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Am Karfreitag rauscht der Wasserfall

Viele kleine Veranstaltungen im Verlauf des Jahres geplant / Ostersonntag große Eiersuche

Mit Musik, der Unterstützung durch die Feuerwehr und hoffentlich viel Sonnenschein wird der Trusetaler Wasserfall Ostern angestellt. Allerdings nicht am Gründonnerstag, sondern am Karfreitag.

Wieder freigeschnitten und nun im Blickpunkt: Wegweiser am Wasserfall zum Thüringer Rennsteig.   » zu den Bildern

Mit Musik, der Unterstützung durch die Feuerwehr und hoffentlich viel Sonnenschein wird der Trusetaler Wasserfall Ostern angestellt. Allerdings nicht am Gründonnerstag, sondern am Karfreitag.

TRUSETAL Es tut sich einiges auf dem Gelände am Wasserfall. Die künstlich angelegten Kaskaden ziehen jährlich Tausende Besucher in ihren Bann. Allerdings sind die Gäste nur eine halbe Stunde später meistens schon wieder verschwunden. Außer dem einmal Hinschauen, kurzen Staunen und ein paar Meter Spaziergang bot das Areal zuletzt nicht viel Sehens- und Erlebenswertes. Das soll laut Ankündigung von Bürgermeister Kay Goßmannn anders, besser werden.

Weil der Kommune für große Attraktionen das Geld fehlt, besann sich der voriges Jahr neu gewählte Stadtchef auf die stärkste Kraft der Kommune - den Bauhof. Er wolle mit Hilfe von dessen Mitarbeitern viele Arbeiten in Eigenregie bewältigen, lautete der Plan von Kay Goßmann im Herbst. Dabei ist es nicht geblieben, etliche Aufgaben sind mittlerweile erledigt. "Wir sind derzeit an der Bereinigung des Geländes", schildert der Bürgermeister. Das Areal wurde freigeschnitten, die alten Hütten abgebaut und sogar die Fundamente entfernt. "Das sind riesige Brocken, die da herausgeholt wurden", beschrieb der Stadtchef.

Statt der Hütten soll künftig das Eis-Cafe Anlaufpunkt für die Gäste nach dem Rundgang am Wasserfall werden. Die kleine Gaststätte wird künftig von der Tourismus GmbH in Eigenregie betrieben. Eigentlich habe er das Cafe mit dem Anstellen des Wasserfalls eröffnen wollen, doch ganz so schnell geht das nicht. Die Vorbereitungen sind jedenfalls getroffen, so dass die gastronomische Einrichtung auf jeden Fall im Frühjahr zum Verweilen einlädt. Im Moment werden die Inneneinrichtung, die Außenterrasse und anderes mehr aufgebaut. Auch die Spielgeräte am benachbarten Spielplatz sollen demontiert und gereinigt werden. Ein neues Klettergerüst ist bestellt und bereits geliefert. Es wird im Bereich des Spielplatzes seinen Platz finden. Damit dürfte dem Nachwuchs nicht langweilig werden, wenn Eltern oder Großeltern nebenan im Cafe verweilen. Personell abgesichert ist die Bedienung übrigens auch über die Tourismus GmbH.

Die Kommune hatte keinen Pächter für die Einrichtung gewinnen können. Doch das Cafe sei wichtig und notwendig, wie ihm viele Gespräche mit Besuchern aufgezeigt hätten. Er habe sich im vergangenen Jahr ans Kassenhäuschen gestellt und nachgefragt, so der Bürgermeister, wenn die Leute gegangen sind.

Zwei Mängel seien ihm immer wieder genannt worden, erinnert er sich. Erstens störte die Gäste der eine Euro Eintritt, zum anderen fehlte ihnen die Gelegenheit, gemütlich einen Kaffee am Wasserfall zu trinken. Also Kassenhäuschen, das Personal bedurfte und wenig Geld einbrachte, schließen und dafür ein Cafe, das Personal braucht und gute Einnahme erzielt, eröffnen, lautete seine Schlussfolgerung. Die hat Kay Goßmann freilich nicht ganz allein getroffen und umgesetzt. Mitarbeiter der Verwaltung, des Bauhofes und Heike Schläger von der Trusetaler Tourismus GmbH hätten an den Vorbereitungen und der Umsetzung der Idee großen Anteil gehabt, würdigte der Stadtchef.

Das von ihm favorisierte Konzept sieht nun am Wasserfall mehrere kleine, aber regelmäßige Veranstaltungen vor. So soll auch das Wasserfall-Fest wieder seinen ursprünglichen Charakter als Freiluft-Veranstaltung erhalten.

Zur Saison-Eröffnung am Karfreitag wird der Wasserfall voraussichtlich 11 Uhr angestellt. Für Samstag war das Osterfeuer auch auf dem Gelände des Wasserfalls vorgesehen. Allerdings könne man das dort doch nicht genehmigen, weil sich das offene Feuer zu dicht am Wald und zu dicht an der Straße befindet. Aus dem Grund wird die Freiwillige Feuerwehr Trusetal das Osterfeuer wie gewohnt im Beierstal durchführen.

Dafür rückt sie am Ostersonntag aber mit der Gulaschkanone an dem Wahrzeichen des Ortsteils an. Dort findet die große Ostereiersuche statt. "Alle Anrainer machen mit, sowohl der Zwergenpark wie auch der Trusepark mit dem Klangpfad beteiligen sich", ist Kay Goßmann erfreut. So werden also einige der 500 Ostereier auch entlang des klangvollen Rundweges und zwischen den Zwergen versteckt sein. Am Eis-Cafe wird eine Baustellen-Party gefeiert, Kaffee und Kuchen hält die Trusetaler Tourismus GmbH bereit. Für Musik sorgen die Blechbläser aus der Stadt.

Bevor es soweit ist soll der große Frühjahrsputz, der für den 28. März von 9 bis 12 Uhr geplant ist, auch am Wasserfall noch für einige Ordnung sorgen. Privatpersonen, Firmen oder Vereine, die sich daran beteiligen wollen, sind herzlich willkommen. Ein Anliegen ist es dem Bürgermeister dabei, neben Unrat, auch im Wald am Wasserfall "aufzuräumen". Zwar wurde schon vieles freigeschnitten, unter anderem auch der Weg auf der gegenüberliegenden Straßenseite, aber es ist noch reichlich Arbeit vorhanden, weiß der Stadtchef.

Der hat freilich noch das Gesamtkonzept für die Entwicklung des Trusetaler Wasserfalls im Blick. Das ist längst im Thüringer Wirtschaftsministerium zur Beurteilung der Förderfähigkeit eingegangen. Doch es lag dort nach dem Fehlen einer handlungsfähigen Regierung auf Eis. Nun erwartet Kay Goßmann aber, bald Positives aus der Landeshauptstadt zu hören, damit die nächsten Aufgaben am Wasserfall dieses Jahr in Angriff genommen werden können.

Erik Hande

    
    

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Wochenspiegel Thüringen-Ausgaben vom 04.04.2020

    
    
    
    

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