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Schiebeschild hoch oben

Schildbürgerstreiche auf den Straßen ein Ende bereiten / Viele unnötige Leerkilometer

SCHMALKALDEN Bislang stellte der Winter den Räumdienst im Stadtgebiet noch nicht vor allzu große Herausforderungen. "Wir haben Glück gehabt", schätzte Bürgermeister Thomas Kaminski ein.

Bis zum Ortsschild, dann hebt der städtische Winterdienst das Schild, fährt bis zum Kreisverkehr an der Zwick und rollt nach Schmalkalden zurück. Das sind 8 Leerkilometer, unter Umständen mehrfach am Tag. Foto: Hande  

SCHMALKALDEN Bislang stellte der Winter den Räumdienst im Stadtgebiet noch nicht vor allzu große Herausforderungen. "Wir haben Glück gehabt", schätzte Bürgermeister Thomas Kaminski ein. Denn der meiste Schnee sei bisher jeweils an einem Sonntag gefallen und die Rush-Hour im morgendlichen oder abendlichen Straßenverkehr sei vom Winter auch nicht arg betroffen gewesen.

Gleichwohl stellte sich schon das eine oder andere Problem heraus, andererseits bewährten sich Pläne zum Räumen der Fahrbahnen. Die Kommunikation im und mit dem Bauhof habe gut funktioniert, stellte der Stadtchef zunächst klar. Das habe sowohl interne Absprachen wie auch die mit Bürgern und Gewerbetreibenden betroffen, die sich bei den Bauhofmitarbeitern gemeldet hatten.

Eine Engstelle im wahrsten Sinn des Wortes gab es hingegen im Ortsteil Asbach. Dort konnte ein Teil der Ausfallstraße nicht schnell genug geräumt werden, weil der Schneepflug nicht durch die ehemalige innerörtliche Umleitung kam, die Anwohnern vorbehalten war. Das Räumfahrzeug musste erst über Floh-Seligenthal fahren, um die innerörtliche Strecke frei zu schieben.

Daran schließt sich aus Sicht der Bürgermeisters das nächste Problem an. Die Landesstraßen würden von einem anderen Winterdienst beräumt als kommunale Straßen. Damit macht der vom Freistaat beauftragte Winterdienst das Schiebeschild am Ortseingang hoch, während das von der Kommune beauftragte mitunter sinnlose Leerkilometer fahren muss. So wie am Kreisel am Gewerbegebiet "West". Dort steht das Ortsausgangsschild einige Meter in Richtung B19. "Also schiebt der Fahrer ordnungsgemäß bis zur Stadtgrenze, macht dann das Schild hoch. Weil es keine Wendemöglichkeit gibt fährt er bis zum Kreisel an der B19 und kurvt mit dem Schild oben wieder nach Schmalkalden zurück", schilderte Bürgermeister Kaminski den Unsinn. Man rede über Umwelt und lasse auf vielen Strecken Räumfahrzeuge doppelt fahren: eines Schild unten, das andere Schild oben, schüttelte er den Kopf. "Ich habe jetzt angeordnet: Wenn das Land ausschreibt hängen wir uns hinten dran", sagte Bürgermeister Kaminski am Dienstag, um solche Probleme zu lösen. Damit würde nur ein Unternehmen durchgängig mit dem Räumdienst beauftragt. Weil die Kommune mit ihren Zwei-Jahres-Verträgen momentan noch gebunden ist, kann diese Regelung freilich erst für die Zukunft gelten. (eh)

    
    

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