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Drei Monate nach dem "Nein" kam nun doch noch ein "Ja"

Fusion zwischen dem Wartburgkreis und Eisenach soll zum 1. Januar 2022 kommen

BAD SALZUNGEN/EISENACH Drei Monate nach dem "Nein" zur Fusion gab es nun aus der Wartburgstadt ein entschiedenes, weil einhelliges "Ja" zum Zusammengehen mit dem Wartburgkreis.

Landrat Krebs wertet die Zustimmung aus Eisenach als "Befreiungsschlag".   » zu den Bildern

BAD SALZUNGEN/EISENACH Drei Monate nach dem "Nein" zur Fusion gab es nun aus der Wartburgstadt ein entschiedenes, weil einhelliges "Ja" zum Zusammengehen mit dem Wartburgkreis. Die CDU-Fraktion im Eisenacher Stadtrat hatte am Dienstag den Antrag eingebracht, auf den sich alle Fraktionen einigen und damit grünes Licht fürs Zusammengehen geben konnten.

"Der Stadtrat hat im Kern dem Zukunftsvertrag zugestimmt", befand Landrat Reinhard Krebs am Mittwoch nach der entscheidenden Stadtratssitzung. Es sind Ergänzungen vorgesehen, die auf dem Beschluss vom Dienstagabend fußen, "das Gesamtwerk aber nicht umstoßen", wie der Landrat erklärte. Mehrere Themenbereiche sind betroffen.

So geht es beispielsweise um eine gemeinsame regionale Wirtschaftsförderung. Sie soll mit der Stadt in einer Gesellschaft durch den Landkreis verwirklicht werden.

Genannt wird auch die touristische Vermarktung. Im Wartburgkreis gibt es vier touristische Zielgebiete. Die Stadt Eisenach, vertreten durch die Eisenach-Wartburgregion Tourismus GmbH (EWT) käme als fünftes hinzu. Die gemeinsame Vermarktung soll in einer Gesellschaft durch die Wartburgstadt realisiert werden.

Die Stadt Eisenach überträgt dem Kreis die Erwachsenenbildung (Volkshochschule). Sitz der VHS ist künftig Eisenach. Bad Salzungen ist als Außenstelle vorgesehen.

Für Eisenach soll es einen Sitz und eine Stimme in der Trägerversammlung des Job-Centers geben.

Übertragen wird dem Kreis außerdem die Straßenverkehrsbehörde und die Gewerbeaufsicht.

"Für uns ist das ein Befreiungsschlag nach den vielen Gesprächen", so Reinhard Krebs. Für den 25. März kündigte er einen ersten Arbeitstermin zur Fusion mit der Eisenacher Oberbürgermeisterin Katja Wolf an. "Ich möchte da Druck reinkriegen." Man könne auch schon an ersten Lösungen für die Übergangsphase arbeiten. Laut Landrat soll eine zeitweilige Stabsstelle mit den vorbereitenden Arbeiten zur Fusion beginnen.

Rund 150 städtische Mitarbeiter würden nach der Fusion von Eisenach zum Landkreis überwechseln. Keiner von ihnen müsse sich Sorgen um seine Weiterbeschäftigung machen, versicherte Krebs. Die meisten Eisenacher würden auch künftig ihren Arbeitsplatz in der Wartburgstadt haben.

So sieht es auch Oberbürgermeisterin Katja Wolf, die noch am Mittwoch ihre Mitarbeiter über den aktuellen Sachstand informierte.

Sie sieht in dem nun doch vom Eisenacher Stadtrat erteilten Fusionssegen mit dem Wartburgkreis eine wichtige Etappe. "Wir sind aber noch nicht über der Ziellinie", dämpfte Katja Wolf einen Tag nach der Abstimmung eine allzu große Euphorie. Dass der Beschluss der Stadträte einstimmig erfolgte, sei "so nicht zu erwarten gewesen". Die Räte seien ihrer Verantwortung gerecht geworden.

Auch sie verwies auf umgehende weiterführende Gespräche mit dem Landrat über die nächsten Schritte, denn man habe, um die Fusion nun noch einmal in einen Gesetzestext zu packen, eine ambitionierte Zeitschiene vor sich. Wolf erinnerte daran, dass die Legislaturperiode in Erfurt bald endet.

Gespräche mit dem Landesverwaltungsamt stünden ebenso auf dem Plan, um die Übergangsfrist bis zum 1. Januar 2022 zu gestalten. "Die nächsten Wochen bleiben anstrengend."

Für Eisenach werde es darum gehen, zu definieren, was der Markenkern der Stadt in Zukunft sein soll. Man verliere den Status als kreisfreie Stadt, werde große Kreisstadt, aber eben nicht Kreisstadt, womit eigentlich ein ganzes Stück Renommee verbunden sei. yv

    
    

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