03.01.2018 14:12 Uhr, Hildburghausen

Grundschule Themar mit neuen Räumen

Aufgrund der Schulschließung in Reurieth und des damit verbundenen Schülerumzugs (60) nach Themar entstanden nach der Umsetzung eines Anbaus in der Grundschule Themar zwei neue Klassenräume. Ein dritter Klassenraum wurde umgebaut.

Aufgrund der Schulschließung in Reurieth und des damit verbundenen Schülerumzugs (60) nach Themar entstanden nach der Umsetzung eines Anbaus in der Grundschule Themar zwei neue Klassenräume. Ein dritter Klassenraum wurde umgebaut.

THEMAR Nach dem Beschluss des Kreistages die Außenstelle der Grundschule Themar in Reurieth zu schließen, musste in Themar die Möglichkeit zur Aufnahme von etwa 60 Schülerinnen und Schüler geschaffen werden. Hierfür wurden zwei Varianten untersucht:

Zum einen die Aufstellung von Containern und zum anderen ein monolithischer Anbau an das vorhandene Gebäude. Bei der Kostenberechnung wurde ermittelt, dass die Container-Variante circa 150 000 Euro teurer würde, egal ob Kauf oder Miete für acht Jahre. Gegen den monolithischen Anbau sprach also nur ein Faktor: Die zur Verfügung stehende Zeit bis zum Beginn des neuen Schuljahres.

Nach dem Kreistagsbeschluss und der Bewilligung der überplanmäßigen Ausgabe am 13. Februar 2017 wurde sofort mit der Vorbereitung der Maßnahme begonnen. Zur Erstellung der Genehmigungsplanung konnte die Erlauer Architektin Ines Sobolewski gewonnen werden, die den Bauantrag in kürzester Zeit vorlegte und außerdem das Leistungsverzeichnis für den Rohbau bearbeitete. Auch der Statiker, Herr Dipl.-Ing. Jens Landgraf aus Rohr, legte in Rekordzeit die Statik zum Bauantrag vor

Unter Einhaltung der Fristen nach VOB wurde der Rohbau öffentlich ausgeschrieben. Abgegeben wurden lediglich zwei Angebote von ortsansässigen Firmen. Die kurzen Fristen - Baubeginn 8. Mai, Rohbaufertigstellung 30. Juni - waren nur ein Grund für das ungewöhnlich geringe Interesse der Baufirmen. Die sehr gute Konjunktur sorgte für volle Auftragsbücher, der Mangel an Fachkräften für begrenzte Kapazitäten. Dieser Trend verschärfte sich bei der Ausschreibung der Ausbau- und Haustechnik Gewerke. Zwei Angebote für drei Lose - um den Fertigstellungstermin nicht sofort aufgeben zu müssen, blieb nur die Verkleinerung der Lose und die Freihändige Vergabe als Beauftragungsverfahren.

Mit einer kurzfristig durch die Untere Bauaufsichtsbehörde erteilten Teilbaugenehmigung, konnte der Auftrag für den Rohbau planmäßig erteilt werden. Das günstigste Rohbau-Angebot legte die Bauunternehmung Wenk aus Themar vor. Trotz mehr als guter Auslastung wollte Ernst Wenk das Bauvorhaben quasi vor der Haustür anpacken und den guten Ruf des Unternehmens auch im Heimspiel bestätigen. Der verspätete Baubeginn wurde schnell aufgeholt und der Rohbau-Fertigstellungstermin Ende Juni eingehalten.

Mit den Ausbaugewerken begannen die größeren terminlichen Probleme. Dank der zuverlässigen Arbeit der Tischlerei Silvio Reiter (Marisfeld), Klinnert & Walter Gbr (Schlechtsart), EAB Schröder (Themar), Grimm Behlert GmbH (Sülzfeld) und der SMB Maler GmbH (Schleusingen), konnten die Leistungen dennoch fast wie geplant abgeschlossen werden. Einen großen Beitrag leistete Schulleiter Dirk Rittershaus mit seinem Team durch kooperatives, zielführendes und kostensparendes Handeln und die tatkräftige Unterstützung des Hausmeisters Ingo Schmidt. Die im Februar erstellte Kostenberechnung wurde am Ende um 15 Prozent (ca. 32 000 Euro) überschritten. Die Gründe dafür sind: Notwendige Tiefergründung, Auflagen des Brandschutzkonzeptes und vor allem der exorbitante Anstieg der Baupreise in diesem Sommer.

Quelle: www.wochenspiegel-thueringen.de
Artikel: http://www.wochenspiegel-thueringen.de/bpws/nachrichten/hildburghausen/art280397,5912774
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