist 2 Meter breit.

Die beiden beschriebenen Teilabschnitte gehören insgesamt zum 3. Bauabschnitt des Projektes Ausbau Kreisstraße 97. Der 1. und 2. Bauabschnitt konnten am 11. November 2011 übergeben werden. Für diesen Gesamtausbau der Kreisstraße mit dem straßenbegleitenden Radweg zwischen Tiefenort und Bad Salzungen musste der Kreis ein Planfeststellungverfahren beantragen und durchführen. Baurecht für die gesamte Kreisstraße gibt es seit 2008. Wobei der Beginn der Planungen für den Ausbaus der Kreisstraße bis ins Jahr 2001 zurückreicht, erinnerte der Landrat.

2,2 Kilometer müssen nun noch bis zur Kreisstadt ausgebaut werden. Wann das der Fall sein wird, konnte der Landrat nicht sagen. Das sei auch eine Abwägungsfrage bezüglich anderer Schwerpunkte im Kreisgebiet. Man hoffe aber wieder auf mehr Investitionsspielraum im Kreishaushalt für die kommenden Jahre.

Der Ausbau der Kreisstraße 97 ist - wie es schon anklang - nicht nur für den Straßenverkehr von Bedeutung, sondern auch für die Radfahrer, geht es gier doch über die überregionale Anbindung an den Rhönradweg und den Werratalradweg.

Tiefenorts Bürgermeister Ralf Rubisch jedenfalls zeigte sich für die Unterrohner und Tiefenorter Bürger froh, dass die Bauzeit nun vorbei ist. Die Bedeutung der Umgehung für die Unterrohner Bürger sei auch daran zu erkennen, dass man nach der Freigabe ein kleines Straßenfest gefeiert habe. yv

    
    

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