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Gewerbestandort wird revitalisiert

Abriss der Bäckerei im Gewerbegebiet West in 2020 / Warten auf den Förderbescheid

SCHMALKALDEN Das Aus für die Arnstädter Frischback GmbH am Standort im Gewerbegebiet "West" war nicht nur für die etwa 30 Mitarbeiter eine Zäsur.

Die Großbäckerei musste das Geschäft und den Standort in Schmalkalden aufgeben. Fotos (3): Erik Hande   » zu den Bildern

SCHMALKALDEN Das Aus für die Arnstädter Frischback GmbH am Standort im Gewerbegebiet "West" war nicht nur für die etwa 30 Mitarbeiter eine Zäsur. Auch die Stadt muss nun im Nachgang der Insolvenz einiges an Geld und Technik in die Hand nehmen, um das Areal neu zu ordnen.

Die Großbäckerei hatte in der Region Schmalkalden viele hundert Einrichtungen und Geschäft mit Backwaren beliefert, sich nach einer ersten Insolvenz dann aber auf Großkunden konzentriert. Doch das brachte auch nicht mehr Schwung in den Betrieb. So muste am Ende der Standort Schmalkalden doch geschlossen werden.

Der Gebäudekomplex aus DDR-Zeiten ist seit einem Jahr ungenutzt. Als Bäckerei wird der Standort nicht mehr gefragt sein, weiß Bürgermeister Thomas Kaminksi. Das Areal ist mit der derzeiten Bebauung nicht vermarktbar, ergänzte der Stadtchef. Denn die Struktur der Bebauung entspricht längst nicht mehr den Erfordernissen heutiger Großbäckereien, geschweige denn Firmen aus anderen Branchen. Daher komme nur ein Abriss als Alternative in Frage.

Doch nicht nur der sichtbare Teil der Bebauung soll dem Erdboden gleich gemacht werden, sondern auch in der Tiefe soll eine Revitalisierung des Areal erfolgen. Bauten in der Tiefe würden ebenso zertrümmert und entsorgt. "Damit ist die Gewerbefläche frei für einen Investor", beschreibt der Bürgermeister das Ziel des Rückbaus. Ein Betrieb, der sich künftig dort ansiedelt, soll aus der Lebensmittelbranche kommen, gibt Kaminski die Zielrichtung vor.

Damit könne man das Gewerbegebiet dieser Branche zuordnen und - was noch viel wichtiger ist - den Branchenmix in Schmalkalden stärken. Diese Mischung brächte mehr Stabilität bei der Gewerbesteuer mit sich.

Ginge es der einen Branche wirtschaftlich einmal nicht so gut, so gebe es in anderen Branchen oftmals hingegen keine Probleme. Dadurch könne die Stadt immer mit einem gewissen Minimum an Steuereinnahmen rechnen und so den kommunalen Haushalt absichern.

Inzwischen hat die Stadt das Areal gekauft, der Notarvertrag ist seit vorigem Montag auch mit Vollmacht beglaubigt. Nun warte man auf die Ausreichung von Fördermitteln, um den Rückbau beginnen zu können. Der soll noch in diesem Jahr zügig erfolgen, damit die Fläche schnell an Interessenten ausgeschrieben werden kann.

In dem 14,8 Hektar großen Gewerbegebiet "West" sind derzeit unter anderem Firmen wie Thüringer Waldquell Mineralbrunnen (TWQ), die Fleisch- und Wurstwaren Schmalkalden, die MHG Messerschmidt und die LEONI protect cable systems ansässig, die vor Ort zusammen insgesamt einige hundert Mitarbeiter beschäftigen. Mit der Revitalisierung des Standortes der ehemaligen Großbäckerei könnten bei der Ansiedlung eines neuen Unternehmens wieder einige Arbeitsplätze hinzukommen. Erik Hande

    
    

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