» zur Übersicht Coburg
    
Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text   


Cholesterin - lebenswichtig und doch gefährlich!

Apothekerin Petra Schreeck gibt den WochenSpiegel-Lesern Gesundheitstipps

Schätzungsweise über die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland lebt mit einem erhöhten Cholesterinspiegel und somit möglicherweise auch mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Apothekerin Petra Schreeck.  

Schätzungsweise über die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland lebt mit einem erhöhten Cholesterinspiegel und somit möglicherweise auch mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Woher kommt mein Cholesterin?

Cholesterin ist grundsätzlich wichtig und lebensnotwendig für uns. Ohne diese fettähnliche Substanz kann unser Körper weder stabile Zellwände aufbauen noch wichtige Hormone bilden. Gallensäuren zum Fettabbau würden fehlen und der Körper könnte kein Vitamin D mehr bilden. In der Leber als zentralem Organ des Fettstoffwechsels werden, je nach Bedarf, täglich zwischen 1-2 g Cholesterin im Körper hergestellt. Nur ein geringer Teil wird direkt über die Nahrung aufgenommen. Ein stoffwechselgesunder Mensch reguliert seinen Cholesterinspiegel über die passgenaue Eigenproduktion in den Leberzellen. Dieser Regelmechanismus kann jedoch durch eine erbliche Veranlagung, eine ungesunde Lebensweise, Stress oder durch Übergewicht dauerhaft aus dem Gleichgewicht gebracht werden.

Cholesterin als Blutwert

Um an die entsprechenden Körperzellen zu gelangen, muss das fettähnliche Cholesterin aus der Leber über das wasserhaltige Blut in die entsprechende Zelle transportiert werden. Damit es sich im wässrigen Blut nicht absondert, bindet sich das Cholesterin an Trägersubstanzen , sogenannte Lipoproteine. Die bekanntesten Lipoproteine sind das LDL und das HDL.

LDL kann besonders viel Cholesterin aufnehmen und transportiert dieses von der Leber zu den Organen. Befindet sich allerdings zu viel LDL-Cholesterin im Blut, setzt es sich leicht an den Gefäßwänden ab. Es kommt zu Verengungen der Blutgefäße und später auch zu Entzündungsgeschehnissen. Die sogenannte Arteriosklerose entsteht. Diese Ablagerungen bleiben meist unentdeckt, weil sie keinerlei Schmerzen verursachen. Umso ernster sollten Sie allerdings erste Symptome, wie stechenden Brustschmerz, stark schmerzende Beine beim Gehen oder Atemnot beim Treppensteigen nehmen. Denn ein vollständiger Gefäßverschluss kann zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Das LDL-Cholesterin wird deshalb auch als "schlechtes" Cholesterin bezeichnet.

Der natürliche Gegenspieler heißt HDL (Merksatz: "Hab-dich-lieb"-Cholesterin) und transportiert das nicht mehr benötigte Cholesterin aus den Körperzellen und Gefäßwänden zurück in die Leber. Dort wird es verarbeitet und abgebaut. Durch diesen Rücktransport werden die Blutgefäße geschützt und das Arteriosklerose-Risiko sinkt. Die Cholesterinwerte können mit Hilfe eines Bluttestes bei Ihrem Arzt oder auch mit einem Piks in die Fingerkuppe in der Apotheke ermittelt werden. Dabei sollte der Gesamtcholesterin-Wert kleiner als 200 mg/dl liegen. Ebenso wichtig ist das Verhältnis von "schlechtem" zu "gutem" Cholesterin. Hierbei gilt ein erniedrigter HDL-Wert als erheblicher Risikofaktor für die Entwicklung einer Arteriosklerose.

Was Sie gegen einen erhöhten Cholesterinspiegel tun können?

Neben einer medikamentösen Behandlung sind als wichtigste Maßnahmen mehr Bewegung und eine ausgewogene Ernährung zu nennen. Durch regelmäßiges, zügiges Spazierengehen, Walken oder Radfahren wird Übergewicht abgebaut. Das schädliche LDL sowie erhöhte Blutdruck- und Blutzuckerwerte sinken. Gleichzeitig lässt sich das gute HDL erhöhen. Somit können Sie selbst das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bzw. für einen Schlaganfall ein Stück weit minimieren. Neben der regelmäßigen Bewegung haben Sie die Möglichkeit über eine ballaststoffreiche Ernährung das Cholesterin im Darm zu binden und so aus dem Körper zu schleusen. Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmittel mit Weizenkleie, Flohsamen oder Hafer können diesen Prozess zusätzlich aktiv unterstützen. Außerdem sollten Sie mit Fetten sparsam umgehen und die gesättigten Fettsäuren (tierische Fette) möglichst durch ungesättigte Fettsäuren (Pflanzenöle, Seefisch) ersetzten. Meiden Sie zudem die versteckten Fette in Fertigprodukten, Gebäckstücken und Frittiertem. Ferner können die in Artischockenpräparaten enthaltenen Stoffe die Neubildung von Cholesterin in der Leber hemmen, sowie die Gallensäureproduktion fördern. Dies regt die Fettverdauung an und wirkt sich günstig auf den Cholesterinspiegel aus. Darüber hinaus können auch homöopathische Mittel Anwendung finden. Durch eine längerfristige ergänzende Behandlung kann damit oftmals die Dosis anderer Cholesterinsenker reduziert werden.

Weitere wertvolle Tipps zur Optimierung Ihrer Cholesterinwerte gibt Ihnen das Team der europa apotheke.

    
    

Diesen Artikel

    
    

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

aufgrund der Corona-Krise mit ihren schlimmen wirtschaftlichen Auswirkungen – auch für unsere Verlagsgruppe – wird die Mittwochsausgabe des WOCHENSPIEGELs eingestellt.
Am Wochenende werden Sie aber – wie gewohnt – auch weiterhin einen WOCHENSPIEGEL in Ihrem Briefkasten finden.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!


Wochenspiegel Thüringen-Ausgaben vom 19.09.2020

    
    
    
    

Online-Anzeigenannahme 

Möchten Sie eine Anzeige aufgeben? Hier können Sie bequem Ihre Anzeige verfassen. »mehr
    
    

Mediadaten 

Die gesamte Preisliste mit Preisen für Kombi-/ Einzelausgaben, technischen Angaben und vielen weiteren Informationen wie Verbreitungsgebiet und Erscheinungsweise finden Sie hier. »mehr
    
 
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.