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Zum 10. Mal brennen in Hesselbach die Christbäume

Auch bei uns sind in einigen Orten die Knutfeste schon Tradition. Als einer der ersten im Landkreis griff der SSV Lahm-Hesselbach den schönen Brauch auf. Am Samstag, 12. Januar ist es wieder soweit - und das bereits zum zehnten Mal. Das Knutfeuer brennt.

Der Anhänger war beim Einsammeln der Weihnachtsbäume schnell voll. Foto: H. Schülein  

Auch bei uns sind in einigen Orten die Knutfeste schon Tradition. Als einer der ersten im Landkreis griff der SSV Lahm-Hesselbach den schönen Brauch auf. Am Samstag, 12. Januar ist es wieder soweit - und das bereits zum zehnten Mal. Das Knutfeuer brennt.

Von Heike Schülein

HESSELBACH "Smörrebröd - Smörrebröd - ram - tam - tam - tam": Mit diesem Spruch - frei übersetzt etwa: "Hoffentlich brennt’s desmol gscheit und raachet ne so sehr wie die letzten Jahr", beschwört man alljährlich in Hesselbach die Bäume beim Entzünden des Knutfeuers. Die ehrenvolle Aufgabe obliegt stets einem älteren Hesselbacher mit besonderem Bezug zum Sportverein. In den vergangenen Jahren war dies immer Gemeinderat Franz Büttner, der dem SSV Lahm-Hesselbach ehemals als 2. Vorsitzender vorstand. Schürmeister ist Gerd Appel. Dies hat ebenso Tradition wie die Eröffnungsrede von Franz Fiedler mit "speziellen" Hintergrundinfos zum skandinavischen Brauch.

Vor einigen Jahren ist das Knutfest aus Skandinavien - insbesondere aufgrund der Ikea-Werbespots - auch nach Deutschland geschwappt. Während die Bäume bei unseren nordischen Nachbarn nur abgeschmückt und aus dem Wohnzimmer geräumt werden, verbinden es die Deutschen oftmals mit einer Baumverbrennung - so auch in Hesselbach, wo das Knutfest seit 2010 begangen wird. Mit dem Knutfest möchte man der Bevölkerung einige schöne Stunden im geselligen Beisammensein bereiten, was mit viel Arbeit im Vorfeld und auch bei der Durchführung verbunden ist. 2018 durften sich die vielen Besucher über eine Neuerung freuen: die Rückkehr der "Bornhöhen-Alm". Dabei handelt es sich um die alte Umkleidekabine beim alten Sportplatz, der unter der Bezeichnung "Bornhöhe" "berühmt-gefürchtet" war. Nach Auflösung des Platzes beschloss man, die einstmals aus Holz selbstgebaute Kabine als "Alm" beim Sportheim aufzubauen. Hier dient die beheizbare Alm nun auch für die Besucher des Knutfests zum Unterstellen und Aufwärmen - ein Angebot, das sicherlich auch heuer wieder dankend angenommen wird. Die Bevölkerung in Hesselbach und Lahm wird gebeten, ihre ausgedienten Weihnachtsbäume am Samstagvormittag ab 8 Uhr am Straßenrand beziehungsweise in den Vorgärten zur Abholung bereitzustellen.

Die Sportfreunde werden ab diesem Zeitpunkt - in mehreren Trupps - mit Traktoren nebst Anhängern durch die Straßen fahren und die Christbäume einsammeln. Hierzu zählt auch der große Dorf-Christbaum in XXL Am Plan in Hesselbach, der von Kameraden der örtlichen Feuerwehr mit einer großen Säge zu Fall gebracht werden und anschließend seinen "letzten Weg" antreten wird. Am gleichen Abend wird auch das Feuer entzündet. Beginn ist um 18.30 Uhr, wenn allen Besuchern am Sportplatz tüchtig eingeheizt wird. Bestens gesorgt ist auch für deren leibliches Wohl: Es gibt Bratwürste vom Grill und Almtöpfchen sowie Glühwein, heißen Hugo und weitere Getränke.

    
    

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