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Leader sucht neue Projekte

Neue Vorhaben für den Zeitraum 2020 - 2023 bis Ende Oktober 2019 einreichen

SCHMALKALDEN / SUHL / MEININGEN Auch in den kommenden Jahren will LEADER die Entwicklung auf dem Lande voranbringen. Interessante und innovative Ideen sind weiterhin willkommen und werden gefördert.

Das Kinderbildungszentrum KiBiZe in Asbach ist ein Vorzeigeprojekt für Leader. Hier entstand ein multifunktionelles Objekt, dass sich nahtlos in den Ort integriert und Betreuungsbedarf absichern hilft. Foto: RAG  

SCHMALKALDEN / SUHL / MEININGEN Auch in den kommenden Jahren will LEADER die Entwicklung auf dem Lande voranbringen. Interessante und innovative Ideen sind weiterhin willkommen und werden gefördert. Die Regionale LEADER-Aktionsgruppe (RAG) "Henneberger Land" ruft deshalb jetzt dazu auf, neue Vorhaben einzureichen. Unter dem Motto "Gemeinsam WERTE schätzen und WERTE schöpfen" startet nun also die fünfte Runde. Dieses Mal geht es um Projekte, die in den Jahren 2020 bis 2023 realisiert werden sollen. Seit 2015 wurden bereits viele Ziele der Regionalen Entwicklungsstrategie (RES) messbar umgesetzt. Bevorzugt gefördert werden in den kommenden vier Jahren deshalb Projekte, die dazu beitragen, die noch offenen Ziele zu erreichen. "So sind gute Ideen für Dorfläden, Direktvermarktung, regionale Bauernmärkte und entsprechende Vermarktungskampagnen wie beispielsweise Einkaufsführer gesucht, um heimische Produzenten von Qualitätsprodukten zu unterstützen", sagt Johannes Schmidt, der Vorsitzende der RAG LEADER "Henneberger Land" e.V. "Die Wege sind kurz, das Geld bleibt auf dem Lande. Das schafft Identität und unterstützt die ländliche Region."

Gefragt sind aber auch intelligente Mobilitätskonzepte, um die Menschen auf den Dörfern von A nach B zu bringen. Über neue, benutzerfreundliche ÖPNV-Konzepte für ländliche Gebiete und eine gute Netzwerkarbeit könnte hier einiges bewegt werden - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Als Ziel festgeschrieben wurde auch die Errichtung eines Biomassekompetenzzentrums in Südthüringen in Zusammenarbeit mit der Hochschule Schmalkalden, um die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen weiter voran zu bringen. Gesucht sind ebenso pfiffige Ideen, um Menschen über Zuzug in die Region zu holen, aber auch die Einwohner von heute an ihre Heimatregion zu binden. Mehr als bislang soll auch mit den vielfältigen Freizeit- und Bildungsangeboten hierzulande geworben werden - wünschenswert wäre hier eine Plattform oder ein Atlas, der die vielen Offerten aller Anbieter zusammenfasst und gezielt unter die Leute bringt. Denkbar sind zudem ehrenamtliche Bildungspatenschaften in Zusammenarbeit mit Schulen und Kindertagesstätten, über die Vorlesestunden, Exkursionen und vieles mehr angeboten werden könnten. Gerade hier könnten auch Kinder von Flüchtlingen gut integriert werden.

Mehr als bisher will LEADER aber auch selbst seine Arbeit bei Unternehmen, Vereinen und Schulen wie beispielsweise bei Projekttagen mit Schulklassen bekannt machen. Aufgerufen sind also nun alle Akteure, die neue Vorhaben im Landkreis Schmalkalden-Meiningen und den ländlichen Ortsteilen der Stadt Suhl in Angriff nehmen wollen.

Die Neugliederung der Kommunen zum 1. Januar 2019 wird in der jetzigen Förderperiode noch nicht berücksichtigt. Somit können die Stadt Kaltennordheim inklusive Andenhausen, Klings, Fischbach und Kaltenlengsfeld und die zwei neuen Ortsteile der Stadt Suhl - Gehlberg und Schmiedefeld - noch über ihre bisherigen Regionalen Aktionsgruppen Wartburgregion bzw. Gotha-Ilmkreis-Erfurt die Förderanträge stellen. "Dabei ist es wichtig, die Projektbeschreibung so konkret wie möglich zu formulieren", raten die LEADER-Regionalmanagerinnen Manuela Sbeih und Vanessa Linß vom Planungsbüro Sweco GmbH, die das LEADER-Management für die RAG realisieren.

"Fragen wie die Trägerschaft des Vorhabens und die Finanzierung müssen geklärt sein." Die Antragssteller dürften zudem nicht vergessen, auch bei den Planungsleistungen einen entsprechenden Wettbewerb durchzuführen. Ebenso sollten bereits notwendige Angebote rechtzeitig eingeholt sowie Mitstreiter für die Projektidee gewonnen und eingebunden werden, hieß es. Für Fragen ist die RAG-Geschäftsstelle, die donnerstags von 10 bis 14 Uhr besetzt ist, Ansprechpartner.

Empfohlen wird, sich hier vor Einreichung des Antrages beraten zu lassen oder den Kontakt zu den Fachbehörden, wie u.a. dem Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR) Meiningen zu suchen. Die Projektanträge sind bis spätestens 30. Oktober 2019 beim TLLLR Meiningen vollständig einzureichen. Parallel soll der RAG eine digitale Kopie der Unterlagen bis zu diesem Stichtag zur Verfügung gestellt werden.

Erste Schritte und Hinweise auf dem Weg zur Projektumsetzung sind im Internet unter www.leader-rag-henn.de zu finden. Näheres zu den Zielen und Teilzielen der RES können dort in den Downloads zudem nachgelesen werden. (red)

    
    

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