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Schmalkalder Unternehmer mit starkem Engagement im Senegal

Know-how aus dem Wartburgkreis und dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen für Afrika

Erneut wurde eine Delegation aus dem Senegal in Schmalkalden empfangen. Als Gäste weilten der Bürgermeister von Gabou, Bocar Amady Sy, und sein Stellvertreter, Ibrahima Thiam, in der Stadt.

Dr.-Ing. Olaf Janda (l.) mit den Gästen aus dem Senegal bei der Präsentation von Verfahren und Anwendungen aus dem TGF Schmalkalden. Foto: Jens Dahlems   » zu den Bildern

Erneut wurde eine Delegation aus dem Senegal in Schmalkalden empfangen. Als Gäste weilten der Bürgermeister von Gabou, Bocar Amady Sy, und sein Stellvertreter, Ibrahima Thiam, in der Stadt.

SCHMALKALDEN "Die Infrastruktur in unserer Gemeinde Gabou aufzubauen, ist das erklärte Ziel unseres Besuchs in Schmalkalden", so der Bürgermeister Sy beim Treffen mit Firmen aus dem Gründer- und Technologiezentrum. Die von ihm repräsentierte ländliche Gemeinde Gabou liegt im Osten des Landes am Dreieck Senegal, Mauretanien und Mali. Sie gehört zum Departement Bakel in der Region Tambacounda. Die Landgemeinde Gabou hat 19 000 Einwohner. Sie bildet das Verwaltungszentrum von 44 umgebenden Dörfern im Umkreis von 25 km und liegt an der Landesstraße N1.

Die wichtigsten Wirtschaftszweige im Senegal sind die Fischerei- und Landwirtschaft, der Tourismus sowie der Bausektor. Im Jahr 2017 lag das Wachstum der Wirtschaft bei 7,2 %, womit das Land eines der weltweit wachstumsstärksten ist. Der Plan der Regierung Macky Sall sieht vor, mit Infrastrukturprojekten im ganzen Land die Wettbewerbsfähigkeit des Senegal zu verbessern und die sehr hohen Energiekosten zu senken.

Die Kontakte in das Land gehen auf das langjährige Engagement der Firma Arisu GmbH zurück. Ihr Geschäftsführer, Ralph Eckhardt erklärt: "Wir entwickeln und bieten 100%-chemiefreie und wartungsarme Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung an. Genau diese werden in der Region Gabou zur Versorgung der ländlichen Region mit ihren 44 kleineren und mittleren Dörfern benötigt." Erste Kontakte zwischen Senegal und Schmalkalden gehen auf das Jahr 2015 zurück. Höhepunkt war eine Unternehmerreise Schmalkalder Firmen aus den Bereichen Umwelttechnik, erneuerbare Energien, Wasseraufbereitung und nachhaltiger Infrastrukturentwicklung im August 2017 in die senegalesische Hauptstadt Dakar, nach Touba und Kaolack.

Während des dreitägigen Besuchs in Schmalkalden fanden nun Gespräche zu den wichtigen Infrastrukturaufgaben in Gabou statt und es wurden passende Produkte und Dienstleistungen von Firmen aus der Region vorgestellt. Die Schmalkalder Unternehmen waren vertreten durch die Pro Energie AG, die Firmen EXCELLO Batteriekraftwerke GmbH sowie "Ihr EnergieKonzept" von Axel Tödt. Fragen der Energiegewinnung mittels Solarkraft, Lösungen zur Energiespeicherung und Anwendungen wie moderne LED- Beleuchtungstechnik, standen im Mittelpunkt. Es wurden Projektansätze diskutiert und vereinbart.

Michael Arndt, Vorstandsvorsitzender der Pro Energie AG, wies darauf hin, dass es in jedem Falle um geschlossene Projektansätze gehe, die sowohl Energiegewinnung, -speicherung und -nutzung verfolgen. Diese könnten auch mit landwirtschaftlichen Aufgaben, z.B. beim Gemüseanbau, der Bewässerung sowie der Trinkwasserversorgung der Bevölkerung kombiniert werden.

Die Ausbildung des senegalesischen Betreiberpersonals und der Vor-Ort-Servicetechniker bis hin zur technischen Ausbildung der jungen Menschen bei der Nutzung regenerativer Energien ist fest in den Konzeptionen verankert. Parallel zu den Projektgesprächen fand eine Exkursion zur Firma PETKUS Technologie GmbH in Wutha-Farnroda im Wartburgkreis statt.

Das Interesse der senegalesischen Gäste lag insbesondere beim Handhaben von Saatgut, der entsprechenden Technik und den darauf abgestimmten Prozessabläufen.

Zum Abschluss wurde nach intensiven Gespräche eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen Gabou und Schmalkalden vereinbart. "Dieses Projekt und die internationale Partnerschaft sind Teil der strategischen Ausrichtung der TGF Schmalkalden GmbH", so ihr Geschäftsführer Olaf Janda.

Es zähle zu den Aufgaben der TGF GmbH, innovative Produkte und Dienstleistungen für eine nachhaltige kommunale Entwicklung einzuwerben und zu entwickeln. Eigene lokale Ressourcen sollen stärker genutzt werden, um die regionale Wertschöpfung voranzutreiben.

Bürgermeister Sy und sein Stellvertreter Thiam unterstrichen am Ende ihres Besuchs den Wunsch, künftig eng mit den Experten aus Schmalkalden und Umgebung zusammenzuarbeiten. "Es geht mir dabei sehr stark um das Angebot an beruflichen Perspektiven für die Jugend in Gabou, sich bei der Entwicklung der Region, der Infrastruktur einzubringen. Immerhin sind 60 Prozent unserer Bevölkerung 20 Jahre und jünger. Diese jungen Menschen brauchen Aufgaben und entsprechende Anleitung, ihr zukünftiges Land aufzubauen. Wir als Verantwortliche benötigen die Unterstützung unserer deutschen Partner", sagte Sy abschließend. (tgf/red)

    
    

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