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Theater machen ist Programm

Aus dem Kurtheater wird nun offiziell wieder das Comödienhaus/Programm für 2018 sieht 32 Veranstaltungen vor

BAD LIEBENSTEIN Rückbesinnung auf die Anfänge: Aus dem Kurtheater Bad Liebenstein wird offiziell zum Jahreswechsel 2017/18 wieder das Comödienhaus. Unter diesem Namen wurde die Spielstätte einst eröffnet.

Madeleine Rein, Dr. Christian Storch und Felix Rappsilber vor dem Comödienhaus. Foto: Göring  

BAD LIEBENSTEINFür das älteste freistehende Theater Thüringens wurde jetzt auch in Broschürenform der Spielplan für 2018 vorgelegt. Eine Verdopplung der Veranstaltungen kündigte Intendant Dr. Christian Storch kurz vor Weihnachten an. Theater machen ist eben Programm.

"Goethe und Schiller müssen in den nächsten Jahren auf jeden Fall mit dabei sein", erklärte Storch bei der Vorstellung des neuen Spielzeit-Programmes mit Blick auf die Zukunft. Das aktuelle Heft soll idealerweise 15 000-fach unter die Leute gebracht werden; in dieser Auflage ist es jetzt erschienen. Und vor allem eine breite Streuung erfahren - bis Nordthüringen und Osthessen etwa. Zu haben sein wird es in Tourist-Informationen, Verwaltungen und in Einrichtungen mit hohem Publikumsverkehr.

Der Intendant sowie Madeleine Rein vom Kulturmanagement der Stadt Bad Liebenstein und Stefanie Kießling von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadtverwaltung haben sich einiges vorgenommen. Nicht nur hinsichtlich des Ausbaus des Programms. Auch die Vielfalt der Geschmäcker und die bisweilen unterschiedlichen Interessen der Altersgruppen sollen sich hier wiederfinden.

Der Bezug auf die Klassiker kommt nicht von ungefähr, denn das Comödienhaus ist von den Dimensionen her eben ganz ein Spielhaus der Goethezeit. "Mit dem sehr direkten Kontakt zum Publikum", wie Dr. Christian Storch erläuterte.

Zum Auftakt am 13. Januar gibt es denn dann auch gleich Klassik in Reinkultur - "Die Leiden des jungen Werther" in einer Inszenierung der "Dramatischen Bühne" Frankfurt/Main. Hierbei handelt es sich um eine Produktion, die vom Comödienhaus selbst präsentiert wird, was übrigens auf die meisten Veranstaltungen zutrifft. Zur Verfügung steht das Haus - wie in den Vorjahren auch - Fremdveranstaltern, die die reine Lokalität nutzen. Wie etwa im Falle des ShowExpress Könnern, der schon mehrfach in der Kurstadt gastierte und diesmal das Neil-Simon-Stück "Ein seltsames Paar" auf die Bühne bringt (17.01.).

Der Förderverein des Kurtheaters, der dem Haus wieder Leben eingehaucht hatte, es viele Jahre ehrenamtlich betreute und bespielen ließ, hatte schon für die Pflege des politischen Kabaretts in Bad Liebenstein gesorgt. Daran will Intendant Storch anknüpfen. Mit Abdelkarim holt er ebenfalls im Januar (28.01.) einen StandUpMigranten ins Theater, den Comedy-Liebhaber und Freunde entsprechender Sendungen bereits auf dem Bildschirm gehabt haben dürften. Kabarett/Comedy - hier ist Uwe Steimle seit Jahren eine feste Größe in ganz Deutschland. Am 10. März bietet er "FeinKOST" aus 25 Jahren Bühnenarbeit. Das Kabarett "Die Arche" aus Erfurt wird am 7. April erwartet. Am 13. Oktober schnuppern erneut die "Academixer" aus Leipzig Bad Liebensteiner Bühnenluft. Michèle Berniere wandelt zwischen heiter und traurig in dem Stück "Männer und andere Irrtümer" (17.03.). Lisa Fitz ist ein weibliches Urgestein des deutschen Kabaretts und wird dies am 20. Mai mit ihrem Programm "Flüsterwitz" wieder unter Beweis stellen. Sozusagen zwei Seiten einer Medaille sind die Programmabende "Kesselalarm - Es war nicht allen schlecht" als Homage an das DDR-Komiker-Duo Herricht & Preil (17.02.) sowie "Danke für das Geräusch!" (16.06.) in Erinnerung an den großen Heinz Erhardt. Frank Lüdecke, der schon maßgeblich am "Scheibenwischer" beteiligt war, wird "Über die Verhältnisse" nachdenken (04.08.). Und wer leidenschaftlicher "heute-show"-Fan ist, kann sich ja schon mal den 24. November vormerken. Christine Prayon kommt mit ihrem Programm "Die Diplom-Animatöse". Prayon - ein nichtssagender Name? Die Künstlerin kennt man aus der "heute-show" nur als gelegentlich schwer überdrehte Korrespondentin Birte Schneider.

Die eingangs schon angerissene Klassik kommt nicht nur beim Werther zum Tragen. "Hamlet - Die Welt ist aus den Fugen" wird am 23. Februar zu sehen sein. "Ein Gespräch im Hause Stein" ist zwar kein Stück der Klassik, handelt aber von Goethe, der gar nicht anwesend ist, aber für genug Gesprächsstoff sorgt. Dieses Stück bildet gleichzeitig den Auftakt zum diesjährigen Brunnenfest (17.08.). Sogar Operette wird gegeben im Bad Liebensteiner Comödienhaus. Zur "Fledermaus" 22.07.)kann natürlich kein Orchester aufgefahren werden - schon mangels Graben. Aber Sängerinnen und Sänger werden vom Klavier begleitet.

Noch ganz frisch ist die Vereinbarung zwischen Comödienhaus und der Musikschule Wartburgkreis. Die jungen Talente aus dem instrumental- und Tanzbereich, aber auch deren Lehrer bekommen ein Forum geboten beim Foyerkonzert der Schüler (22.04. und 11.11.), beim Dozentenkonzert (08.09.) sowie im Rahmen des Tanzabends (07.12.).

Die ganz kleinen Theaterbesucher können sich am 25. März auf "Pittiplatsch und seine Freunde" freuen. Für alle Generationen eignet sich am 20.12. "Der kleine Prinz" vom Meininger Puppentheater.

Auf ein Knallbonbon sollte man sich am 27. Oktober einstellen. Das Theater am Markt aus Eisenach gastiert mit einem Stück, dessen Name vorher nicht verraten wird.

Inzwischen ganz bekannt ist die bislang erste und einzige Eigenproduktion des Comödienhauses: "Luthers Entführung". Im kommenden Jahr wird das Stück wieder aufgenommen - immer als Aufführung an Freitagen und Samstagen (04./05.05., 01./02.06., 28./29.09., 16./17.11.). Mit dabei ist auch wieder Felix Rappsilber, der sich jetzt schon freut, denn das Ensemble, das aus Profi- und Laiendarstellern besteht, sei zu einer "richtigen Familie" zusammengewachsen, sagte er.

Mehr auch unter http://www.bad-liebenstein.de" target="_blank">www.bad-liebenstein.de.

yv

    
    

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