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Kreisflößertreffen in Unterrodach

Am Samstag, 14. Oktober, in der Rodachtalhalle

UNTERRODACH Das traditionelle Kreisflößertreffen des Landkreises Kronach findet am Samstag, 14. Oktober, ab 15 Uhr in der Rodachtalhalle in Marktrodach statt. Heuer jährt sich diese Traditionsveranstaltung bereits zum 48. Male. Am 29.

Seit Jahrhunderten ist Unterrodach von der Flößerei geprägt. Unsere Aufnahme entstand auf dem Rodachfluss in den 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts. Repro: Gerd Fleischmann   » zu den Bildern

UNTERRODACH Das traditionelle Kreisflößertreffen des Landkreises Kronach findet am Samstag, 14. Oktober, ab 15 Uhr in der Rodachtalhalle in Marktrodach statt. Heuer jährt sich diese Traditionsveranstaltung bereits zum 48. Male. Am 29. Mai 1969 fand in Unterrodach auf Einladung des seinerzeitigen Landrats Dr. Edgar Emmert erstmals ein Kreisflößertreffen statt. Die damalige Zusammenkunft sollte den "alten Flößern" aus Unterrodach, Wallenfels, Steinwiesen, Neuses und Friesen die Gelegenheit geben, das im Vorjahr eröffnete Flößermuseum zu besichtigen und gemütlich beisammen zu sein. Aus diesem Treffen entwickelte sich die Tradition der jährlichen Kreisflößertreffen.

Für die musikalische Umrahmung sorgen die Flößermusikanten des TV Unterrodach mit Walter Wich-Herrlein an der Spitze. Grußworte sprechen Landrat Klaus Löffler und Bürgermeister Norbert Gräbner. Ebenfalls wird mit einem Kurzvortrag über die Flößerei der Zapfendorfer Wissenschaftler Dr. Thomas Gunzelmann - er hat sich um die historische Aufarbeitung verdient gemacht - die Veranstaltung bereichern.

Neben Wallenfels, Friesen, Zeyern und Neuses war Unterrodach eine der Hochburgen der Flößerei.

Die letzte gewerbsmäßige Floßfahrt fand 1958 von der Grümpel nach Friesen statt. Erfreulich ist, dass trotzdem bis zum heutigen Tage die ehemalige Flößerei bei der Bevölkerung noch fest verankert ist.

Die Flößervereine des Landkreises sind fest in den Jahresablauf integriert und erinnern in zahlreichen Veranstaltungen an den einstigen Broterwerb.

Als wirtschaftlicher und sozialer Faktor nahm die Flößerei in der gastgebenden Gemeinde Unterrodach über Jahrhunderte hinweg eine dominierende Rolle ein.

Bis zu 200 Flößer und Holzknechte rekrutierten sich aus der örtlichen Bevölkerung. Die Spuren dieser Beschäftigung sind auch heute noch überall feststellbar. Vor allem die prächtigen Floßherrenhäuser sind es, die auf das einst florierende Gewerbe hinweisen.

Darüber hinaus genießt das Unterrodacher Flößermuseum, das bereits 1968 ins Leben gerufen wurde, deutschlandweit einen ausgezeichneten Ruf. Die treibenden Kräfte waren seinerzeit Willi Kestel und Alfred Seidel.

Aber auch Dieter Murmann, Gerd Wich-Heiter und Friedrich Fricke haben sich ganz hervorragend mit eingebracht.

Am 4. Juli 1981 erfolgte die Neugründung des Floßvereins 1864 Unterrodach. Laut Satzung übernimmt er die Betreuung des Museums. Er tut dies seitdem mit ehrenamtlichen Museumsführern.

Zunächst waren es sechs ehemalige Flößer. Heute, mit dem ständigen Wachsen der Besucherfrequenz, waren es zeitweise bis zu 20 Idealisten, die unentgeltlich, ausschließlich getragen von der Liebe zu Heimat und der Darstellung der Arbeitswelt ihrer Vorfahren, ihre Freizeit opfern.

Die Unterrodacher bereichern die Ausstellungsräume mit Modellen von Flößen, Schneidmühlen, Stauwehren als Zeugen einstigen flößerischen Gewerbefleißes: sie bauen Floße in natürlicher Größe und gestalten so den Ortskern wieder zu einem Flößerdorf, sie führen Floßfahrten durch insbesondere zur Kirchweih zur Vertiefung des Verständnisses echten Flößerlebens. Ihre Arbeit ist also von hoher volkskundlicher Bedeutung.

Der Floßverein 1864 Unterrodach erfreut sich mit seinen über 200 Mitgliedern unter der Leitung von Friedrich Fricke großer Beliebtheit.

Den Ehrenvorsitz hat Dieter Murmann inne, der 26 Jahre für den Verein die Verantwortung trug und nach dem Zweiten Weltkrieg ganz wesentlich am Wiederaufbau beteiligt war. (gf)

    
    

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