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Gemeinsame Hau-Ruck-Aktion für ein neues Wasunger Storchenpaar

WASUNGEN "Wenn alle an einem Strang ziehen, dann kommt auch etwas Gutes dabei raus.

10 Minuten später zieht der erste stolze Mieter ein. Fotos: Thomas Wey   » zu den Bildern

WASUNGEN "Wenn alle an einem Strang ziehen, dann kommt auch etwas Gutes dabei raus.", freut sich der Wasunger Thomas Wey über das neue Storchennest in seiner Stadt, "Und das in kürzester Zeit!" Innerhalb von nur drei Tagen hatten Bürgermeister Thomas Kästner und er den Bau eines stabilen Kunsthorstes organisiert und diesen am Gründonnerstag anbringen lassen.

Bereits seit Mitte März hatten vier junge Störche ein Auge auf Wasungen geworfen. Immer wieder waren sie am Himmel und auf dem Schlot der ehemaligen Gärtnerei oder auf dem Seniorenklub der Volkssolidarität zu sehen, dabei von den angestammten Störchen Louis und Lilly attackiert und von deren Nest auf der Wäscherei ferngehalten. Am Montag vor Ostern klingelten dann die Telefone beim Bürgermeister und bei Thomas Wey vom Bund für Umwelt- und Naturschutz Thüringen e.V. (BUND) in Meiningen heiß: "Auf dem Seniorenklub bauen die Störche ein Nest!", berichteten die aufgeregten Anrufer.

Weil sie sich dafür ausgerechnet einen Schlot ausgesucht hatten, der noch in Betrieb ist, musste schnell Abhilfe geschaffen werden. Storchenexperte Klaus Schmidt aus Breitungen gab Tipps zum Bau einer künstlichen Horstunterlage. Heinz-Jürgen Schmidt erklärte für die Volkssolidarität als Hauseigentümer sein Einverständnis und Schmiedemeister Christian Weibrecht baute innerhalb weniger Stunden die Teile zusammen. "Wir verwenden dafür kein Holz, was auf die Dauer nicht witterungsbeständig genug ist, sondern setzen auf eine Metallkonstruktion.", erklärt er. Einerseits muss der Boden stabil sei, um das im Laufe der Zeit beträchtliche Gewicht des Nestes tragen zu können, andererseits muss er wasserdurchlässig sein, um Staunässe zu vermeiden. Das könnte in nassen Frühjahren gefährlich für die Küken werden.

Vom Bauhof wohnlich präpariert, schwebte der Horst am Kran der Dachdeckerfirma Forch aus Walldorf an seinen Bestimmungsort und wurde montiert.

Spannend war natürlich die Frage, ob das Nest von den "Klapperstörchen" auch angenommen wird? Als sich zehn Minuten nach der Abfahrt des Baukrans der erste Storch auf dem Nest niederließ, war das Aufatmen bei allen Beteiligen deshalb groß. "Nun hoffen wir auf weiteren Nachwuchs - bei Tier und Mensch!", blickt der Wasunger Bürgermeister mit einem Augenzwinkern in die Zukunft.

Thomas Wey

    
    

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Wochenspiegel Thüringen-Ausgaben vom 23.05.2020

    
    
    
    

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