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Fassade des Wahrzeichens wird jetzt erneuert

Basilika bekommt nicht nur einen neuen Anstrich / Finanzielle Förderung für das Vorhaben

Sie ist Teil der "Europäischen Kulturstraße" und ein Wahrzeichen des Ortes sowieso. Die Rede ist von der Basilika auf dem Burghügel. In den beiden Jahren 2020 und 2021 wird ihre Fassade erneuert.

Der schlechte Zustand der Fassade fällt sofort in den Blick, die Basilika braucht eine Erneuerung.   » zu den Bildern

Sie ist Teil der "Europäischen Kulturstraße" und ein Wahrzeichen des Ortes sowieso. Die Rede ist von der Basilika auf dem Burghügel. In den beiden Jahren 2020 und 2021 wird ihre Fassade erneuert.

BREITUNGEN Im Jahr 1112 erbt Pfalzgraf Siegfried von Orlamünde die Reste der königlichen Pfalz sowie die Vogtei Burgbreitungen und veranlasst die Weihe der Basilika. Um das Jahr 1560 beginnt Graf Poppo XII. von Henneberg, aus Teilen des nach der Reformation aufgegebenen Klosters ein Residenzschloss zu bauen. Er nimmt dort mit Gemahlin Sophie seinen Wohnsitz. Es werden bauliche Veränderungen an der Klosterbasilika vorgenommen.

Der Turm erhält zwei weitere Geschosse und einen runden Giebelabschluss. Zudem wird die Basilika nun als evangelische Schlosskirche genutzt. So berichtet die Chronik von Breitungen über längst vergangene Zeiten, welche die Mauern der Basilika schon überstanden habe. Nach dem Dreißigjährigen Krieg erhielt die teils abgebrannte Basilika ihr heutiges Aussehen. Soweit die Geschichte des Wahrzeichens.

Damit dieses in den kommenden Jahrzehnten und Jahrhunderten weiter genutzt werden kann und das Auge der Besucher erfreut, bemüht sich die Gemeinde als Eigentümerin der einstigen Klosterkirche um deren Erhalt.

Daher ist nun die Sanierung der Fassade an Turm und Kirche vorgesehen. Die Gemeinde stellt dafür insgesamt 400 000 Euro bereit. In diesem Jahr sind es 280 000 Euro und im nächsten Jahr 120 000 Euro. Ein Großteil des Geldes stammt aus Fördermitteln. So erhält die Kommune 330 000 Euro Zuschuss, der verbleibende Eigenanteil für die Arbeiten am Wahrzeichen des Ortes beläuft sich damit auf 70 000 Euro. "Wir haben über die Jahre immer an der Basilika Erhaltungaufwand, aber auch Sanierungen vorgenommen", schildert Bürgermeister Ronny Römhild. In den 1990er Jahren wurde die Außenfassade zuletzt erneuert. Das Dach und die Fassaden erfuhren ebenfalls schon eine Erneuerung.

Nun wird die Fassade nach einem Vierteljahrhundert wieder in Schuss gebracht. Sowohl die Außenhaut am Turm wie auch die am Kirchenschiff werden ringsum instandgesetzt. Außerdem ist vorgesehen, die Sandsteinplatten in der Basilika sowie Elektrik und Fenster zu überarbeiten. "Es wird deshalb zu Einschränkungen bei der Nutzung kommen", bittet Bürgermeister Römhild deshalb schon jetzt um Verständnis. Der Zeitpunkt der Arbeiten hänge indes vom Ausreichen der eingeplanten Fördermittel ab, machte der Bürgermeister deutlich.

"Seitens der Oberen Denkmalschutzbehörde wird das Vorhaben von der zuständigen Frau Dr. Schrön unterstützt", hob er die gute Zusammenarbeit mit allen Fachbehörden hervor.

Man könne somit ein "Rundum-Verschönerungsprogramm" in Angriff nehmen, formulierte er etwas salopp. Dringend notwendig seien die Arbeiten unbedingt, betont er mit ernsten Blick auf den derzeitigen Zustand der über 900 Jahre alten Basilika.

Sie für nachkommende Generationen zu erhalten, sehe er als einen baulichen Auftrag an, dem die Gemeinderäte mit ihrer Zustimmung zum Haushalt 2020 nachgekommen sind.

Die kulturelle Betreuung der einstigen Klosterkirche obliegt heute dem Förderverein Breitunger Basilika und Schloss. Sommerkonzerte und Ausstellungen in deren Räumen erfreuen sich großer Beliebtheit und auch das Angebot für standesamtliche Eheschließungen wird gerne angenommen. Erik Hande

    
    

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