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Mit dem Besucheransturm hatte keiner gerechnet

Hunderte kamen aus Region zur 1. Schdaaimicher Einkaufsnacht / Zufriedene Besucher, zufriedene Händler

STEINBACH-HALLENBERG Die Hoffnungen auf eine gelingende Premiere waren groß, der Besucheransturm wurde noch viel größer. "Manche Händler sind regelrecht überrannt worden", berichtete Wirtschaftsförderin Silke Röser von der Stadtverwaltung.

Vor der Drechslerei Huhn bekamen interessierten Zuschauern Einblicke, wie aus einem Holz zum Beispiel ein Kerzenständer entsteht. Fotos: Erik Hande   » zu den Bildern

STEINBACH-HALLENBERG Die Hoffnungen auf eine gelingende Premiere waren groß, der Besucheransturm wurde noch viel größer. "Manche Händler sind regelrecht überrannt worden", berichtete Wirtschaftsförderin Silke Röser von der Stadtverwaltung. Unter Leitung von Bürgermeister Christian Endter (CDU) hatte die Kommune gemeinsam mit dem Gewerbeverein Steinbach-Hallenberg das neue Veranstaltungsformat gewagt und gleich einen Volltreffer gelandet.

Wie viele Besucher zur 1. Schdaaimicher Einkaufsnacht kamen, das konnten die Veranstalter kurz nach der Premiere noch gar nicht genau beziffern. Fest stand aber schnell, dass das Interesse über alle kühnsten Träume wuchs. Nahezu alle Einzelhändler und Geschäfte der Innenstadt hatten sich an der Aktion beteiligt. In zwei Beratungen wurde zuvor mit ihnen das Konzept abgestimmt, ihre Vorstellungen über den Gewerbeverein aufgegriffen und in die Planungen einbezogen. Die Händler selbst präsentierten in ihren Geschäften verschiedene Mitmach- und Werbeaktionen, Vorführungen und boten an Ständen Informationen an.

So demonstrierte Frank Huhn in der Drechslerei Huhn im Freien unter anderem welche dekorativen Gegenstände in dem Handwerksgeschäft angefertigt werden. Schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite stand bei Menz & Recknagel ein stummer Diener, der mit einer alten Uhr auf der Hand auf das nächste Angebote hinwies. In dem Uhrengeschäft konnten Kunden alte Zeitmesser begutachten und schätzen lassen. Auf den wenigen Metern zwischen den beiden Geschäften spielte das Akustiktrio "Handbetrieb" musikalisch munter auf.

Einige Schritte weiter in Richtung Rathaus glühten die Schmiedefeuer vor dem Heimathof mit der Tourist-Information und dem Metallhandwerksmuseum. In der Buchhandlung stand Kundschaft bis spätabends im Laden, stöberte, unterhielt sich und kaufte.

Im Modegeschäft Abig präsentierten lebendige Schaufensterpuppen neue Kollektionen. Manch Gast war dabei überrascht, als sich die "Puppe" neben ihm plötzlich bewegte und sich als sehr lebendig erwies.

Werbung in der Region

hat sich gelohnt

Die Händler hatten sich eben gemeinsam viel einfallen lassen. Torsten Hoffmann, der Vorsitzende der Gewerbevereins, war in die Offensive gegangen und hatte ihre Interessen gebündelt, die Anliegen aufgenommen und in die Planungen integriert. "Das war auf jeden Fall eine deutlich gut vierstellige Besucherzahl" schätzte der Vorsitzende zurückhaltend, aber höchst zufrieden ein. Details werde es in der Auswertung kommende Woche geben.

Ausgangspunkt für die 1. Schdaaimicher Einkaufsnacht war eine erste Werbeaktion des Vereins im Sommer diesen Jahres gewesen. Mit Wurfzetteln hatte man darauf aufmerksam gemacht, dass es rings um den Edeka-Markt noch viele gute Angebote heimischer Händler gibt. Die Aktion zeigte Erfolg, sodass eventuelle Bedenken zur nunmehrigen Einkaufsnacht von vornherein aus dem Weg geräumt waren. Es habe keine Vorbehalte, sondern sehr viel Zustimmung und Gemeinsinn unter den Händlern gegeben, stellte Torsten Hoffmann rückblickend fest. Möglich geworden sei diese Premiere mit ihren deutlich über 1000 Besuchern aus der Region von Brotterode-Trusetal bis Zella-Mehlis nur, weil man mit der Kommune einen engagierten Partner an der Seite hatte. "Ich bin froh, dass es sich mit der Stadt genauso wie bei der Entdeckungsreise in die Berufswelten sehr konstruktiv und erfolgreich zusammenarbeiten ließ", sagte der Vorsitzende des Gewerbevereins.

Viele Mitmach- und

Aktionsangebote lockten

In der Tat, die meisten Händler kamen kaum zum Luftholen, so groß war die Nachfrage, die Neugier auf das Bummeln ohne Zeitdruck, auf Shopping in gemütlichem Ambiente. Vor vielen Geschäften leuchteten Lichterketten, loderten wärmende Feuer in Schalen und obendrein war allerorten der "rote Teppich" ausgebreitet. Etwa 200 Meter Läufer hatten die Händler von ihrer Ladentür bis zur Fahrbahn auf dem Gehweg ausgebreitet.

Beim Modehaus Braun konnten sich Besucher also wärmen, im Geschäft stöbern und mit anderen unterhalten. Gleiches war im Geschäft von Schuster Bahner festzustellen und im Geschäft Holland-Letz wurden gar kleine Päckchen zur Suche versteckt, deren Inhalt die Kundschaft behalten durfte.

Eine Autopräsentation am Rathaus, samt einer Lasershow rundeten das Programm ab. Nicht zuletzt kam gar eine Percussion-Gruppe um Danny Schmidt eigens aus Gera für den Abend angereist, um musikalisch zu unterhalten. Über all dem Geschehen leuchtete vom Veranstaltungsbüro Andreas Panke sehenswert illuminiert, die Ruine Hallenburg als Wahrzeichen in den nächtlichen Himmel.

"Für unsere kleine Stadt war dieser Abend ein beachtlicher Erfolg", schätzte Silke Röser ein. Die Stadt habe diese Einkaufsnacht unterstützt, weil gerade auch die Einzelhändler und andere Geschäfte und Einrichtungen Teil der heimischen Wirtschaft sind, die nicht nur für Arbeitsplätze, sondern auch für Wohn- und Lebensqualität sorgen.

In der Organisation habe man auch verzichtet, Buden und Stände mit Essen und Trinken aufzubauen, damit sich Gaststätten und Lebensmittelgeschäfte selbst präsentieren konnten.

Gelohnt habe sich die Werbung, die von Flyern, Anzeigen bis zu Radiospots reichte, resümierte die Wirtschaftsförderin.

Eine erste Erfahrung, die bei einer Neuauflage zu Veränderung führt, betrifft die Verkehrsführung. Angesicht solch eines großen Besucherandrangs waren Autofahrer am Freitagabend wahrlich gezwungen, ihr Tempo deutlich zu drosseln. Denn die Stadt war eine einzige Einkaufsmeile, in der Fußgänger teils auf der Fahrbahn spazierten, geworden. Doch das Miteinander von Kraftfahrern und Passanten ging ohne Zwischenfälle vonstatten, sodass das Resümee der Veranstalter rundum positiv ausfallen konnte. Wer Besucher fragte, der stieß ebenso nur auf positive Resonanz. Die letzten Gäste seien wohl um Mitternacht heim gegangen, wusste der Bürgermeister über einen großartigen Zuspruch zu berichten.

Erik Hande

    
    

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