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Landrat begrüßt abgesetzte Gebietsreform

Ministerpräsident Bodo Ramelow: Intervention der Landräte als "ausgestreckte Hand" annehmen

SCHMALKALDEN Landrat Peter Heimrich äußerte sich froh über das Absetzen der Kreisgebietsreform durch das Land Thüringen.

SCHMALKALDEN Landrat Peter Heimrich äußerte sich froh über das Absetzen der Kreisgebietsreform durch das Land Thüringen. Der Kreischef war stets ein Gegner des im Gespräch befindlichen neuen Großkreises, der im Zuge einer Gebietsreform entstehen sollte. Immerhin hätte sich das Territorium dieser Verwaltungsstruktur wohl von Breitungen bis nach Sonneberg erstreckt.

Das könne kein ehrenamtlicher Kreisrat mehr sachkundig überblicken, lautete eines der Argumente des Landrats gegen diesen Großkreis. Zum anderen hatte er immer erst eine Funktionalreform eingefordert, bei der das Land die Aufgaben und Zuständigkeiten neu ordnet, auch die eigene Verwaltung strafft und dann die neue Strukturen im Land bildet.

Grundsätzlich wollte sich der Landrat neuen Kreisgebilden nie verschließen. Dies wolle man auch weiterhin nicht tun. Einen Expansionskurs werde man aber ebenso wenig fahren. Allerdings hatte sich der Landrat in der Vergangenheit zum Beispiel für die Einheit der Thüringer Rhön ausgesprochen. Dies bedürfte wiederum einer Neuordnung der Kommunen von Kaltennordheim (Wartburgkreis) und der VG "Höhe Rhön" (LK Schmalkalden-Meiningen).

In seinem Redebeitrag zur 33. Schmalkalder Fachtagung in Wernshausen hatte Ministerpräsident Bodo Ramelow sich am Freitag zur Gebietsreform geäußert. "Wir werden freiwillige Prozesse von unten begleiten", stellte er das neue Herangehen der Landesregierung heraus.

Dieses Umschwenken in Sachen Kreisgebietsreform "geht zurück auf Interventionen von Peter Heimrich und Kollegen", sagte der Thüringer Ministerpräsident. Er verstehe deren Meinungen als "ausgesteckte Hand" und es wäre verkehrt, diese auszuschlagen, äußerte Bodo Ramelow. Freiwillige kommunale Zusammenschlüsse wolle das Land weiter unterstützen.

Diese Nachricht dürften Vertreter der Wirtschaft aus dem Haselgrund genau vernommen haben. Dort bemühen sich Unternehmen, die abgesagte Gemeindefusion wieder neu zu beleben, weil die Kleinteiligkeit der Verwaltung ihrer Meinung nach das gesellschaftliche Miteinander und notwendige Strukturänderungen behindert. (eh)

    
    

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