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Kunst statt Waffen - Anmalen gegen den Krieg

Ausstellung "Flucht + Hoffnung" bis 19. April im Gemeindezentrum Katharina von Bora

COBURG Mit einem bewegenden Gottesdienst eröffnete die Katharina von Bora Gemeinde eine besondere Ausstellung: Unter dem Titel "Flucht + Hoffnung" zeigt der aus Aleppo stammende Syrer Ghazwan Assaf seine ganz persönlichen Bilder.

Ghazwan Assaf vor dem Titelbild der Ausstellung "Flucht + Hoffnung. Foto: Johannes Dorn  

COBURG Mit einem bewegenden Gottesdienst eröffnete die Katharina von Bora Gemeinde eine besondere Ausstellung: Unter dem Titel "Flucht + Hoffnung" zeigt der aus Aleppo stammende Syrer Ghazwan Assaf seine ganz persönlichen Bilder. Das Malen hat ihm einen Weg eröffnet, seine Eindrücke und Emotionen von Krieg und Flucht zu verarbeiten und kommunizieren.

Damit drückt er aus, wo anderen die Worte fehlen und öffnet Menschen, die diese Erfahrung nicht teilen, einen Blick auf die verletzten Seelen der Geflüchteten.

Den Geschichten von Krieg und Flucht gab auch der Gottesdienst Raum. Eine Videoinstallation mit Bildern von Aleppo vor und nach der Zerstörung stimmte die Besucher auf das Thema ein. Susanne Kleiner, die hier lebende syrische Familien intensiv unterstützt und begleitet, hatte in den Wochen zuvor persönliche Kriegs- und Fluchterfahrungen gesammelt. Diese wurden gerahmt von Glockenton, Klage und Dank im Gottesdienst vorgetragen. Als Zeichen der Klage legte ein Junge aus Aleppo Steine auf die syrische Flagge, - die Rosen stehen für die Hoffnung auf Frieden und Neuanfang.

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von einer Komposition des Exillibanesen Naji Hakim "Aalaiki’ssalaam" - unterlegt von Einspielern zweier syrischer Kinder. Eindrucksvoll fragten sie auf Arabisch: "Wo ist meine Heimat? Was geschieht mit meiner Familie, meinen Freunden, meinem Land? Ohne den Krieg hätten wir eine gute Zukunft". Im Verlauf des Gottesdienstes sang der in Coburg lebende Iraker Wissam Abdelatif im Wechsel mit der Gemeinde "Schukrran lillahi - Wir danken Gott" - ein traditionelles arabisches Lied.

Beim anschließenden Brunch gab es regen Austausch mit dem jungen Künstler und die Gelegenheit, die Bilder eingehender zu betrachten.

Die - zum Teil von weither angereisten - Besucher/innen waren sich einig: Wir waren heute Teil eines berührenden Momentes.

Die Ausstellung ist bis einschließlich Karfreitag, 19. April, bei Gottesdiensten und Veranstaltungen im Gemeindezentrum zu besichtigen. Terminvereinbarungen für gesonderte Besichtigungen sind übers Pfarramt ( 09561/30914) möglich.

    
    

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