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Umwelt, Energie, nachwachsende Rohstoffe: Wie man sich die Zukunft fürs TGF vorstellt

DERMBACH Das TGF in Dermbach soll sein Profil auf dem Gebiet von anwendungsbezogenen Entwicklungen im Bereich Energie und Umwelt schärfen. Entsprechende Projekte sollen hierzu auf den Weg gebracht werden.

Dr. Olaf Cassiani, Karl-Friedrich Abe, Thomas Hugk und Roswitha Linke gehörten zu den Teilnehmern der Zukunftswerkstatt. Die Ergebnisse werden auf der auf dem Tisch liegenden Rolle zusammengetragen und dem Thüringer Umweltministerium übergeben. Foto: Göring  

DERMBACH Das TGF in Dermbach soll sein Profil auf dem Gebiet von anwendungsbezogenen Entwicklungen im Bereich Energie und Umwelt schärfen. Entsprechende Projekte sollen hierzu auf den Weg gebracht werden. Bei der "Zukunftswerkstatt Rhön", die am Mittwoch in Dermbach stattfand, wurde dem Gründerzentrum eine wichtige Rolle im Bereich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung besonders in der thüringischen Rhön zugewiesen. Wie und vor allem auf welchen Gebieten dies in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren geschehen soll, ist auch einer der Punkte in der Fortschreibung des Rahmenkozeptes fürs UNESCO Biosphärenreservat Rhön. Im Frühjahr kommenden Jahres soll dieses Papier vorliegen.

Die Zukunftswerkstatt nahm einen ganzen Tag in Anspruch. Gekommen waren u. a. Dr. Martin Gude vom Thüringer Umweltministerium, Prof. Dieter Sell, Geschäftsführer der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur GmbH (ThEGA), die Landräte Reinhard Krebs (Wartburgkreis) und Peter Heimrich (Kreis Schmalkalden-Meiningen), Dermbachs Bürgermeister Thomas Hugk, Manfred Grob in seiner Eigenschaft als Landtagsabgeordneter, aber auch als Vorsitzender des Vereins Rhönforum, weitere Vertreter dieses Vereins, Mitarbeiter der Regionalen Aktionsgruppen LEADER, TGF-Vertreter, Karl-Friedrich Abe, Leiter der Thüringer Verwaltungsstelle des thüringischen Teils des UNESCO-Biosphärenreservates, Unternehmer sowie Firmenvertreter, deren Unternehmen sich einst aus dem TGF in Dermbach ausgegründet haben.

Schutz, Pflege und Entwicklung sind die Kernthemen des Biosphärenreservat-Konzeptes, das allerdings aus dem Jahr 1995 stammt. "Es ist also in die Jahre gekommen", sagte Karl-Friedrich Abe, nach der Gesprächsrunde. Inzwischen seien neue relevante Bereiche hinzugekommen, von denen Mitte der 1990er-Jahre noch keine Rede sein konnte. Klimawandel oder demografischen Wandel, nannte Abe als Beispiele. Das soll sich im neuen Rahmenkonzept wiederfinden.

Elektromobilität ist neben der Telemedizin ein Schwerpunkt, der in Sachen wirtschaftlicher Entwicklung auf der bayrischen Rhönseite als Ansatz verfolgt wird, erklärten Roswitha Lincke, Geschäftsführerin des TGF Schmalkalden Dermbach, und Dr. Olaf Cassiani, Mitarbeiter des TGF. Die Wirtschaftsförderung sei eines der Kernthemen auf hessischer Seite. Und die Thüringer Seite? Soll die Fertigkeiten ausbauen, die sie ohnehin schon hat, so der Tenor der Veranstaltung vom Mittwoch. Der Umgang mit nachwachsenden Rohstoffen wie Holz und Wolle und die marktreife Produktentwicklung daraus zum Beispiel. In den 20 Jahren, in denen das TGF in Dermbach existiert, seien inzwischen 66 Ausgründungen begleitet worden so, Linke. Und etliche dieser Unternehmen hätten sich gerade auf dem Gebiet nachwachsende Rohstoffe, Umwelt und Energie etabliert. Zudem: Als "Ort im Land der Ideen" wurde das Dermbacher Technologiezentrum vor ein paar Jahren ausgezeichnet und zwar mit dem Projekt "Blühende Landschaften aus Wolle". Ein Erfolg, den Roswitha Lincke seinerzeit als Werbung für die gesamte Rhön und das Biosphärenreservat bezeichnete. Die Marke "UNESCO Biosphärenreservat" soll, da waren sich die Tagungsteilnehmer einig, viel stärker auch in wirtschaftlicher Hinsicht eingebracht werden. Auch gemeinsame Vorhaben könnten mit dem Biosphärenreservat angeschoben werden.

Umwelt und Energie sind die Bereiche, denen sich das TGF in Schmalkalden neben der Robotik und der Automatisation zuwendet, so Cassiani. Die Zusammenarbeit mit dem Dermbacher Standort biete sich also an.

Ein "Kompetenzzentrum für nachwachsende Rohstoffe" gibt es schon seit mehr als zehn Jahren am TGF Dermbach, das 2014 zu einem Kompetenzzentrum für Ressourceneffizienz erweitert wurde. Dr. Gude kann sich künftig die Bezeichnung "Rhönzentrum für Bio-Ressourceneffizienz" vorstellen und das in der Modellregion für nachwachsende Rohstoffe.

Konkrete Ergebnisse ddes Treffens sollen zusammengetragen und dieser Tage im Erfurter Umweltministerium überreicht werden.

yv

    
    

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