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Eine königliche Liebe in prachtvoll-historischer Kulisse

COBURG Ihre Liebe ging in die Geschichte ein. Sie galten als das Traumpaar der britischen Monarchie im 19. Jahrhundert. Trotzdem wurde ihre außergewöhnliche Beziehung fast nie zum Stoff von Theaterinszenierungen.

Hochzeitsszene mit Marie-Sophie Weidinger als Queen Victoria und Valentin Fruntke als Prinz Albert. Foto: Liliana Merlin Frevel  

COBURG Ihre Liebe ging in die Geschichte ein. Sie galten als das Traumpaar der britischen Monarchie im 19. Jahrhundert. Trotzdem wurde ihre außergewöhnliche Beziehung fast nie zum Stoff von Theaterinszenierungen. Rund 180 Jahre nach ihrer Hochzeit ist die besondere Liebes- und Lebensgeschichte von Queen Victoria und Prinz Albert zum Inhalt eines Musicals geworden. "Albert und Victoria - Die Liebe des 19. Jahrhunderts" lautet der Titel des bislang einzigen Musicals über das königliche Traumpaar. Zum Jubiläum des 200. Geburtstags von Queen Victoria und Prinz Albert, das die Stadt Coburg mit verschiedenen Veranstaltungen feiert, wird das Musical ab Ende August an zehn Terminen vorerst letztmals aufgeführt.

Im Musical dient der prächtige Saal mit seiner kunstvollen Stuckdecke und den imposanten Atlas-Figuren, die ihm seinen Namen geben, als Kulisse für die königliche Hochzeit, eine Ballszene und die außergewöhnliche Liebesgeschichte des Paares. Geschrieben und komponiert wurde das Musical "Albert und Victoria - Die Liebe des 19. Jahrhunderts" von der freischaffenden Sängerin, Schauspielerin und Autorin Ulrike Barz-Murauer, die auch Regie führt und 2008 auf die außergewöhnliche Geschichte aufmerksam geworden war, als sie beruflich bedingt nach Coburg zog. Neugierig geworden, habe sie nachgeforscht und festgestellt, "dass man in jeder Monarchie Europas mindestens einen Coburger findet". Die Coburger Fürstenfamilie habe damals eine recht geschickte Heiratspolitik verfolgt. Das Besondere an der Beziehung von Albert und Victoria sei allerdings gewesen, dass es sich um eine Liebesheirat gehandelt habe. Wie sich Albert und Victoria zum ersten Mal im Alter von 17 Jahren begegneten, wie sie sich schließlich drei Jahre später ineinander verliebten als Victoria bereits zur britischen Monarchin und mächtigsten Frau der Welt gekrönt worden war, welche Herausforderungen die Ehe für die beiden brachte und wie sie die Erziehung ihrer insgesamt neun Kinder gestalteten, das erzählt das Musical. Über einen Zeitraum von drei Jahren recherchierte Ulrike Barz-Murauer anhand von originalen Tagebuch-Einträgen und Briefen des Paares die Geschichte. Sie komponierte nahezu sämtliche Lieder, schrieb die Texte und führte schließlich auch noch Regie. Dabei war es ihr besonders wichtig eine positive Geschichte zu erzählen. Der frühe Tod von Prinz Albert im Alter von 42 Jahren wird im Musical bewusst nicht thematisiert. Ihr sei es wichtig gewesen, dass es "ein konstruktives Ende" gebe und "dass man die Probleme, die man anspricht, sozusagen auch zur Lösung bringt". Den besonderen Charme der Produktion machen auch die beiden Hauptdarsteller Valentin Fruntke und Marie-Sophie Weidinger als royales Liebespaar aus, die zur Original-Besetzung des 2016 uraufgeführten Werks gehören und bei der aktuellen Produktion wohl zum letzten Mal teilnehmen werden, da beide mittlerweile eigene Schauspiel- und Musical-Karrieren verfolgen. Zudem ermöglichen die klimatischen Bedingungen im Schloss nur wenige Aufführungstermine. So lässt sich der Riesensaal lediglich Ende August und im September bespielen. Denn zwischen Darstellern und Publikum ist durchaus Interaktion erlaubt, so könne die Zuschauer gerne mitsingen und mitklatschen, beispielsweise bei der Hochzeitsszene. Veranstaltet wird das Musical "Albert und Victoria" vom "Förderverein Kleinkunst und Varieté im Raum Coburg" unter der Produktionsleitung von Siegfried Pecher. Die Aufführungstermine von "Albert und Victoria - Die Liebe des 19. Jahrhunderts" sind am: Donnerstag, 29. August, Freitag, 30. August, Samstag, 31. August sowie am Donnerstag, 12. September, Freitag, 13. September, Samstag, 14. September, Sonntag, 15. September, Donnerstag, 19. September, Freitag, 20. September und Samstag, 21. September jeweils um 19.30 Uhr (Einlass 19 Uhr) im Riesensaal von Schloss Ehrenburg (Schlossplatz 1, 96450 Coburg). Tickets gibt es in allen Filialen der VR-Bank Coburg, in der Touristinformation Coburg (Herrngasse 4, 96450 Coburg).

    
    

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