» zur Übersicht Bad Salzungen
    
Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text   


Gegner der Trassen stellen eigenes Gutachten in Berlin vor

BERLIN/WARTBURGREGION/SCHMALKALDEN-MEININGEN Die Bundesnetzagentur wird den Verlauf der geplanten Stromtrasse Suedlink im Laufe den Jahres bekannt geben.

Bürgermeister und Pfarrer riefen vor zwei Jahren zum Protest gegen Südlink auf. Foto: Erik Hande  

BERLIN/WARTBURGREGION/SCHMALKALDEN-MEININGEN Die Bundesnetzagentur wird den Verlauf der geplanten Stromtrasse Suedlink im Laufe den Jahres bekannt geben. "Viele nahmhafte Wissenschaftler bezweifeln, genau wie die Bürgerinitiativen und Vereine gegen den Suedlink, die Sinnhaftigkeit dieser Trassen. Sie verhindern eine dezentrale, bürgernahe Energiewende zu Gunsten der Großkonzerne und deren Profit", lautet die zentrale Kritik von Heiko Ißleib, dem 1. Vorsitzenden des Vereins "Thüringer gegen Südlink". Dies sei Ausdruck einer verfehlten Energiepolitik.

Im jetzt zum Beschluss vorliegendem Netzentwicklungsplan 2030 würden viele Dinge und Belange für eine sinnvolle und zukunftsfähige Energieversorgung nicht berücksichtigt, heißt es weiter in einer Mitteilung des Vereins. Die vorliegenden Ergebnisse basieren aus dessen Sicht auf veralteten Erkenntnissen und den Wünschen der Netzbetreiber.

"Um diese Fehler in der Planung offen zu legen, hat der Verein ,Thüringer gegen Suedlink‘ zusammen mit anderen Bündnissen und Bürgerinitiativen eine eigene Studie zur Netzentwicklung und des Energiebedarfs in Auftrag gegeben", lässt der Verein wissen.

Hierfür habe man Prof. Dr. Lorenz Jarass, einen führenden Experten auf dem Gebiet, gewinnen können. Der mittlerweile emeritierter Professor für Wirtschaftswissenschaften stellt die Untersuchungsergebnisse am 16. Januar in Berlin vor.

Sowohl Heiko Ißleib als auch der 2. Vorsitzende des Vereins, Jürgen Hermann, wollen aus diesem Anlass in die Bundeshauptstadt reisen.

Auftraggeber des Gutachtens ist der "Initiativkreis NEP 2030", der von Bürgerinitiativen, der Nürnberger N-ERGIE Aktiengesellschaft, dem BUND Naturschutz, den NaturFreunden Deutschlands, Vereinen, zahlreichen Kommunen und durch den Würzburger Rechtsanwalt Wolfgang Baumann getragen und unterstützt wird. Nach eigenen Angaben bilden die Dachverbände der Bürgerinitiativen gegen Suedlink, Südostlink, Ultranet und Juraleitung für den Widerstand gegen den geplanten Netzausbau eine deutschlandweite Allianz und sind in Kooperation mit dem Initiativkreis Veranstalter der Pressekonferenz.

Dem Verein "Thüringer gegen Südlink" gehören nach Heiko Ißleibs Angaben inzwischen 60 Mitglieder an. Oberstes Vereinsziel ist die Verhinderung des Gesamtvorhabens Suedlink. red

    
    

Diesen Artikel

    
    

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

aufgrund der Corona-Krise mit ihren schlimmen wirtschaftlichen Auswirkungen – auch für unsere Verlagsgruppe – wird die Mittwochsausgabe des WOCHENSPIEGELs vorerst bis Ende April eingestellt.
Am Wochenende werden Sie aber – wie gewohnt – auch weiterhin einen WOCHENSPIEGEL in Ihrem Briefkasten finden.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!


Wochenspiegel Thüringen-Ausgaben vom 30.05.2020

    
    
    
    

Online-Anzeigenannahme 

Möchten Sie eine Anzeige aufgeben? Hier können Sie bequem Ihre Anzeige verfassen. »mehr
    
    

Mediadaten 

Die gesamte Preisliste mit Preisen für Kombi-/ Einzelausgaben, technischen Angaben und vielen weiteren Informationen wie Verbreitungsgebiet und Erscheinungsweise finden Sie hier. »mehr
    
 
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.