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Die Festwoche am Meininger Theater

Vom 4. bis zum 14. April veranstaltet das Meininger Staatstheater ein internationales Schauspielfestival. Mit seiner FESTWOCHE nimmt es Bezug auf eine alte Meininger Tradition.

DIE DOPPELTE UNBESTÄNDIGKEIT (ODER BEINAHE) wird gespielt am Mittwoch, 10. April und Donnerstag, 11. April. Foto: Theater  

Vom 4. bis zum 14. April veranstaltet das Meininger Staatstheater ein internationales Schauspielfestival. Mit seiner FESTWOCHE nimmt es Bezug auf eine alte Meininger Tradition.

V on Susann Winkel

MEININGEN In seinen bald zweihundert Theaterjahren hat sich das Meininger Haus immer wieder in die internationale Theatergeschichte eingeschrieben. Das beginnt mit seiner Gründung im Jahr 1831, an der auch Johann Wolfgang von Goethe beteiligt war. Wenige Jahrzehnte später wird das Meininger Hoftheater unter dem kulturverliebten Herzog Georg II. von Sachsen Meiningen zur Wiege des modernen Regietheaters. Wie zeitgemäßes Schauspiel aussieht, das zeigten "die Meininger" mit ihren Inszenierungen bei umjubelten Gastspielreisen quer über den Kontinent.

Ebenso selbstbewusst präsentiert sich die Meininger Hofkapelle mit einer bemerkenswerten Riege von Hofkapellmeistern wie Hans von Bülow, Richard Strauss und Max Reger.

Nicht zu vergessen ist auch die Brecht-Tradition dieses Hauses.

Unter dem jungen Fritz Bennewitz war das Meininger Theater die zweite Bühne der DDR, die Brecht-Werke aufführte und mit der DREIGROSCHENOPER bei den Berliner Festtagen 1958 wieder ein Stück Theatergeschichte schrieb.

Das Meininger Theater war und ist bis heute ein Sprungbrett für Künstler. Große Karrieren begannen hier im Süden Thüringens - beispielsweise die des ehemaligen Meininger Generalmusikdirektors Kirill Petrenko, dem designierten Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker, oder die von Andrea Moses, der in Meiningen der durchbrechende Einstieg ins Musiktheater gelang. Zugleich ist das Meininger Theater immer auch ein bei Künstler/innen und Ensembles beliebter Gastgeber - viele namhafte Regie- und Bühnenstars inszenierten und spielten an diesem renommierten Haus.

Es ist diese große Tradition, die das Meininger Staatstheater bis heute lebt und der es sich gern verpflichtet. Als eine ihrer Geschichte verbundene, weltoffene Theatermetropole richtet es nun vom 4. bis zum 14. April 2019 DIE FESTWOCHE mit internationalen Schauspielproduktionen aus. Ensembles aus Großbritannien, Litauen, Frankreich und Deutschland präsentieren preisgekrönte

Inszenierungen von Klassikern der Theaterliteratur: Shakespeares MAß FÜR MAß, Tschechows DIE MÖWE, Büchners LENZ, Marivaux’ DIE UNBESTÄNDIGKEIT DER LIEBE (ODER BEINAHE) und Brechts DER GUTE MENSCH VON SEZUAN. Zudem inszeniert der bulgarische Regisseur Galin Stoev mit dem Meininger Schauspielensemble Büchners LEONCE UND LENA. Eine Produktion, die im kommenden Jahr auf Gastspielreise nach Frankreich geht - in bester Meininger Tradition sozusagen. DIE FESTWOCHE ist eine Einladung zum Austausch, den wir hoffen, im Foyer der Kammerspiele, dem FESTIVALZENTRUM, intensiv fortzusetzen. Hier können sich Publikum, Mitglieder des Hauses und die Gastspielensembles treffen, um vor und nach den Aufführungen miteinander zu diskutieren, zu feiern und dem kurzweiligen Programm beizuwohnen. Weiterhin erwarteten das Publikum vielfältige künstlerische Angebote wie ein Symposium über die Meininger Prinzipien, die Ausstellung "Georgs Enkel in Europa" im Schloss Elisabethenburg und eine Kunst-Installation am Theater. Weitere Informationen und Karten unter:

www.meininger-staatstheater.de oder 03693/451222.

    
    

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