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COC-Skispringen auf der Inselbergschanze

Vom 16. bis 18. Februar werden wieder Skispringer(innen) aus zahlreichen Ländern erwartet

BROTTERODE Die Fördergelder gehen zumeist nach Oberhof, das einzige international bedeutsame Skispringen im Freistaat Thüringen findet allerdings auf der Inselbergschanze in Brotterode statt.

Autogramme der Skispringer sind begehrt.   » zu den Bildern

BROTTERODE Die Fördergelder gehen zumeist nach Oberhof, das einzige international bedeutsame Skispringen im Freistaat Thüringen findet allerdings auf der Inselbergschanze in Brotterode statt. Die bedarf jedoch dringend der technischen Erneuerung. Das internationale COC-Springen vom 16. bis 18. Februar könnte den Verantwortlichen in Thüringen die Augen öffnen, dass an der Inselbergschanze großer Handlungsbedarf besteht.

Sportfreunde, Kommunalpolitiker und Einwohner der Stadt Brotterode-Trusetal und der Umgebung sind bislang von der Bundes- und Landespolitik enttäuscht. Wer bei olympischen Winterspielen und Weltmeisterschaften deutsche und Thüringer Sportler auf dem Siegerpodest sehen möchte, der darf nicht nur Spitzenleistung fordern, sondern muss auch eine Spitzenförderung an den Tag legen, sind sich Freunde des Skispringens mit Blick auf die Inselbergschanze einig.

An der gelingt die Vorbereitung und die Durchführung des COC-Springens zum Beispiel nur durch eine enorme Anstrengung vieler, vieler ehrenamtlicher Helfer, die alle Vorbereitungen so treffen, das die technischen Wettkampfbedingungen den Vorgaben der FIS entsprechen. Die Helfer und der ausrichtende Wintersportverein Brotterode sorgen dafür, dass das Event gelingt, sich Aktive wie Zuschauer rundum gut betreut und versorgt wissen.

Ohne sie hätte die Heimatregion von Helmut Recknagel, die Heimatstadt von Werner Lesser, Jochen Danneberg und Hans-Georg Aschenbach, um nur einige bekannte Brotteroder Sportstars zu nennen, kein einzig international bedeutsames Skispringen mehr. Vor diesem Hintergrund, so die Meinung viele Sportfreunde und Kommunalpolitiker, muss die Erneuerung der Schanze mit Hilfe der Stadt Brotterode-Trusetal, des Landes und des Bundes endlich in Angriff genommen werden. Dass das COC-Springen wieder ein Highlight werden kann, wenn die Wetterbedingungen mitspielen, darin sind sie sich einig, dafür tun sie alles.

Wettkampftechnisch und stimmungsmäßig herrscht bei den COC-Springen stets Weltcupniveau. Der Continentalcup (COC) ist neben dem Weltcup die "zweite Serie" der Skispringer. Er ist vergleichbar mit der zweiten Liga im Fußball. Aber hier gibt es keine Stars von heute. Dafür sind jedoch die "Überflieger", die internationalen Skisprungstars der Zukunft, live zu sehen.

Das Niveau des Brotteroder COC-Springens ist traditionell sehr hoch und steht dem eines Weltcups kaum nach.

So tauchen in der neueren Geschichte des hiesigen Springens schon Namen wie Stefan Kraft (AUT), Michael Hayböck (AUT), Manuel Fettner (AUT), Anders Fannemel (NOR) oder Severin Freund (D) auf, noch bevor diese ihren Durchbruch im Weltcup feiern konnten.

Der Schanzenrekord auf der Inselbergschanze in Brotterode liegt übrigens bei 123,5 Metern - gesprungen vom Südkoreaner Yong-Jik Choi im Jahre 2005.

Zum Continentalcup in Brotterode erwartet die Zuschauer nicht nur eine hochkarätige internationale Springer-Elite und ein sportbegeistertes Publikum, sondern über drei Tage auch ein ereignisreiches und abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Das ist mittlerweile eine richtige "Winterkirmes". In der Werner-Lesser-Skisprungarena sowie im beheizten Festzelt wird stets bis in die Nacht hinein gefeiert. Mit dabei in diesem Jahr sind unter anderem die Party-Show-Band "Biba & die Butzemänner".

Dieses Mal kann der COC in Brotterode mit besonderen Highlights aufwarten. Erstmals findet auch ein Continentalcup der Damen auf der Inselbergschanze statt. Ein Damenspringen gab es zwar auch schon einmal 2011 auf der Inselbergschanze, allerdings befand sich damals das Skispringen der Frauen noch in der Anfangsphase seiner Popularität.

Mittlerweile gibt es wie bei den Herren auch bei den Frauen Weltcup- und COC-Wettbewerbe, die von vielen Zuschauern verfolgt werden. Erstmals findet das Skispringen unter Flutlicht auf der Inselbergschanze statt. Die Wettbewerbe am 16. und 17. Februar gehen bis in den Abendstunden. Brotterode präsentiert somit an den beiden Wettkampftagen das erste internationale Flutlichtspringen in Thüringen.

Außerdem können die Besucher auf einer großen Videoleinwand neben dem Livestream des Wettkampfes auf der Inselbergschanze, das sogar aus fünf verschiedenen Kameraperspektiven, auch Einspielungen und Infos zu den Wettbewerben der Olympischen Winterspiele in Südkorea sehen.

Viele Skisprung-Teams werden wieder zu Gast in der Bergstadt sein. Gemeldet haben u.a. schon Norwegen, Österreich, Schweiz, Slowenien, Slowakei, Italien, Polen, Ungarn und Deutschland. Einige andere kommen noch in den nächsten Tagen hinzu. Weitere Informationen gibt es aktuell unter www.coc-brotterode.de sowie unter www.facebook.com tinental.Cup. Brotterode.

Erik Hande

Michael Lauerwald

    
    

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