» zur Übersicht Schmalkalden
    
Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text   


Von "grenzenloser Kirche" bis zur Backhaus-Sanierung

Bilanz: 2018 grünes Licht für zehn Projekte / 18 neue Anträge für 2019

Die Regionale Leader-Aktionsgruppe (RAG) "Henneberger Land" hat Bilanz gezogen und einen Ausblick auf die Arbeit 2019 gegeben.

Aufmerksam verfolgten die Teilnehmer der Mitgliederversammlung Bilanz und Ausblick. Foto: Leader  

Die Regionale Leader-Aktionsgruppe (RAG) "Henneberger Land" hat Bilanz gezogen und einen Ausblick auf die Arbeit 2019 gegeben.

WALLDORF Zahlreiche Projekte wurden im vergangenen Jahr realisiert bzw. angeschoben. Für 2018 waren insgesamt 18 Förderanträge gestellt worden. Sechs private und vier kommunale Maßnahmen erfüllten die erforderlichen Kriterien der Regionalen Entwicklungsstrategie (RES) und konnten in Angriff genommen werden.

Unterstützung erhielt zum Beispiel die Gemeinde Breitungen, die ihr Projekt "Breitungen - tierisch gut" durch einen Erlebnisparcours mit Spiel-, Sport- und Fitnessstationen für Jung und Alt weiter entwickelte, um den Weg vom Parkplatz zum Badestrand interessanter zu gestalten.

Auch das Projekt "Grenzenlose Kirche" in Frankenheim wurde unterstützt. Im Zuge der Gesamtsanierung der Peter- und Paul Kirche gestaltete die Kirchgemeinde auch die bisher ungenutzten Seitenräume. Die Kirche wird künftig über die Gottesdienste hinaus ihre Türen öffnen - für Wanderer, Gäste, aber natürlich auch für Bürger des Ortes. Die "Grenzenlose Kirche" will aber auch noch in anderer Hinsicht ihrem Projekt-Titel gerecht werden, denn das Dorf liegt an der einstigen innerdeutschen Grenze und deshalb wird ebenso an dieses Stück Geschichte erinnert. Insgesamt wurden rund 40 300 Euro investiert. 60 Prozent davon flossen als Fördergelder über Leader.

Über die Rangfolge bei der Vergabe der Gelder hatte der Gesamtvorstand der Regionalen Leader-Aktionsgruppe "Henneberger Land" im April 2018 entschieden. In dem Verein engagieren sich Partner vor Ort, die die Entwicklung des ländlichen Raumes voran bringen wollen.

Thomas Linde, der eine Mosterei im Suhler Ortsteil Dietzhausen betreibt, erhielt von der RAG ebenfalls Unterstützung. Er verarbeitet regionales Obst zu Saft. Die Wertschöpfung in der Region wird durch die Förderung somit unterstützt. Doch weil der Nebenerwerbsbetrieb an seine Grenzen stieß, war der Kauf einer neuen, effektiveren Pasteuranlage mit Abfülleinrichtung notwendig. Die Fördersumme über Leader betrug hier rund 6560 Euro. Die beiden erfolgreichen privaten Projekte wurden kürzlich in der Mitgliederversammlung in Walldorf vorgestellt.

Darüber hinaus wurden 2018 die Dachsanierung an der Burg Maienluft in Wasungen, der Einbau einer Brandschutzanlage, Sauna und eines Dielenfußbodens im Schloss Breitungen sowie Sanierungsarbeiten an der dazu gehörigen Scheune bezuschusst.

Eine wertvolle Arbeit leistete die Leader-Geschäftsstelle in Rippershausen. "Akteure und Antragsteller für neue Projekte haben hier einen festen Anlaufpunkt in der Region - viele Fragen für neue Vorhaben können in der Geschäftsstelle besprochen und geklärt werden", sagen Manuela Sbeih und Vanessa Linß vom Planungsbüro Sweco GmbH, die das LEADER-Management für die RAG durchführen. Geöffnet hat die Geschäftsstelle immer donnerstags von 10 bis 14 Uhr.

2018 war ein wichtiges Jahr, denn es wurde auch Zwischenbilanz innerhalb der laufenden Förderperiode gezogen. Noch sind einige Wünsche offen. Konkret sind Vorhaben besonders willkommen, die beispielsweise die Direktvermarktung durch Dorf- und Hofläden fördern. Doch auch intelligente Ideen zur Mobilität sind gefragt - ebenso Kinder- und Jugendprojekte. Flächen- und Leerstandsmanagement soll zudem künftig noch mehr als bislang eine Rolle spielen. Die besonders bevorzugten Teilziele für Projekte des kommenden Jahres 2019 sind auf der Homepage der RAG nachzulesen.

Ende Oktober letzten Jahres waren 18 neue Projekte eingereicht worden - davon 11 private Vorhaben und 7 aus den Kommunen. Seit November werden die Vorhaben geprüft. Sie müssen, um in die engere Wahl zu kommen, Mindestkriterien erfüllen, die sich an den Zielen der Regionalen Entwicklungsstrategie orientieren. Dabei arbeitete die RAG in der Vergangenheit mit dem bisherigen Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung in Meiningen stets Hand in Hand.

Von Walldorf aus ging auch bereits der Blick in das Jahr 2019. Abermals wird es einen Aufruf für neue Vorhaben geben, die bis zum 30. Oktober dieses Jahres eingereicht werden können. "Dabei sollte der Blick bereits bis 2023 reichen, da die Projekte für die nächsten Jahre im Herbst 2019 vorliegen müssen", kündigte Regionalmanagerin Manuela Sbeih an.

Insgesamt zog die RAG auch für die zurückliegenden Jahre eine positive Bilanz. Von 2014 bis 2018 zahlten die Vereinsmitglieder der Regionalen Aktionsgruppe "Henneberger Land" rund 187 000 Euro an Mitgliedsbeiträgen. In dieser Zeit holten sie über Leader im Vergleich dazu immerhin Fördergelder in Höhe von 1,5 Millionen Euro in die Region. Mit den Zuschüssen wurden Projekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von sage und schreibe 4,3 Millionen Euro umgesetzt. (red)

    
    

Diesen Artikel

    
    
    
    

Online-Anzeigenannahme 

Möchten Sie eine Anzeige aufgeben? Hier können Sie bequem Ihre Anzeige verfassen. »mehr
    
    

Mediadaten 

Die gesamte Preisliste mit Preisen für Kombi-/ Einzelausgaben, technischen Angaben und vielen weiteren Informationen wie Verbreitungsgebiet und Erscheinungsweise finden Sie hier. »mehr