» zur Übersicht Hildburghausen
    
Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text   


Der große Traum von Hollywood

Robert Sauerbrey aus Themar hat einen ausgefallenen Berufswunsch

Von Diana Werner-Uhlworm THEMAR Die Ferienzeit ist das Schönste an der Schule. Nur allzu oft hört man dieser Tage von Jugendlichen solche Anmerkungen, die zum Schmunzeln einladen, denn das gleiche Phänomen trat schon vor Jahrzehnten auf, als die heute arbeitende Bewegung noch zur Schule ging.

Seit vielen Jahren schreibt Robert Sauerbrey Drehbücher für fiktionale Lang- und Kurzfilme sowie für Dokumentationen. Mit dem Kurzfilm "Und am Ende der Sommer", der vor kurzen gedreht wurde und Ende November erstmals im Kino Casino Lichtspiele in Meiningen gezeigt wird, will er sich an der Filmhochschule Ludwigsburg bewerben. Fotos: privat   » zu den Bildern

Von Diana Werner-Uhlworm

THEMAR Die Ferienzeit ist das Schönste an der Schule. Nur allzu oft hört man dieser Tage von Jugendlichen solche Anmerkungen, die zum Schmunzeln einladen, denn das gleiche Phänomen trat schon vor Jahrzehnten auf, als die heute arbeitende Bewegung noch zur Schule ging. Nach der Schule geht der Ernst des Lebens los. Die Wahl des persönlich-richtigen Berufs ist ein durchaus nicht zu verachtender Aspekt, den sich die fast Schulabgänger und auch Gymnasiasten stellen müssen, deren Berufsleben kurz bevor steht. Damit wird der Grundstein im Leben eines jeden gelegt. Nach Möglichkeit sollte der erlernte Beruf Spaß bereiten, vielseitig sein, verantwortungsvoll und durchaus lohnenswert, um sich selbst und später auch die Familie ernähren zu können. Die Qual der Wahl ist schwer. Zumal viele ihre eigene individuelle Begabung noch nicht herausgefunden haben. Anders verhält sich das bei Robert Sauerbrey aus Themar. Der 18-Jährige ist Schüler und besucht momentan das Berufliche Gymnasium in Hildburghausen. Er war sich schon als Kind im Klaren, dass er den Beruf des Regisseurs ausüben möchte. Dieses Ziel verfolgt er akribisch seit vielen Jahren auch wenn es in unseren Gefilden eine eher illusorische Berufung ist, denn die Filmindustrie hat ihre Hochburg in Potsdam Babelsberg. Für Robert Sauerbrey ist es daher schwierig, aber nicht unmöglich. Und dass es dem Jugendlichen Ernst ist mit seinem Vorhaben, bewies er schon mehrfach. Seit vielen Jahren schreibt er Drehbücher für fiktionale Lang- und Kurzfilme sowie für Dokumentationen. 2008 gründete er das unabhängige Filmproduktionskonzept "Green Mountain Entertainment", eine Gruppe junger Filmemacher, mit dem Ziel anspruchsvolle Filme zu drehen, um sich Referenzen zu schaffen, die den Einstieg in die professionelle Filmbranche ermöglichen. Bis heute realisierte er vier Filmprojekte. Darunter der 2009 erschienene dreiteilige Animationskrimi "Das Tattoo". Seit 2008 ist Robert Sauerbrey Mitglied im Jugendtheater des Südthüringischen Staatstheaters Meiningen. Hier ist er nicht nur bei zahlreichen Stücken als Schauspieler, sondern auch als Regieassistent tätig. Im Rahmen des Kurses belegte er unter anderem auch einige Workshops zum Thema Schauspielführung, Einsatz der Körpersprache oder Video-Workshop.

Vom Hobby
zum Beruf

Letztlich hat Robert Sauerbrey mit der Produktion der geschichtlichen Filmstreifen über das "Kloster Veßra - Begegnungen mit der Vergangenheit" und der "Stadt der sieben Türme Themar" bewiesen, was in ihm steckt.

Beide Filme sind jeweils 60 Minuten lang. Er führte die Filmregie und übernahm die Aufgaben des Produzenten. Beide Dokumentationsfilme geben ausführlich Hinweise zur geschichtlichen Entstehung.

Der Betrachter erhält einen professionellen Einblick nicht nur zur inhaltlichen Thematik, sondern wird durch die Special-Effekte wahrhaftig auf eine Zeitreise mitgenommen. Verpackt mit einem ansprechenden Vorspann, packender Filmmusik, Interviews und atemberaubenden Filmaufnahmen erhält selbst der Ortskundige eine völlig neue Sicht von seiner Heimat. Man könnte meinen, hier waren Profis am Werk.

Die DVD zu Themar ist im Rahmen einer Projektarbeit in der 10. Klasse entstanden. Auf die beachtlichen Aufnahmen sind das SRF und das MDR aufmerksam geworden, die im Herbst im Rahmen ihres Fernsehprogramms den Beitrag zu Kloster Veßra zeigen möchten. Seit vielen Jahren beschäftigt sich Robert Sauerbrey mit seinem Ideal und Hobby.

"Und am Ende
der Sommer"

Sein jüngstes Projekt ist der Kurzfilm "Und am Ende der Sommer". Auch hier schrieb er das Drehbuch selbst innerhalb von einer Woche, führte eigens Regie und übernahm die Produktion. Erst vor einigen Tagen ist das Team, bestehend aus den Schauspielern, die seine Schülerkollegen am Beruflichen Gymnasium sind und Vater Rolf Sauerbrey von den Dreharbeiten zurückgekehrt. Professionelle Unterstützung holte sich der 18-Jährige bei der Mitteldeutschen Medienförderung in Erfurt mit Heide Binder (Aufnahmeleitung) und Amadeus Zenk (Kameramann). In dem Drama "Und am Ende der Sommer" wird eine Geschichte über eine junge Frau erzählt, die alles verlor und doch etwas gewann. Es ist ein Kurzfilmstreifen über ein junges Paar, das schon sehr früh mit dem Tod konfrontiert wurde und in dem die Spanne zwischen Leben und Tod beleuchtet bzw. der Sinn des Sterbens betrachtet wird. Der Film ist im Rahmen einer Seminarfacharbeit entstanden, soll aber zugleich für Robert Sauerbrey auch als Referenzobjekt nach dem Abitur für die Bewerbung an der Filmhochschule in Ludwigsburg dienen. Ziel ist es den Kurzfilm auf verschiedenen Filmfestivals und Wettbewerben einzureichen. Als Schauspieler mitgewirkt haben die Teilnehmer der Seminarfacharbeit und Schülerkollegen Julia Baier, Jonathan Victor, Mathias Kupke, Franziska Trier und Florian Fritsch. Von ihnen wurde Höchstleistung abverlangt. Zuvor Schauspieltraining mussten sie eine Woche lang täglich einen 13 Stunden Drehtag absolvieren.

Fortsetzung auf Seite 3

    
    

Diesen Artikel

    
    
    
    

Online-Anzeigenannahme 

Möchten Sie eine Anzeige aufgeben? Hier können Sie bequem Ihre Anzeige verfassen. »mehr
    
    

Mediadaten 

Die gesamte Preisliste mit Preisen für Kombi-/ Einzelausgaben, technischen Angaben und vielen weiteren Informationen wie Verbreitungsgebiet und Erscheinungsweise finden Sie hier. »mehr