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Übernachtungszahlen sind sogar leicht gestiegen

Insgesamt 51 281 Übernachtungen in 2018 / Stagnation bei Verweildauer / Sehenswerte Fachwerkstadt

Ohne einen Event oder ein anderes Großereignis ist es 2018 in Schmalkalden gelungen, die Übernachtungszahlen stabil zu halten, sogar auszubauen. Das spricht für eine gute Arbeit der Touristiker.

Die Stadt hat einen unverwechselbaren Charakter, den es zu erhalten und mit Events zu ergänzen gilt, damit noch mehr Gäste (wieder)kommen.   » zu den Bildern

Ohne einen Event oder ein anderes Großereignis ist es 2018 in Schmalkalden gelungen, die Übernachtungszahlen stabil zu halten, sogar auszubauen. Das spricht für eine gute Arbeit der Touristiker.

SCHMALKALDEN Kulturelle oder geschichtliche Großereignisse wie die 3. Thüringer Landesgartenschau 2015 oder das 500-jährige Reformationsjubiläum 2017 sind nicht nur Anlass, um das eine oder andere Thema oder geschichtliche Ereignis näher zu betrachten, sondern zugleich auch touristisch bedeutsam. Denn zu solchen Events kommen zahlreiche Tagesgäste und Urlauber in die Stadt.

Das spiegelt sich in aller Regel auch in den Statistiken wider. So kamen in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise nach 2008 bis 2012 immer nur zwischen rund 28 000 bis 30 000 Übernachtungen zusammen.

Doch bereits im Vorfeld der Landesgartenschau ging diese Zahl dann leicht in die Höhe, in 2014 zählten Hotels und Pensionen knapp 43 800 Übernachtungen. Im Jahr darauf zur Landesgartenschau waren mit es 44 500 noch einige mehr. Daraus wurden im Zuge der Feierlichkeiten zu 500 Jahren Reformation sogar 51 000 Übernachtungen.

Nun konnte diese gute Zahl im vergangenen Jahr ohne eine besonderes Veranstaltungshighlight gehalten und sogar leicht ausgebaut werden. Für das Jahr 2018 weist das Thüringer Landesamt für Statistik exakt 51 281 Übernachtungen aus.

"Es hat sich gezeigt, dass es gut ist, wenn die allgemeine Aufmerksamkeit auf einem Thema wie der Reformation liegt", sagte Sandra Hanf, die Leiterin der Schmalkalder Tourist-Information. Davon würden geschichtlich damit verbundene Ort wie Schmalkalden profitieren. Im vergangenen Jahr habe es zudem wohl etliche Touristen gegeben, die sich entschlossen hätten "noch einmal hierher zu kommen, weil man beim ersten Besuch vielleicht nicht alles gesehen hat", nennt sie einen Grund für das gute Übernachtungsergebnis. Außerdem hätten einige Busunternehmen 2017/18 Schmalkalden als interessantes Reiseziel neu entdeckt.

In der Summe aller Faktoren wäre es zu der leichten Steigerung der Übernachtungszahlen gekommen, so Hanf. Ein Manko bleibt indes die Stagnation bei der Verweildauer. In den Jahren 2017 und 2018 weist die Statistik 2,2 Übernachtungen pro Gast aus. In den beiden Jahren zuvor waren es nur 2,0 Nächte, welche Besucher in der Stadt blieben.

Bis in das Jahr 2006 muss der Blick in der Statistik zurück schweifen, um einen Wert von drei Tagen Verweildauer zu finden. "Das ist leider ein Trend, dass Gäste nur kurz bleiben. Reisen werden immer spontaner unternommen", weiß Sandra Hanf um das Problem. Angesichts komfortabler Buchungsmöglichkeiten über das Internet sei das heutzutage ja auch alles kurz und bündig zu erledigen.

"Schauen wo das Wetter schön ist und dann geht`s los", umriss die Leiterin der Tourist-Information den Trend, der sich wohl nur schwer umkehren lässt. "Wir arbeiten daran, attraktive Angebote zu unterbreiten, damit Gäste ein Stück länger bleiben", sagte die Leiterin der Tourismus-Information.

Bürgermeister Thomas Kaminski ist mit den Tourismuszahlen von 2018 sehr zufrieden. Das müsse man erst einmal schaffen, ohne Großveranstaltungen oder andere Highlights mehr Touristen in die Stadt zu bekommen, lobte er die Arbeit der Mitarbeiterinnen in der Tourismus-Information.

Dass im Jubiläumsjahr der Reformation 2017 mehr Auslandsgäste in die Stadt kamen als voriges, das sei verständlich, meinte der Stadtchef. Gegenüber 2015 habe man die Zahl Der Besucher aus dem Ausland aber auch deutlich steigern können, verwies er auf die Statistik. So besehen habe man ein gutes Fundament im Tourismus, auf das man weiter aufbauen müsse.

Der Thüringentag 2021, den die Landesregierung kürzlich nach Schmalkalden vergeben hat, könnte ein weiterer Meilenstein werden, der neue Gäste in die Fachwerkstadt bringt.

Reserven sah der Bürgermeister hingegen bei der Zahl der Stadtführungen. Rund 460 habe es in 2018 gegeben, das seien deutlich weniger als ein Jahr zuvor gewesen. Über solche touristische Themen habe er kürzlich mit Hotelbetreibern und anderen Leistungserbringern aus dem Fremdenverkehr gesprochen. "Es ist noch Luft nach oben", fasste er das gute Ergebnis 2018 mit dem Wunsch nach weiterer Stabilität zusammen. (eh)

    
    

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