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Revitalisierung des "Schusterbaus" der "Johann-Gemmer-Grundschule" in Ahorn

Mit gleichzeitigem Neubau eines Lehrschwimmbeckens für die Region

AHORN "Unsere Kinder müssen Schwimmen lernen!" Dies war die einstimmige Meinung und Auffassung des Gemeinderates, nachdem 2013 das ehemalige Lehrschwimmbecken im Freizeitzentrum Witzmannsberg seinen Dienst einstellte.

So wird sich der nach seinem Architekten benannte "Schusterbau" der Johann-Gemmer-Grundschule in Ahorn nach der Fertigstellung des Lehrschwimmbeckens präsentieren. Entwurf: Gemeinde Ahorn  

AHORN "Unsere Kinder müssen Schwimmen lernen!" Dies war die einstimmige Meinung und Auffassung des Gemeinderates, nachdem 2013 das ehemalige Lehrschwimmbecken im Freizeitzentrum Witzmannsberg seinen Dienst einstellte. Jetzt, gute fünf Jahre später, ist es endlich soweit: Wir können mit dem Neubau eines Lehrschwimmbeckens an der Ahorner Grundschule beginnen.

Bis es dazu kam, war es ein langer Weg. Bereits zu der Zeit als Wolfgang Dultz Bürgermeister der Gemeinde Ahorn war, war das Bad im Freizeitzentrum Thema. Hohe Kosten, keine Förderung, ließen das Projekt immer wieder scheitern. Bürgermeister Finzel wollte es dabei nicht bewenden lassen. Es folgten heftige Diskussionen im Gemeinderat nach Vorschlägen der Verwaltung. Ein fortwährendes Suchen nach Förderungen der mehr als kostspieligen Projekte hat zu dem jetzigen Ergebnis geführt. Keine leichte Aufgabe für Bürgermeister, Gemeinderat und Verwaltung. Doch das Ergebnis kann sich sehen lassen und wird die Gemeinde Ahorn im Landkreis Coburg noch attraktiver machen. An dieser Stelle nochmals ein kurzer Rückblick auf die Entstehung:

2013 musste das Lehrschwimmbecken im Freizeitzentrum seinen Betrieb beenden. Auf Grund hoher Wasserverluste im Heizungsverlauf und den Wasserleitungen und eine nur noch im Notbetrieb laufende Heizung musste der Betrieb eingestellt werden. Eine Sanierung am bestehenden Standort war aufgrund der niedrigen Förderungen und nicht wirtschaftlichen Folgebetriebes unmöglich. Bei der Suche nach Alternativen entschied sich der Gemeinderat Ahorn auf Vorschlag der Bauverwaltung zu einem Neubau des Lehrschwimmbeckens an einem leerstehenden Teil der Grundschule in Ahorn. Hier kann die für das Bad erzeugte Wärme doppelt verwendet werden und dient daher gleichzeitig der Beheizung des großen Schulgebäudes. Zum anderen kommt hinzu, dass unsere Schulkinder keine langen Wege zum Schwimmbad mehr haben und der Unterricht findet damit mehr oder weniger vor Ort statt. Neben einer deutlich effizienteren Bewirtschaftung der Gebäude, ergeben sich zusätzlich deutlich bessere Fördervoraussetzungen für den Bau auf dem Schulgelände. Neben dem Bau des Lehrschwimmbeckens, der sich auf Keller- und Erdgeschoss, sowie einem Anbau mit der Schwimmhalle selbst erstreckt, wird gleichzeitig der restliche Gebäudeteil im Obergeschoss und den Seitenräumen gefördert. Durch die Sanierung entstehen hier Möglichkeiten der Erwachsenenbildung und Räume für den "Allgemeingebrauch". Die Förderung für beide Projekte wurde in einem engen Abstimmungsverfahren mit den Fachabteilungen der Regierung von Oberfranken in den vergangenen Jahren erarbeitet. So wurde unter anderem ein bereits so gut wie bestehender Förderbescheid zurückgegeben und nach Anhebung des Schwellenwertes für den Bau von Lehrschwimmbecken um mehr als 100.000 Euro war es der Gemeinde möglich, diese Mehrförderung für den Einbau eines Hubbodens in das Becken zu nutzen. Damit ist eine noch bessere Ausnutzung der Einrichtung gegeben und Kinder und Erwachsene profitieren von dieser Vorkehrung. Gefördert und damit mitfinanziert werden die Sanierung und der Neubau des Badbereiches durch Zuweisungen des Freistaates Bayern nach Art. 10 FAG mit einem Fördersatz von 60 %. Dies sind bei einem Kostenrichtwert von 2.285.700 Euro (Förderung ist gedeckelt) immerhin ca. 1.371.000 Euro. Der restliche, leerstehende Bereich des "Schusterbaus" wird durch die Bundesrepublik Deutschland im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogramms mit über 1.035.00 Euro gefördert. Für beide Teilbereiche hat die Regierung von Oberfranken Förderbescheide erlassen. Trotz einer guten Förderung fällt es der Gemeinde nicht leicht die neuen Projekte umzusetzen. Und es war nur möglich, da in den Vorjahren die Verschuldung der Gemeinde auf ein Mindestmaß reduziert wurde. Neben dem Schusterbau und dem Lehrschwimmbecken gilt es noch die Sanierung des Freizeitzentrums zu stemmen. Trotzdem hält der Gemeinderat nach wie vor an seinem Beschluss fest, die den Bürgern zugesagten Bauprojekte umzusetzen. Für die hier begonnene Baumaßnahme wurden bereits 70 % der vorgesehenen Baugewerke ausgeschrieben. Auf Grund der derzeitigen Hochkonjunktur der Bauwirtschaft liegen die Eigenanteile der Gemeinde dementsprechend hoch.

Die ursprüngliche Kostenschätzung bei Zuschussbeantragung lag bei 4.109.981,81 Euro

Geschätzte Fertigstellungskosten 4.574.531,09 Euro

Eigenanteil der Gemeinde nach Abzug von 2.406.000 Euro

Förderung 2.168.531,09 Euro

Eine enormer finanzieller Aufwand für die kleine Kommune Ahorn. Damit sich eine solche Investition auch zum Teil rechnet und nicht umsonst war, muss der Folgebetrieb gewährleistet sein. Hierzu hat die Gemeinde Ahorn Vereinbarungen / Verträge mit den benachbarten Kommunen geschlossen. Sie haben darin zugesagt, dass für den Lehrschwimmbetrieb der dortigen Schulen das Ahorner Becken genutzt wird. Für die Nutzung des restlichen Gebäudekomplexes warten bereits die VHS und die Wasserwachtortsgruppe Ahorn auf die Fertigstellung.

Fertig sind wir in Ahorn mit den Arbeiten an der Schule damit noch lange nicht. Bereits in den letzten Jahren wurde fast eine Million Euro für Vorwegmaßnahmen für die Generalsanierung der Grundschule in die Hand genommen. Dazu zählen die Ertüchtigung des Brandschutzes, die Auswechselung und die Fassadenerneuerung am sogenannten Hohen Haus. Dies ist nur ein kleiner Bestandteil der noch durchzuführenden und noch zu beantragenden Generalsanierung der Schule. Auch hierfür ist noch ein großer Arbeitsaufwand für Gemeinderat und Verwaltung notwendig.

    
    

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