» zur Übersicht Schmalkalden
    
Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text   


Entdeckungsreise in die Berufswelt

In 18 Firmen und Einrichtungen erkundeten Regelschüler aus Schwarza und Steinbach-Hallenberg Berufe

Etwa 230 Schüler der Regelschulen aus Schwarza und Steinbach-Hallenberg schauten sich in Firmen von Springstille bis Viernau um. Den passenden Beruf zu finden, sollte die Entdeckungsreise vorigen Freitag helfen.

Sarah probierte sich an den Arbeitsgeräten der Steinbacher Maler GmbH.   » zu den Bildern

Etwa 230 Schüler der Regelschulen aus Schwarza und Steinbach-Hallenberg schauten sich in Firmen von Springstille bis Viernau um. Den passenden Beruf zu finden, sollte die Entdeckungsreise vorigen Freitag helfen.

STEINBACH-HALLENBERG "Deine Zukunft beginnt hier", so wirbt die Firma Hehnke um Auszubildende, die Mechatroniker, Industriekaufmann, Verfahrens- oder Industriemechaniker/in werden wollen. Doch woher weiß man, dass man vielleicht solch einen Beruf ergreifen möchte? Am ehesten geht das bei einer Erkundungstour durch den Betrieb, zusammen mit Mitarbeitern entlang der Produktionslinie, damit es gleich den praktischen Einblick gibt.

So geschah es nicht nur bei Hehnke, sondern auch in den Firmen Paatz, Rennsteig-Werkzeuge, Dietsch Polstermöbel, der Arnold AG und den vielen anderen teilnehmenden Firmen. Aber auch im städtischen Haseltal-Kindergarten wurde durch die Räume geschaut, kamen Interessierte mit den Erzieherinnen über den Beruf ins Gespräch, während man den Verkäuferinnen im Edeka hingegen über die Schulter schaute, den Ablauf eines Wareneingangs verfolgte und auch mal bei einer Kiste zupackte. Nur auf diese Weise, meinte Jason Liebrich zur Eröffnung der 7. "Entdeckungsreise in die Berufswelt", könne man realistische Einblicke erhalten.

Gleiches galt für Handwerksbetriebe wie die Steinbach-Hallenberger Maler GmbH oder die Dachdeckerfirma Tautenhain. Da konnten die Schüler der 7. und 9. Klasse das Farbsprühgerät oder das Lasermessgerät selbst in die Hand nehmen und ausprobieren, die Dachziegel selbst verlegen oder Schweißbahnen verkleben.

"Ihr bekommt Einblicke in die Metallberufe, in das Handwerk und den Dienstleistungsbereich", hatte Jason Liebrich in seiner ehemaligen Schule die Jugendlichen ermuntert, genau hinzuschauen. Der vor Kurzem in den Stadtrat gewählte 19-Jährige erlernt gegenwärtig den Beruf eines Fachangestellten für Bädertechnik. Er sei also nahe dran an den Fragen der Jugendlichen, wenn es um die Berufswahl geht, meinte er vorigen Freitag. Da hatten sich Regelschule, Stadt, Handwerkskammer und die IHK Südthüringen zusammen mit den heimischen Firmen in die Entdeckungsreise eingebracht, um den künftigen Schulabgängern berufliche Perspektiven in der Heimat aufzuzeigen. Vom Bankkaufmann über Friseur bis zum Maler und Zerspanungsmechaniker wurden vielfältige Offerten aufgezeigt. Jason Liebrich, der nun bald sein drittes Ausbildungsjahr beginnt, ermunterte die Jugendlichen, Fragen zu stellen, sich auszuprobieren.

Bürgermeister Markus Böttcher, der die Aktion seit langem aus verschiedenen Perspektiven begleitete, fand es auch gut, wenn man erst einmal ausschließt, was man nicht werden möchte. Auch auf diesem Weg könne man die Berufsrichtung finden, die einem am meisten zusagt. Die Stadt wolle mit ihren Möglichkeiten auch künftig beitragen, dass das Leben in der Kommune mit gutem Freizeitangebot, aktiven Vereinen und einem Miteinander in den Orten attraktiv ist. Den kurzen Vorreden folgte der Start in die Betriebe.

Da griff zum Beispiel Sarah Chantal Krahn von der Regelschule Steinbach-Hallenberg beherzt zum Akkuschrauber mit dem Schraubengurt, wie ihn die Maler beim Montieren von Gipskartonplatten verwenden, um nicht jeder Schraube einzeln in die Hand nehmen zu müssen. Auch das Farbsprühgerät, dass einen feinen Farbnebel erzeugt, wurde von den Schülern ausprobiert.

In der Firma Rennsteig-Werkzeuge betreute Ausbilder Georg Krause die Schüler. In dem Unternehmen genießt die Ausbildung des fachlichen Nachwuchses hohe Priorität, dort gab es auch sehr detaillierte Informationen zu den benötigten Berufsbildern wie Werkzeugmechaniker oder Fachkraft für Metalltechnik.

In der Hehnke GmbH führte derweil Werkstudentin Linda Haustein eine Schülergruppe durch das Unternehmen, welches zum Beispiel Gaspedale für Kraftfahrzeuge herstellt. In der Arnold AG gab es Einblicke von der Gehäusefertigung bis zum Anfertigen von metallenen Kunstobjekten. Die Firma Grundstein wiederum informierte über das Steinmetzhandwerk und bei Dietsch Polstermöbel zeigte sich, dass selbst Polsterer im Zuschnitt mittlerweile Digitaltechnik im Einsatz haben. Kurzum, die 7. Entdeckungsreise in die Berufswelt war ein Zugewinn für alle Schüler.

Wie diese sich weiter orientieren, das bleibt ihre Aufgabe, bei der sie vor allem die Hilfe und den Rat der Eltern und Familien brauchen. Die Schulen stehen gern zur Unterstützung auf dem Weg in die Berufswelt bei, hatte der Steinbach-Hallenberger Regelschulleiter Matthias Eger zu Beginn bekräftigt. Erik Hande

    
    

Diesen Artikel

    
    
    
    

Online-Anzeigenannahme 

Möchten Sie eine Anzeige aufgeben? Hier können Sie bequem Ihre Anzeige verfassen. »mehr
    
    

Mediadaten 

Die gesamte Preisliste mit Preisen für Kombi-/ Einzelausgaben, technischen Angaben und vielen weiteren Informationen wie Verbreitungsgebiet und Erscheinungsweise finden Sie hier. »mehr