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Zweimillionste Besucherin reiste aus Halle an

MERKERS Nomen est omen: Die zweimillionste Besucherin des Erlebnis Bergwerkes in Merkers trägt ausgerechnet den Nachnamen Merker.

Edith Merker aus Halle wurde als zweimillionste Besucherin von Uli Bödicker, Werksleiter für den Bereich Umwelt und kaufmännische Funktionen beim Werk Werra von K + S, mit Präsenten überrascht. Foto: Göring  

MERKERS Nomen est omen: Die zweimillionste Besucherin des Erlebnis Bergwerkes in Merkers trägt ausgerechnet den Nachnamen Merker. Edith Merker aus Halle/Saale wurde am Freitag gebührend empfangen, bevor sie sich mit ihren Familienmitgliedern in die Unterwelt begab.

AKTUELLER HINWEIS

Zur Vermeidung von Ansteckungsrisiken und zum Schutz von Besuchern und Mitarbeitern vor einer Corona-Infektion ist das Erlebnis Bergwerk Merkers ab dem 9. März vorsorglich bis auf Weiteres geschlossen. Das gilt auch für Konzerte und Sonderveranstaltungen. Hinweise zur Stornierung von Terminen entnehmen Gäste bitte den aktuellen Informationen auf www.erlebnisbergwerk.de. Zur Beantwortung von Fragen stehen die Besucherinformation und das Event-Management (Tel. 0 36 95/61 41 01 und 41 03) zur Verfügung. Das Unternehmen k+S informiert umgehend, sobald diese Vorsorgemaßnahme beendet ist und das Erlebnis Bergwerk Merkers wieder für Besucher geöffnet wird.


Die Seniorin fand erst einmal keine Worte. Wohl aber ihre goldene Grubenmarke. Die anderen Marken, die ausgehändigt worden waren, waren alle rot. Das musste ein Zeichen sein... Und tatsächlich verkündete Uli Bödicker, Werksleiter für den Bereich Umwelt und kaufmännische Funktionen beim Werk Werra von K+S, dass die Hallenserin diesen ganz besonderen Rekord geknackt hatte. Dafür gab es einen Blumenstrauß, etwas Geistreiches und einen Gutschein, mit dem Edith Merker eine Untertage-Veranstaltung ihrer Wahl besuchen kann. Außerdem wurden ihr und ihrer Familie am Freitag der Eintritt erlassen. Tolles Geschenk, fand die Überraschte, denn am Sonntag nach dem Bergwerksbesuch konnte sie im Kreise ihrer Lieben ihren 77. Geburtstag feiern.

Der war überhaupt der Anlass, warum die Kinder, die aus dem ganzen Bundesgebiet angereist kamen, mit der Mama nach Merkers kamen. Tochter Sylvia Merker verriet, dass ihr Vater selbst im Kalibergbau tätig war, und so die Verbindung doch herzustellen sei. Und dann noch der Nachname. Vielleicht werden sich noch alle Familienmitglieder am Ortsschild für ein Foto versammeln, sagte sie, bevor es abwärts ging.

Das Erlebnis Bergwerk Merkers der K+S Gruppe wird seit 29 Jahren betrieben. Jährlich besuchen nach Unternehmensangaben bis zu 80 000 Gäste das Bergwerk, um an einer Grubenfahrten teilzunehmen, ein Konzert im weltweit größten untertägigen Konzertsaal zu genießen oder kleinere und große Feiern - bis hin zu Eheschließungen in 800 Metern Tiefe - in der Atmosphäre eines Kalibergwerkes zu erleben.

Zwar kommt die Mehrzahl der Gäste laut K+S aus dem Einzugsbereich zwischen Kassel und Würzburg, Ostthüringen und dem Ruhrgebiet, doch haben auch schon Besucher aus Neuseeland, Alaska, Nord- und Südamerika, Asien und wohl fast allen europäischen Nachbarstaaten den Weg nach Merkers gefunden. Der bisher älteste von ihnen war ein 98-jähriger ehemaliger Kohlekumpel aus dem "Ruhrpott".

Nach wie vor machen Schulklassen eine großen Anteil in der Besucherstatistik aus. Für sie bietet das Bergwerk neben dem Erlebnis der Grubenfahrt auch praktischen Anschauungsunterricht in verschiedenen Schulfächern. Beliebt sind die Touren aber auch als Ziel für Gruppen- und Busreisen, häufig in Verbindung mit dem Besuch anderer touristischer Ziele in der näheren Umgebung, wie zum Beispiel der Wartburg oder den Hersfelder Festspielen.

Ein Alleinstellungsmerkmal des Erlebnis Bergwerks Merkers sind die weltweit einzigartigen Attraktionen. Dazu gehört der Goldraum, in dem 1945 der Goldschatz der Reichsbank und Kunstgüter aus Berliner Museen eingelagert waren.

Den wahren Schatz von Merkers findet man heute in 800 Metern Tiefe in einer Grotte voller Salzkristalle, die größten von ihnen haben mehr als einen Meter Kantenlänge. Die Kristallgrotte, eine 18 Millionen Jahre alte Schöpfung des Rhönvulkanismus, zählt zu den bedeutendsten Geotopen in Deutschland und befindet sich in einer Reihe mit den Kreidefelsen von Rügen, der Fossilienfundstätte Grube Messel und der Insel Helgoland.Diese Besichtigungspunkte - wie auch die übrigen Stationen der rund dreistündigen Rundfahrt durch das Bergwerk - werden von Bergleuten erklärt, die auch auf die individuellen Fragen der Besucher eingehen. yv/red

    
    

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