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Werra-Ulster-Weser-Fonds: Geld für weitere Projekte in der Bergbauregion

VACHA Ein zweites Mal wurde aus dem Werra-Ulster-Weser-Fonds Geld bereitgestellt. Thüringen und Hessen teilen sich die Förderung des Bundesumweltministeriums in Höhe von einer Million Euro.

Im Bild (v. l.): Rüdiger Katzmann (Angelverein Gerstungen), Michael Janus (ev.-luth. Kirchgemeinde Lauchröden), Roland Ernst (Bürgermeister Unterbreizbach), Manfred Grob (hier als Vertreter der Krayenberggemeinde), Udo Schilling (RAG LEADER-Vorsitzender Wartburgregion), Christian Hirte (MdB), Sylvia Hartung (Bürgermeisterin Gerstungen), Martin Müller (Bürgermeister Vacha) und René Weisheit (Bürgermeister Stadt Werra-Suhl-Tal). Foto: Göring  

VACHA Ein zweites Mal wurde aus dem Werra-Ulster-Weser-Fonds Geld bereitgestellt. Thüringen und Hessen teilen sich die Förderung des Bundesumweltministeriums in Höhe von einer Million Euro. Mit der Finanzspritze sollen die vom Bergbau betroffenen Regionen weiterentwickelt und aufgewertet werden. 13 Projektanträge wurden nun auf Thüringer Seite positiv beschieden.

Die Regionale Arbeitsgemeinschaft LEADER (RAG) hat namens des Wartburgkreises die Koordination des Antragsverfahrens und der Mittelvergabe übernommen. Insgesamt 18 Anträge wurden gestellt, ließ der RAG-Vorsitzende Udo Schilling bei der Bescheid-Übergabe am Mittwochnachmittag in Vacha wissen. Die Förderbeträge decken in der Regel 60 Prozent der Bruttokosten ab.

Dass die Antragssteller am Mittwoch nach Vacha gerufen worden waren, um ihre Bescheide entgegenzunehmen, hatte einen guten Grund. Denn auch hier werden Projekt aus dem Fonds gefördert. Zum Beispiel geht es um die Neugestaltung des Spielplatzes am Kläschenbrunnen. Der hat zwar schon Gestalt angenommen, soll aber noch ausgebaut werden. Bürgermeister Martin Müller nannte den Aufbau weiterer Spielgeräte. Dazu gehören beispielsweise eine Kletterpyramide, ein Bodentrampolin und Sitzgelegenheiten. Mitglieder des Vachaer Caritas-Jugend-Teams haben bereits vorbereitende Arbeiten geleistet und den Zaun repariert und gestrichen, die Hecken geschnitten und auch die Einlässe für die Spielgeräte vorbereitet. Der Ausbau des Spielplatzes wird mit 9000 Euro gefördert. Ebenfalls in Vacha soll ein touristisches Leitsystem aufgebaut werden, um auf die Sehenswürdigkeiten der Stadt besser aufmerksam machen zu können. Rad- und Wanderwege sollen damit ebenfalls beworben werden. Vermitteln will man außerdem Infos aus der Geschichte der Stadt. Das wird mit 21 750 Euro gefördert.

Geld aus dem Fonds gibt es für ein gemeindeübergreifendes Projekt, das Unterbreizbach, Vacha und die Krayenberggemeinde gemeinsam eingereicht haben. Mit 42 000 Euro gefördert wird die Erarbeitung einer regionalen Entwicklungsstrategie, die in die weitere Zukunft und auch länderübergreifend bis Hessen wirken soll.

Für den Bau einer Skater-Anlage im Ortsteil Kieselbach der Krayenberggemeinde stehen nun 37 800 Euro zur Verfügung.

In Unterbreizbach selbst gibt es zwei Projekte, die eine Förderung erhalten. Zum einen geht es um "Wege ans Wasser" und damit die Nutzung der vorhandenen landschaftlichen Potenziale durch Erlebbarmachung der Ulster, wie es in der Begründung heißt. So soll ein Radweg entlang der Ulster entstehen. Auch geht es um die Schaffung von Aufenthaltsmöglichkeiten. 95 211,90 Euro stellt der Fonds bereit.

Ein weiteres Projekt in Unterbreizbach betrifft die Umgestaltung des Festplatzes. Hier soll u. a. ein Wasserspielplatz mit Umweltbildungselementen entstehen. Später soll noch ein Wohnmobilstellplatz realisiert werden.

95 843,79 Euro werden hierfür bereitgestellt.

Der Angelverein Gerstungen erhält 5754,47 Euro als Förderung für den Erhalt von Gebäuden im Werra-Hochwasserschutzgebiet. Konkret geht es insbesondere um die Sanierung des Daches des Pumpwerkhäuschens. Hier werden Arbeitsgeräte zur Landschaftspflege aufbewahrt.

Die Sanierung des Sanitärgebäudes des Schwimmbades in Berka/Werra als Teil der Stadt Werra-Suhl-Tal wird ebenfalls gefördert - und zwar mit 33 000 Euro.

Die Gemeinde Gerstungen hat vier Förderanträge gestellt und erhält Geld für die Konzeption GrenzPark Werratal (20 201,44 Euro), die Modernisierung des Eingangsbereiches des Schlosses Gerstungen (20 945,55 Euro), den Fassadenanstrich des Schlosses (Nordflügel, 35 218,58 Euro) sowie für den Lückenschluss des Werratalradweges in Gerstungen (43 260 Euro).

Die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Lauchröden erhält eine Förderung in Höhe von rund 10 000 Euro für die Sanierung der Holland-Orgel.

Der Werra-Ulster-Weser-Fonds wurde auf Initiative der Bundestagsabgeordneten Christian Hirte (CDU) aus Thüringen und Michael Roth (SPD) aus Hessen geschaffen. "Kali + Salz spielt eine große Rolle in der Region, ist ein wichtiger Arbeitgeber", sagte Hirte, der ebenfalls zur Förderbescheid-Übergabe gekommen war. Der Bergbau sei aber auch mit erheblichen Eingriffen in die Natur und mit Folgelasten verbunden, ergänzte er.

Das Geld aus dem Fonds soll der Realisierung von Projekten in den Gebieten rund um die Kaliabbauanlagen ermöglichen und Nachteilsausgleiche schaffen. Gefördert werden Vorhaben aus den Bereichen Arbeit und Wirtschaft, Bildung, Kinder- und Jugendarbeit, Kultur, Sport, Umwelt-, Gewässer- und Klimaschutz, Freizeit und Tourismus sowie ehrenamtliches Engagement. yv

    
    

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