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Comödienhaus will sein humoristisches Profil schärfen

Bad Liebensteiner Theater richtet 2019 erstmals ein Satirefest aus und würdigt 100 Jahre Bauhaus

Das neue Theaterjahr fürs Bad Liebensteiner Comödienhaus hat begonnen. Das Programm für die Spielzeit 2019 liegt seit Ende des letzten Jahres vor.

Über 30 Vorstellungen sind im Spielplan eingetragen, der thüringenweit ausliegt. Foto: Göring  

BAD LIEBENSTEIN Es ist in einer Auflage von 15 000 Exemplaren erschienen und liegt thüringenweit aus. Das Comödienhaus soll sein humoristisches Profil schärfen. Doch die satirisch-ironische Schiene ist es nicht allein, die in diesem Jahr einen Schwerpunkt bildet. Intendant Dr. Christian Storch verwies bei der Vorstellung des Programms auch auf das Thema "100 Jahre Bauhaus". Gemeinsam mit der Kinder- und JugendKunstschule Wartburgkreis wurde ein Projekt entwickelt, das mehrere Veranstaltungen vorsieht und unter der Überschrift "spielhaus, lernhaus, bauhaus" steht. Dass man sich in Bad Liebenstein der wegweisenden Design- und Architekturschule zuwendet, hat einen ganz besonderen Grund. Walter Gropius, Gründer des Staatlichen Bauhauses, weilte 1924 in der Stadt, um Pläne für ein Fröbel-Haus vorzustellen. Zur Ausführung ist es nie gekommen. Aber man kann am Freitag, 21. Juni, im Rahmen einer Festveranstaltung auf Spurensuche gehen und sich selbst ein Bild machen, was sich Gropius seinerzeit vorgestellt hatte. Bereits am 25. Mai gibt es ebenfalls im Rahmen des Bauhaus-Geburtstages eine Veranstaltung, die die ganz große Ära der Filmmusik, die von den 1920er- bis zu den 1940er-Jahren reichte, thematisiert - mit Gesang, versteht sich: "Die goldene Zeit der UFA". Am 8. Juni indes heißt es zum Jubiläum "Willkommen und Abschied - 100 Jahre Bauhaus" mit dem Theater im Gewölbe Weimar. Und im August widmet sich "Das Prinzip COOP" mittels musikalischem Bühnenspiel dem Bauhaus. Gefördert wird das gesamte Projekt von der Bürgerstiftung Wartburgkreis und der Stadt Bad Liebenstein.

Es darf viel gelacht werden im Comödienhaus. In diesem Jahr ganz besonders. Denn vom 25. bis 28. April erlebt das Bad Liebensteiner Satirefest seine Premiere. Wilfried Schmickler, die "Herkuleskeule" Dresden, die "Magdeburger Zwickmühle" und die in Bad Liebenstein schon bestens bekannte Simone Solga machen hierzu ihre Aufwartung.

Dieses Schwerpunkt-Wochenende verheißt aber nicht allein augenzwinkernde Ironie. So darf man sich beispielsweise im Februar auf einen Karl-Valentin-Abend freuen. Anfang März gastiert Helmut Schleich mit dem Programm "Kauf du Sau!". Die beschwingte Komödie "Offene Zweierbeziehung" wird für Mitte Mai angekündigt. Ausbilder Schmidt würdigt im September ausführlich "Die Lusche im Mann", um nur einige Beispiele zu nennen. Das Komödiantische soll für Bad Liebenstein zu einem Alleinstellungsmerkmal werden, wünscht sich Intendant Storch, der recht zufrieden auf die vergangene Spielzeit zurückschaute. Man habe sich mehrfach über ausverkaufte Vorstellungen freuen können.

In 2018 habe man auch viele Besucher gewinnen können, die zum ersten Mal im Comödienhaus waren. Das Publikum komme inzwischen nicht nur aus dem Kernbereich Oberland/Bad Salzungen, sondern auch aus Eisenach, Ruhla, Wutha-Farnroda, der Rhön und den angrenzenden Gebieten des Kreises Schmalkalden-Meiningen. Auch mehr und mehr Touristen ziehe es in das kleine Theater. Mehr Resonanz, das räumt der Intendant ein, haben man von den regionalen Schulen erhofft und blickt dabei auf Schauspielangebote wie "Hamlet".

Shakespeare wird auch in diesem Jahr nicht fehlen. Die heitere Seite des Dichters kommt bei "Was ihr wollt" im November zum Tragen.

Überhaupt: Musikliebhaber kommen mehrfach in diesem Jahr auf ganz unterschiedliche Weise auf ihre Kosten. Einen ganz besonderen Leckerbissen verspricht Christian Storch für den 6. Juli. Die herausragende Pianistin Ragna Schirmer spielt "Liebe in Variationen" und verweist damit auf den 200. Geburtstag von Clara Schumann, die ihrerseits eine gefeierte Pianisten und Komponistin war.

Die Welt der Tasten erschließen auch "Queenz of Piano" mit ihrem Programm "Verspielt" Ende Juni. "Die Zauberflöte" gibt es als Singspiel im Juli. Erwähnt seien außerdem schon mal das Foyerkonzert der Musikschule Wartburgkreis im November, und gleich noch in diesem Januar das Singspiel "Im weißen Rössl" (19.1.). Das Melton Tuba Quartett gastiert Ende März. Gaby Albrecht stimmt in ihrem Konzert am 21. Dezember auf Weihnachten ein.

Nicht alles kann an dieser Stelle genannt werden. Der 60-seitige Spielplan verweist auf über 30 Vorstellungen. Sofern es der Spielplan zulässt, kann es auch noch zu kurzfristig angesetzten Veranstaltungen kommen. Denn das Haus steht ja auch Agenturen für deren Angebote offen. yv

    
    

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