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Husenkirche: Kalender soll zum Erhalt beitragen

Förderverein Husenkirche will das Gemäuer vor dem Verfall bewahren und eine angemessene Nutzung finden

BAD SALZUNGEN Die Ruine der Husenkirche soll für die Nachwelt erhalten werden. Ein Projekt, dem sich der Förderverein Husenkirche verschrieben hat.

Rosemarie Zeitz, Vorsitzende des Fördervereins, und Detlef Schulz, stellvertretender Vorsitzender, mit einem Exemplar des Kalenders für 2019. Foto: Göring  

BAD SALZUNGEN Neben dem Sammeln von Spenden soll auch der Verkauf eines Kalenders, den der Verein jetzt herausgegeben hat, zur Finanzierung der Sicherung des Gemäuers beitragen.

Ansichten einer Kirche. Vereinsmitglied Markus Jornitz hatte die Idee für den Kalender. Als Hobbyfotograf lieferte er auch gleich das Material für diesen etwas anderen Bilderbogen. Die Monatsblätter lassen die Kirche nicht nur in ganz unterschiedlichem Licht erscheinen, sondern verweisen auch auf Details, die man vielleicht auf den ersten Blick nicht wahrnehmen würde. So soll der Kalender nicht nur als Alltagsbegleiter wahrgenommen werden, sondern auch neugierig machen auf das älteste Gebäude der Stadt Bad Salzungen, das eben nicht an prominenter Stelle platziert ist, sondern sich auf dem Husenfriedhof befindet.

Für 9,99 Euro ist der Kalender, der in einer Auflage von 200 Exemplaren gedruckt wurde, zu haben. Abzüglich der Herstellungskosten fließen alle Einnahmen in die Erhaltungsmaßnahmen, sagen Vereinsvorsitzende Rosemarie Zeitz und der stellvertretende Vorsitzende Detlef Schulz. Erworben werden kann der Kalender im Bürgerbüro der Stadtverwaltung, in der Tourist-Information Bad Salzungen und in der Buchhandlung am Markt.

Seit 2017 kann der Förderverein, der derzeit nach eigenen Angaben über 20 Mitglieder hat, vollumfänglich arbeiten. Die Aufgabe, die er sich gestellt hat, wird Jahre in Anspruch nehmen. Erste Schritte sind aber schon gemacht. So fertigt das Ingenieurbüro Trabert (Geisa) ein Statikgutachten. Diplom-Restauratorin Diana Hennig beschäftigt sich mit der Analyse der Mauerwerksbeschaffenheit und des Mörtels und trifft entsprechende Einschätzungen aus restauratorischer Sicht.

Erste Schätzugen haben einen Investitionbedarf von 1,17 Millionen Euro ergeben, erläutert Vereinsvorsitzende Zeitz. Gekümmert werden muss sich um das Fundament, Steine sind auszuwechseln. Gedacht wird an die Aufbringung einer transparenten Dachkonstruktion, die das Mauerwerk vor wetter- und umweltbedingten Einflüssen schützt.

Außerdem macht man sich in den Reihen des Fördervereins auch Gedanken über angemessene Nutzungformen für die Husenkirche. Erfahrungen am "Tag des Friedshofs" hat man bereits gemacht. Vorstellbar sei auch die Einrichtung eines Lapidariums, sagt Rosemarie Zeitz. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Steinwerken (Skulpturen, Sarkophage, Grabplatten), die bei Ausgrabungen oder Aufräumarbeiten gefunden wurden. yv

    
    

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