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Thüringen begeht Volkstrauertag

Zentrale Feierlichkeiten des Freistaates morgen in der Trauerhalle auf dem Friedhof Eichelbach

SCHMALKALDEN Die zentrale Gedenkfeier des Freistaats Thüringen zum Volkstrauertag veranstalten in diesem Jahr der Landesverband Thüringen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und die Thüringer Landesregierung gemeinsam mit der Stadt

Die zentrale Gedenkstätte für die sowjetischen Kriegsopfer auf dem Friedhof Eichelbach. Foto: Stadt /Volksbund   » zu den Bildern

SCHMALKALDEN Die zentrale Gedenkfeier des Freistaats Thüringen zum Volkstrauertag veranstalten in diesem Jahr der Landesverband Thüringen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und die Thüringer Landesregierung gemeinsam mit der Stadt Schmalkalden.

Alle Bürger sind zu dieser Gedenkveranstaltung in der Trauerhalle am morgigen Sonntag, um 14 Uhr auf dem Friedhof Schmalkalden eingeladen.

Der Volkstrauertag steht unter dem Motto "Darum Europa"! "Wir wollen in diesem Jahr besonders der auf dem Schmalkalder Friedhof bestatteten sowjeti-schen und deutschen Kriegstoten des Zweiten Weltkrieges gedenken und an deren Gräbern Blumen niederlegen", erklärte der frühere Thüringer Kultusminister Michael Krapp.

Als Vorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Thüringen weist er vorab auf die 61 Gräber für sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter hin, die sich auf dem Friedhof Eichelbach befindet. An der letzten Ruhestätte dieser 11 Männer, 34 Frauen und 16 Kinder gelte es an die unsäglichen Gräuel der Kriege zu erinnern und zu mahnen, solche nicht wieder zuzulassen. Denn Leid gebe es auf allen Seiten von Kriegsparteien.

So sind auf dem Friedhof Eichelbach in der deutschen Kriegsgräberstätte 180 deutsche Kriegstote und Bombenopfer - davon 112 Soldaten, 21 zivile Männer, 34 Frauen und 13 Kinder - bestattet. Das jüngste Opfer lebte nur 4 Monate.

In Schmalkalden wird seit Generationen am Volkstrauertag bereits der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht. Bürgermeister, Stadträte, Vertreter von Parteien und Einwohner erinnerten dabei immer wieder an das Leid der Menschen und mahnten, alles zu tun, um neue Kriege zu vermeiden. Am morgigen Sonntag werden dann Schüler des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums die zentralen Thüringer Feierlichkeiten zum Volkstrauertag mit einem Programm in der Trauerhalle würdig ausgestalten.

Der 1919 infolge des Ersten Weltkrieges als Bürgerinitiative gegründete Volksbund kümmert sich heute im Auftrag der Bundesregierung auf über 800 Kriegsgräberstätten in 45 Ländern um die Erhaltung von mehr als zwei Millionen Gräbern beider Weltkriege.

Sie sind Mahnung und Verpflichtung für uns, den seit Jahrzehnten in weiten Teilen Europas herrschenden Frieden nicht als Selbstverständlichkeit zu betrachten, so Krapp.

In Thüringen gibt es 571 Kriegsgräberstätten in denen knapp 106 000 Opfer bestattet sind. Sie haben ihre letzte Ruhestätte in circa 21 900 Gräbern gefunden. Die meisten davon sind Einzelgräber, so wie auf die Ruhestätten der sowjetischen Kriegstoten auf dem Friedhof Eichelbach.

Um seine Aufgaben erfüllen zu können, ist der Volksbund zu etwa 70 Prozent auf Spenden und Mitgliedsbeiträge angewiesen. Daher ging mit der Einladung des Thüringer Vorsitzenden Michael Krapp zum gemeinsamen Gedenken auch die Bitte um Unterstützung einher. Die noch bis zum 19. November stattfindende Straßensammlung könne man zum Anlass nehmen, um den Verein der Kriegsgräberfürsorge zu unterstützen. Auf der Homepage des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge findet sich zudem die Bankverbindung des Gesamtverbandes für eine Spende. (eh)

Internet: www.volksbund.de

    
    

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