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Seit mehreren Jahren wieder weniger Wildunfälle

BAD SALZUNGEN Die Verkehrsunfallbilanz im Altkreises Bad Salzungen bewegt für 2018 in etwa auf den Niveau des Vorjahres. 1526 krachte es im vergangenen Jahr und damit 45 Mal weniger als 2017.

So hat sich das gesamte Unfallgeschehen in den letzten Jahren entwickelt. Grafik: PI  

BAD SALZUNGEN Die Verkehrsunfallbilanz im Altkreises Bad Salzungen bewegt für 2018 in etwa auf den Niveau des Vorjahres. 1526 krachte es im vergangenen Jahr und damit 45 Mal weniger als 2017. Um die 1500 Unfälle - auf diesem Level hat sich das Geschehen in den letzten Jahren eingepegelt, beobachten Uwe Metz, Leiter der Polizeiinspektion Bad Salzungen, und Rainer Ackermann, der die Zahlen der Statistik gemeinsam mit seinem Chef erläuterte.

Neidhartshausen, der Bereich Erbsmühle zwischen Kaltensundheim/Kaltennordheim und Spahl - hier kamen im vergangenen drei Verkehrsteilnehmer ums Leben. "Jeder tödlich Verunglückte ist einer zu viel", betonte Uwe Metz bei der Vorstellung der Jahresstatistik. Dennoch könne man für 2018 noch von einem niedrigen Wert sprechen im Vergleich zu vorangegangenen Jahren und erst recht im Vergleich zur unmittelbaren Nachwendezeit, als man zeitweise 20 Tote und mehr zu beklagten hatte. "Es hat sich also etwas zum Positiven entwickelt", sagte Rainer Ackermann. Ein tödlich Verunglückter im Jahr 2017 - das ist bislang der absolute Tiefstand gewesen.

Auch die Zahl der Verletzten ist im vergangenen Jahr wieder leicht gestiegen. Sie lag laut Statistik bei 302, ein Jahr zuvor waren es noch 265. 65 Personen erlitten schwere Verletzungen, fünf weniger als 2017.

Auf den Bundesstraßen, die durch den südlichen Wartburgkreis verlaufen knallte es 402mal. Auf den Landesstraßen kam es zu 364 Unfällen, Auf den Kreisstraßen wurden 88 Unfälle gezählt, auf 672 Unfälle wurden auf anderen Straßen. Die meisten Unfälle ereigneten sich im Mai letzten Jahres (156). Der statistisch unfallträchtigste Wochentag war der Freitag (26) und die meisten Unfälle von der Uhrzeit her betrachtet gab es zwischen 14 und 16 Uhr (246).

Es überwogen die Unfälle, die sich innerhalb geschlossener Ortschaften ereigneten (966) gegenüber 560 Unfällen außerhalb der Orte.

Bei den Verkehrsunfällen mit Personenschaden, bei schwerwiegenden Unfällen mit Sachschaden sowie bei den Alkoholunfällen lag die Hauptunfallursache auch im vergangenen Jahr wieder beim zu schnellen Fahren. Anteilig sind das 23,8 Prozent, womit ein leichter Rückgang von 2 Prozent zu verzeichnen war. Weitere Unfallursachen der reihe nach: Missachtung der Vorfahrt (18,1 Prozent), ungenügender Sicherheitsabstand (12,8 Prozent)sowie Fahren unter Alkohol bzw. Drogen (11,4 Prozent) sowie Fehler beim Abbiegen und Wenden (10,7 Prozent).

Die Zahl der Alkoholunfälle stieg in 2018 auf 26 (+6). Und auch die Zahl der Alkoholunfälle stieg (12, +6). Dabei erlitten 16 Personen Verletzungen (+9). In der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen fielen bei Kontrollen fünf Fahrer auf, die unter Alkohol/Drogen standen. Zwei reine Drogenunfälle wurden registriert.

Mehr Unfälle mit Personenschaden gab es im vergangenen Jahr in der Gruppe der Kraftradfahrer (2018: 32; 2017: 21). Auch bei den Moped- und Mofafahrern erhöhte sich die Unfallzahl mit Personenschaden. In diesem Bereich gab es drei Schwer- und 18 Leichtverletzte.

Mehr Unfälle, in die Fahrradfahrer verwickelt waren, wurden im letzten Jahr aufgenommen (2018: 37; 2017: 21). 13 Radler erlitten schwere Verletzungen, 24 leichte. Aber es kam kein Radfahrer ums Leben.

Auch mehr Fußgänger kamen im vergangenen Jahr zu Schaden (2018: 19; 2017: 11).

Leicht gesunken ist der Anteil junger Fahrerinnen und Fahrer, die an Verkehrsunfällen beteiligt waren (2018: 221, -24 oder -1 Prozent zu 2017). In dieser Altersgruppe sank auch die Zahl der verursachten Unfälle mit Personenschaden (2018: 35; 2017: 40), ließ Rainer Ackermann wissen

"Die Gesellschaft altert insgesamt, bleibt dabei aber mobil. Auf dem Land ist man außerdem eher auf ein eigenes Fahrzeug angewiesen", erklärter Uwe Metz mit Blick auf die Verkehrsteilnehmer, die 65 Jahre und älter sind. Deren Anteil wächst beständig. Diese Altersgruppe war im vergangenen Jahr an 277 Unfällen (+9) beteiligt. Das sind 18.1 Prozent aller registrierten Verkehrsunfälle. Damit haben die Senioren den jungen Fahrern inzwischen den Rang abgelaufen, heißt es hierzu von der PI Bad Salzungen. Ganz allein auf das Konto der Senioren gingen von diesen 277 Unfällen 210. Dabei wurden 54 Personen verletzt. Oft wurde dabei die Vorfahrt nicht beachtet.

Positiv: 2018 war ein schulwegunfallfreies Jahr.

Positiv auch: Es wurden weniger Unfallfluchten registriert. (2018: 326; 2017: 344).Auch die zahl der Unfallfluchten mit Personenschaden ging ganz leicht zurück (2018: 12; 2017: 13). Ob mit oder ohne Personenschaden - die Aufklärungsquote bei den Unfallfluchten hat sich 2018 etwas zurückentwickelt.

Seit 2016 erfasste die Polizeiinspektion Bad Salzungen immer mehr Wildunfälle. Zuletzt, also 2017 lag die Zahl bei 357. Nun gab es 2018 erstmal wieder einen Rückgang. 295 Wildunfälle wurden gemeldet. Die B 19 von Breitungen ist Etterwinden, die B285 (insbesondere Langenfelder Wald), die B 84 (von Dönges bis Buttlar) und die B 62 von Barchfeld bis Vacha fielen dabei besonders auf. Auch zwischen Wiesenthal und Geisa, zwischen Bad Liebenstein und Glasbach und zwischen Hartschwinden und Springen kam es gehäuft zu Wildunfällen. Das Rehwild war dabei in 203 Fällen beteiligt, Wildschweine kamen in 42 Fällen unter die Räder oder zumindest gegen das Auto. Dachs, Fuchs, Hasen und Waschbären machten ferner die Straßen unsicher.

Die Gesamtschadensbilanz aller registrierten Verkehrsunfälle beträgt nach Polizeiangeben rund 4,11 Millionen Euro (2017: ca. 4,16 Millionen Euro). yv

    
    

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