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"Inklusion bedeutet ein selbstbestimmtes Leben"

"Gib niemals auf": Bilanz mit nach den Workshops für Behinderte und deren Angehörige

BAD SALZUNGEN Vier Workshops für Menschen mit Behinderungen, ihre Angehörigen und weitere Interessierte hatte die der Förderverein der Initiative "Gib niemals auf!" im vergangenen Jahr angeboten.

Für Günther Schwarze, Vorsitzender des Fördervereins der Initiative "Gib niemals auf!" sind die Erkenntnisse aus den Workshops vom vergangenen Jahr wichtige Anhaltspunkte für die weitere Arbeit. Foto: Göring  

BAD SALZUNGEN Vier Workshops für Menschen mit Behinderungen, ihre Angehörigen und weitere Interessierte hatte die der Förderverein der Initiative "Gib niemals auf!" im vergangenen Jahr angeboten. Aus diesen themenspezifischen Veranstaltungen heraus wurden Forderungen formuliert. Aber auch Vorhaben wurden benannt, die zu regelmäßigen Angeboten für Behinderte und Nichtbehinderte ausgebaut werden sollen. Erste Schritte wurden bereits gemacht.

INFO

Kontakt:

Günther Schwarze,

Mail: gibniemalsauf@online.de

EUTB-Beratung . guenther.schwarze.eutb@vsbi-online.de

(01 70) 5 31 36 22, (01 79) 4 4 704 90

Café B

Entleich 6, Bad Salzungen

(0 36 95) 6 89 88 89


Für Günther Schwarze, Vorsitzender des Fördervereins der Initiative "Gib niemals auf!" und seit dem vergangenen Jahr auch Unabhängiger Teilhabeberater (EUTB) in der Region Bad Salzungen, kann Inklusion nur eines bedeuten: "Ein selbstbestimmtes Leben für Behinderte."

Die unmittelbar und mittelbar Betroffenen sollen aber nicht nur beratende Hilfe bekommen, sondern selbst aktiv eingebunden werden, wenn es darum geht, das Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Daher entschloss sich der Förderverein, die Workshops anzubieten, um überhaupt erst einmal zu thematisieren, welche Bereiche die Behinderten und ihr Umfeld besonders interessieren, welche Probleme damit verbunden sind und welche Lösungsansätze es geben könnte. So wurden die Themen "Persönlicher Assistent/Persönliches Budget", "Integrierter Teilhabeplan" (Bedarfsermittlung), "Arbeit und Bildung" sowie "Selbstbestimmtes Wohnen" aufgegriffen.

Bei aller Unterschiedlichkeit der Themen, die von den Workshop-Besuchern besprochen wurde, habe sich in der Gesamtauswertung ein Problem wie eine roter Faden durch die angesprochenen Bereiche gezogen - nämlich der Umstand, dass sich die Betroffenen oft an mehrere und verschiedene Träger wenden müssen, bis eine Lösung für ein und dasselbe Problem angeboten werden kann. "Sozialamt, Versorgungsamt, Gesundheitsamt, Krankenkasse - das sind viele Anlaufstellen und das ist ein Kritikpunkt, der nicht nur von mit gerügt wird", sagt Günther Schwarze. Mehr Einfühlungsvermögen der beratenden Personen wünschen sich die Behinderten ebenfalls, haben die Workshops ergeben. "Die Behinderten spüren oft zu wenig Interesse für ihre speziellen Anliegen", fasst Günther Schwarze zusammen.

Aus diesen Problemlagen heraus ergibt sich eine konkrete Forderung der Workshop-Teilnehmer: die Bildung eines Bürgerbeirates für Inklusion, der dem Behindertenbeauftragten des Landkreises als beratendes Gremium zur Seite gestellt werden soll.

Außerdem befürwortet man einen hauptamtlichen Behindertenbeauftragten auf Kreisebene.

Auch spricht man sich für einen Ehrenamtskoordinator aus.

Weitere Ideen, die aus den Workshop-Gesprächen resultieren, beziehen sich auf Angebote der Begegnungsstätte Café B, die vom Förderverein gemeinsam mit dem Verein zur sozialen und beruflichen Integration (VSBI) betrieben wird. Das Café B befindet sich seit Anfang dieses Jahres am Entleich 6 in Bad Salzungen. Erstens: Behinderte wünschen sich, dass die Informationsveranstaltungsreihe ähnlich der Workshops vom vergangenen Jahr fortgeführt wird. Hier könnten ihren Vorstellungen zufolge beispielsweise Themen wie "Wohnen" und "Arbeiten mit Behinderung" noch einmal aufgegriffen und vertieft werden, so der Vorsitzende des Fördervereins der Initiative "Gib niemals auf!":

Der "Kaffeeklatsch mit Norma" läuft bereits jeden ersten und dritten Montag im Monat. Dieser rahmen bietet Behinderten und Nichtbehinderten Gelegenheit zum lockeren Austausch im Café B.

Angedacht ist darüber hinaus eine weitere Veranstaltungsreihe unter der Überschrift "Singen mit Klaus", die einmal monatlich angeboten werden könnte.

Angeboten werden soll in Zusammenarbeit mit dem Familienentlastenden Dienst außerdem einmal in der Woche (mittwochs von 15 bis 18 Uhr) die Betreuung von Behinderten, deren Angehörige diese Zeit für wichtige Behördengänge oder andere Besorgungen nutzen können.

Generell besteht seitens des Fördervereins der Initiative "Gib niemals auf!" großes Interesse an der Pflege und dem Ausbau bestehender Partnerschaften mit anderen Vereinen/Trägern, betont Günther Schwarze. Er denkt dabei etwa an die Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt oder der Stiftung Bildung & Handwerk (SBH).

Ehrenamtliche Helfer mit und ohne Behinderung, die die Angebote im Café B mitorganisieren, sind außerdem nach wie vor gesucht und gefragt. Günther Schwarze blickt dabei zuversichtlich in die Zukunft: "Ich bin sehr optimistisch, dass es vorwärts geht." yv

    
    

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