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Freie Fahrt seit Donnerstag

Ortsumgehung B62 bei Leimbach und Kaiseroda übergeben

LEIMBACH/KAISERODA Um kurz nach 11 Uhr am Donnerstag endete das jahrzentelange Ringen um die B62-Ortsumfahrung Leimbach/Kaiseroda.

Normalerweise gibt es bei solchen Gelegenheiten einen Banddurchschnitt mit den Vertretern der am Bau beteiligten Behörden und Unternehmen. Die Pandemie machte so etwas unmöglich. Deshalb wurden die Verkehrskegel, die die Auffahrt zur Umgehung sperrten, einfach weggerückt. Foto: Göring  

LEIMBACH/KAISERODA Um kurz nach 11 Uhr am Donnerstag endete das jahrzentelange Ringen um die B62-Ortsumfahrung Leimbach/Kaiseroda. Die Verkehrsfreigabe des 4,7 Kilometer langen Neubaustücks musste allerdings ohne einen offiziellen Banddurchschnitt auskommen. Covid-19 machte eine große Feier unmöglich.

Die Freude über die Fertigstellung der Ortsumfahrung spiegelte sich in den Gesichtern etlicher Anwohner und der Mitglieder der Bürgerinitiative B62 Leimbach-Kaiseroda wider, die zur Auffahrt Richtung Bad Salzungen unweit des Hämbacher Kreisels gekommen waren. Auf den Plakaten, die sie zum Teil mitgebracht hatten, stand "Endlich! Danke!" zu lesen. "Ich freue mich. Ich hätte mir aber eine Feier gewünscht", meinte Leimbachs Bürger meister Kurt Senf zu den Umstände der Verkehrsfreigabe. Mit der Fertigstellung der Ortsumgehung werde gleichzeitig die alte B2 in Leimbach und Kaiseroda an die Gemeinde übergeben, ergänzte er. Sie soll in den kommenden Jahren saniert werden. Für mehr Verkehrssicherheit sollen der Ausbau der Gehwege und die Schaffung eines Fußgängerüberweges beim Netto-Einkaufsmarkt sorgen.

Egon Hauß, Mitglied der BI und Ortsteilbürgermeister von Kaiseroda, erinnerte daran, dass die Ortsumgehung ein "Gemeinschaftswerk" von vielen Beteiligten sei. Man habe seitens der BI viele Gespräche in Erfurt geführt, die noch bis in die Regierungszeit von Dieter Althaus zurückreichten. Nun sei man erleichtert, dass man in Leimbach und Kaiseroda den Verkehr endlich los sei.

Von einem "Jahrhundertereignis" sprach Bad Salzungens Bürgermeister Klaus Bohl. Denn auch für die Kreisstadt sei die Fertigstellung des neuen Abschnitts von großer Bedeutung, da die Stadt eines der Mittelzentren sei, die am schlechtesten ans Autobahnnetz angebunden seien. "Dieser Ausbau ist gut für die Anwohner, die Ortschaften und für uns alle." Nun fehle noch die Werraquerung von Barchfeld bis Bad Salzungen. Auch für die Einwohner von Merkers und Dorndorf müsse eine Lösung geben, forderte Bohl. Anerkennung zollte er dem drei Jahrzehnte währenden Kampf der Bürgerinitiative und dem Engagement der Bürgermeister Kurt Senf und Hermann Göring. Auch der Bundestagsabgeordnete Christian Hirte habe sich für die Realisierung des Projektes eingesetzt. Richtig Zug in die Sache sei mit dem früheren Thüringer Verkehrsminister Christian Carius gekommen, erinnerte er.

Die Neubaustrecke umfasst sieben Brücken, unter anderem die bereits 2016 in einem ersten Teilabschnitt fertiggestellte, fast 200 Meter lange Talbrücke über das Leimbachtal. Darüber hinaus waren u.a. sieben Regenrückhaltebecken, Entwässerungskanäle sowie eine Neuordnung des Wirtschaftswegenetzes notwendig. Im Vorlauf dieses 4. Bauabschnittes wurde der Verkehrsknoten B 62/ L 1120, das sogenannte Hämbacher Kreuz, als separate Um- und Ausbaumaßnahme bereits 2016 zum Kreisverkehr ausgebaut, teilte das Thüringer Verkehrsministerium mit. Das Bauvorhaben der Ortsumfahrung Leimbach/Kaiseroda wurde mit 20,96 Millionen Euro mehrheitlich aus dem Verkehrshaushalt des Bundes finanziert. Ein geringer Kostenanteil von 59 000 Euro wurde vom Wasser- und Abwasserverband Bad Salzungen getragen. Die Gesamtkosten für den Umbau des Hämbacher Kreuzes betrugen 1,3 Millionen Euro, von denen 884 000 Euro vom Bund und 423 000 Euro vom Land finanziert wurden. yv

    
    

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Wochenspiegel Thüringen-Ausgaben vom 23.05.2020

    
    
    
    

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