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Frühstück mit Aussicht

Ministerpräsident an der Schanze / Sommertour wird heute im Besucherbergwerk und am Wasserfall fortgesetzt

Tourismus und Sport in der Inselbergregion zu stärken, ist Anliegen von Ministerpräsident Bodo Ramelow. Er machte sich am Freitag an der Inselbergschanze ein eigenes Bild von den Aufgaben. Dabei forderte er ein schlüssiges Konzept ein.

Lockere Stimmung beim Abschied: Christian Berke vom WSV Brotterode, Ministerpräsident Bodo Ramelow, Bürgermeister Kay Goßmann und Knut Bonsack (v.l.) vom WSV. Fotos: Erik Hande   » zu den Bildern

Tourismus und Sport in der Inselbergregion zu stärken, ist Anliegen von Ministerpräsident Bodo Ramelow. Er machte sich am Freitag an der Inselbergschanze ein eigenes Bild von den Aufgaben. Dabei forderte er ein schlüssiges Konzept ein.

BROTTERODE "Wir bauen ein großes S auf den Inselsberg das sich dreht und nachts angeleuchtet wird", scherzte Bodo Ramelow (Die Linke). Da habe man die Attraktion, meinte er mit Augenzwinkern. So machte er aber auch beiläufig auf die Unterschiede in der Region aufmerksam, die darin gipfeln, dass Thüringens bekanntester Berg noch nicht einmal in seiner Heimat eine einheitliche Bezeichnung findet.

An einen Tisch setzen, zusammenfinden und den Tourismus gemeinsam entwickeln - diese Forderung wiederholte der Ministerpräsident bei seinem Besuch mehrfach. Immer wieder appellierte er an alle, von Bad Tabarz über Brotterode bis nach Oberhof, sich zusammenzufinden. Es gehe nicht an, dass jeder Ort seine eigenen Befindlichkeiten in den Mittelpunkt stellt. Vielmehr müsse man den Tourismus ganzheitlich sehen.

Man habe die Biathlon-Weltmeisterschaft 2023 nicht nach Oberhof, sondern nach Thüringen geholt, machte er an einem Beispiel deutlich. Das gelte auch für einen eventuellen Damen-Weltcup im Skispringen, den die Internationale Skisprungförderation FIS den Brotterödern in Aussicht gestellt hat, wenn die Bedingungen an der Schanze dafür gegeben sind. Genau das ist aber der Knackpunkt, hatte Bürgermeister Kay Goßmann den Landeschef gleich bei der Begrüßung noch einmal informiert. Dem war der Sachverhalt freilich bekannt, aber er wollte vor Ort alles selbst noch einmal in Augenschein nehmen.

So erklärte ihm Knut Bonsack vom Wintersportverein, dass der gesamte Anlauf der Schanze verbreitert werden muss". Sonst kämen sich Springer an dem Aufgang und jene in der Spur womöglich ins Gehege. Auch der Aufsprunghang bedürfe weiterer Verbesserung, nannte der Brotteroder eine nächste Aufgabe. Ebenso müsste das Umfeld in der Werner-Lesser-Arena für volkssportliche und touristische Veranstaltungen besser präpariert werden. Man habe mit dem Hornschlittenrennen und dem Schanzen-Rauf-Lauf zwei Formate, die bei Publikum und Aktiven gleichermaßen gut ankommen.

Dies würdigte der Ministerpräsident, der zu WSV-Vorsitzenden Christian Berke meinte, genau solche Veranstaltungen für Urlauber und Einheimische habe er auch in Oberhof eingefordert. "Das muss insgesamt eine Anstrengung der ganzen Region werden", wiederholte er seinen Anspruch, im Urlaubsgebiet Thüringer Wald mehr als Natur allein anzubieten.

Es gebe bereits Vorschläge und Konzepte, erklärte der frühere Minister und heutige Präsident des Regionalverbandes "Thüringer Wald" Andreas Trautvetter, der dabei unter anderem einen Mountainbike-Parcour am Seimberg und andere Attraktionen im Hinterkopf hatte.

Es läge aber kein Konzept vor, wie es das Tourismusministerium einfordert, unterbrach der Ministerpräsident die Erklärung. Die Beteiligten der Region sollten sich auf gemeinsame touristische Schwerpunkte mit sportlichen Komponenten einigen, das könne dann gefördert werden, machte Thüringens Regierungschef klar.

Gemeinsam mit Gerd Münch vom WSV Brotterode hatte er sich zuvor in der Skisport-Ausstellung des Vereins im Kampfrichterturm umgeschaut, den Ausblick auf den Inselberg genossen und sich im Gespräch über die verschiedenen Aufgaben informieren lassen.

Bei einem gemeinsam Frühstück auf der Plattform des Kampfrichterturmes kam er mit Vertretern des Landkreises ebenso ins Gespräch wie mit Landtagsabgeordneten und -kandidaten aus der Region.

Entschieden wurde am Mittwoch freilich noch nichts. Doch den Umstand, dass der Ministerpräsident sich die Bedingungen vor Ort selbst angeschaut hat, bewerteten die Lokalpolitiker als Zeichen der Ermunterung, nun Förderanträge für die Erneuerung der Schanze und dazugehörige Projekte am Inselberg zu stellen. Am heutigen Mittwoch weilt der Ministerpräsident noch einmal in Brotterode-Trusetal. Dieses Mal stehen das Besucherbergwerk "Hühn" und der Trusetaler Wasserfall auf dem Besuchsprogramm und der Tourismus erneut auf dem Prüfstand. Erik Hande

    
    

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