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Thüringer Schlössertage: Aufgebaut!

Museen präsentieren Baugeschichte, Glockenspiel und Familienangebote

MEININGEN Mit einer Soiree unter dem Titel "Fundamente der Macht: Kasernenbau im Herzogtum Sachsen-Meiningen" starten die Meininger Museen am Freitag, 7. Juni, um 19 Uhr in den Veranstaltungsreigen der Thüringer Schlössertage 2019.

Das Wasserspielmobil sorgt für Abkühlung und Spaß. Foto: sdtv  

MEININGEN Mit einer Soiree unter dem Titel "Fundamente der Macht: Kasernenbau im Herzogtum Sachsen-Meiningen" starten die Meininger Museen am Freitag, 7. Juni, um 19 Uhr in den Veranstaltungsreigen der Thüringer Schlössertage 2019. Welche Kasernen und Kasernenstandorte es gab, wann sie durch wen errichtet wurden und wer in ihnen diente, soll in diesem Vortrag von Eberhard Pfister, Dreißigacker, näher beleuchtet werden. Auch das hiesige Militär war Instrument der zunächst herzoglichen, dann kaiserlichen Politik und sein Einsatz die Fortsetzung dieser mit anderen, gewaltsamen Mitteln zur Gewinnung und Erhaltung der Macht. Die Soiree findet im Theatermuseum statt.

"Aufgebaut! Schloss Elisabethenburg - Spektakuläre Idee barocker Baukunst" heißt das Thema bei Vortag und Führung mit Axel Wirth, Meininger Museen, am 8. Juni um 14 Uhr und am 9. Juni um 15 Uhr. Von Schloss Elisabethenburg in seiner ursprünglichen baulichen Gestalt sind keine Baupläne bekannt. Ganz wenige zeitgenössische Darstellungen geben Hinweise hierzu, dokumentieren aber nur Teil- bzw. Idealzustände. Der heutige Bauzustand zeigt das Ergebnis aller bisherigen Veränderungen, er unterscheidet sich jedoch in vielen Details maßgeblich vom barocken Bauwerk um 1700. Am 8. Juni um 16 Uhr wird das ehemalige Meininger Glockenspiel von Dr. Jürgen Buchner aus Würzburg vorgestellt. Es befand sich in einem barocken Glockenspielturm über dem Riesensaal des Meininger Schlosses. Das Meininger Glockenspiel konnte über eine Klaviertastatur oder wahlweise auch über eine Spielwalze zum Klingen gebracht werden. Eine mechanische Verbindung mit einer Uhr ermöglichte auch ein automatisches Auslösen des Glockenspiels. Vorbild für das Meininger Glockenspiel war das seinerzeit schon berühmte Darmstädter Glockenspiel. Dieses kannte Herzog Bernhard I. durch seine Besuche in Darmstadt, der Heimat seiner 1680 verstorbenen ersten Ehefrau Maria Hedwig von Hessen-Darmstadt. Das Darmstädter Carillon beschrieb Dr. Jürgen Buchner aus Würzburg in seiner Dissertation 2013. Technische und akustische Eindrücke von einem Glockenspiel ermöglicht begleitend zum Vortrag Konzertglockenspieler Olaf Sandkuhl aus Rostock mit dem einzigen mobilen Carillon in Deutschland. Anschließend, um 17.30 Uhr, spielt Olaf Sandkuhl ein Carillon-Konzert; der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.

Im Rahmen des Familientages der Meininger Museen am Pfingstsonntag dürfen sich die Besucher freuen über das Wasserspielmobil, kunstvolle Riesenseifenblasen, Kunst ab 2 mit der Brigade Kunsthunger, das Spielen mit Fröbelbaukästen und eine Kinderbaustelle sowie die beliebte Führung "Musik- und Theaterstadt Meiningen" mit Dr. Maren Goltz, Meininger Museen, die auch am Pfingstmontag auf dem Programm steht. Den abendlichen Höhepunkt am Pfingstsonntag bildet ab 18 Uhr ein Konzert mit Cathrin Pfeifer und Trio Trezoulé in der Schlosskirche; hierfür sind 12,50 Euro Eintritt zu zahlen.

Axel Wirth, Meininger Museen

    
    

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