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Baustelle an Baustelle

Schmalkalder Investitionen in die kommunale Infrastruktur nehmen Gestalt an / Positives Zwischenfazit

SCHMALKALDEN Es ist noch kein Fazit, aber eine Zwischenbilanz, die Bürgermeister Thomas Kaminski in Sachen Straßenbau zieht. Die fällt insgesamt zufrieden aus, auch wenn die vielen Baustellen manchem Autofahrer Nerven geraubt haben.

Traum vieler Autofahrer - eine Ampel ohne Stau in der Kasseler Straße. Dagegen wurde kürzlich der Alptraum vieler Autofahrer war - eine defekte Ampel, die ein Verkehrschaos hervor rief. Foto: Erik Hande  

SCHMALKALDEN Es ist noch kein Fazit, aber eine Zwischenbilanz, die Bürgermeister Thomas Kaminski in Sachen Straßenbau zieht. Die fällt insgesamt zufrieden aus, auch wenn die vielen Baustellen manchem Autofahrer Nerven geraubt haben. Die Baustelle in der Dorfstraße in Weidebrunn zählte da allerdings nicht dazu. Freilich war eine Umleitung notwendig, aber das hielt sich noch in Grenzen.

Die Dorfstraße hatte auf einer Länge von etwa 150 Meter neu gebaut werden müssen, "weil wir da Setzungserscheinungen hatten. Busse durften deswegen schon nicht mehr auf der Straße fahren und für ein Haus bestand Gefahr, dass es durch die Setzungen geschädigt wird". Daher habe die Kommune in Gemeinschaft mit dem kommunalen Eigenbetrieb Gewas die Straße erneuert. Die Maßnahme ist inzwischen abgeschlossen.

Weitere Vorhaben hatte die Stadt im Bereich Gewässerbau umzusetzen. In Mittelstille wurde ein Wehr unterhalb des Autohauses Groß zurückgebaut, außerdem ein weiteres in der Ortslage. Die Kosten dafür betrugen jeweils rund 50 000 Euro. Beide Vorhaben sind baulich fertig gestellt, es müssen aber im Oktober noch Anpflanzungen realisiert werden, informierte Kaminski.

Ein weiteres Bauvorhaben, der finanzielle Umfang beträgt knapp 70 000 Euro, betrifft den Rosa-Bach in Helmers. Hier bestehen an dem Rest eines ehemaligen Wehres nur noch ein Betonriegel, mit dem das Wehr weder bei Hoch- noch bei Niedrigwasser funktioniert. Dessen Funktionstüchtigkeit wieder herzustellen ist Ziel der jetzt begonnenen Baumaßnahme.

Ganz anderer Natur ist das Bauvorhaben Renthofstraße. Diese soll in den Jahren 2019/20 erneuert werden und ist seit knapp zwei Wochen deshalb für den Fahrzeugverkehr gesperrt, die Bauarbeiten haben begonnen.

Im Zusammenhang mit der Umleitung und dem Busverkehr hat alles gut funktioniert, umriss der Bürgermeister den Start. Allerdings stellte sich in dem Zuge heraus, dass das "Haus für ältere Bürger" plötzlich nicht mehr an den Öffentlichen Personennahverkehr angebunden war. Denn die Bushaltestelle vor dem Gebäude wurde nicht mehr bedient. Inzwischen, so der Stadtchef, wurde der Fehler behoben.

Die Arbeiten selbst laufen wie bei anderen Projekten - am Kindergarten Mittelschmalkalden oder die Erschließung der Zufahrt für das Wohngebiet Heiliggrab - planmäßig. Beim Ausbau der Kreis- und Kommunalstraße in Mittelschmalkalden gibt es sogar einen Zeitvorsprung von einem Monat. "Die Anwohner haben die Baufirma gelobt, das hört man wirklich nicht alle Tage", sagte Thomas Kaminski.

Nun werde dieser Tage sogar schon die Tragschicht aufgebracht, berichtete er zum Fortschritt auf dem Straßenstück zwischen dem Abzweig Möckers und der Kirche in Haindorf.

Nicht so erfreulich ist indes sein Blick auf die Baustelle in der Kasseler Straße. Dabei hat er gar nicht so sehr die etwa eine Woche Zeitverzug bei den Arbeiten im Blick, das könne man immer wieder ausgleichen.

Vielmehr ärgerte ihn der Ausfall der Ampel, die den Verkehr im Baustellenbereich reguliert. Die könne einmal, auch zweimal defekt sein, räumt er ein. Dass dann aber erst nach 3,5 Stunden jemand vor Ort sein kann, um die Anlage zu reparieren oder zu ersetzen, das sei ein Unding, monierte der Stadtchef. Dass die Polizei nicht in der Lage war, die Besatzung eines Streifenwagen zwecks Verkehrsregulierung zu schicken, sei der Meininger Dienststelle nicht anzulasten. Die habe tagsüber nur eine begrenzte Einsatzkapazität zur Verfügung.

Der Vorfall zeige allerdings auch, dass die Polizei zwar den Alltagsbetrieb abarbeiten könne, sobald es zusätzliche Ereignisse - selbst wenn es nur eine defekte Baustellenampel ist - gebe, würden die vorhandenen Einsatzkräfte aber nicht mehr ausreichen.

Dabei wirke sich diese Baustelle auf Lieferanten, Pendler und Besucher im gesamten nördlichen Kreisgebiet aus, merkte Thomas Kaminski zu dem Nadelöhr an.

Unabhängig davon hat Bürgermeister Kaminski aber eines noch mit der Polizei abgesprochen: Verkehrskontrollen in der Auerstraße. Dort würden Autos die Baustelle teils mit geschätzten bis zu 70 Stundenkilometern umfahren, das gehe nicht an. "Da laufen Kinder, es gibt keinen Bürgersteig, die Diakonie ist dort unten und auch die Bewohner müssen mit ihren Autos mitunter aus beengten Ausfahrten auf die Straße fahren können", schilderte der Bürgermeister den Grund für das Tempo 30. Das sollen Autofahrer einhalten, forderte er strikt. (eh)

    
    

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