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Gaststätten geöffnet, Vereinssport wieder möglich

Grundregel heißt Abstand halten / Kitas und Schulen öffnen schrittweise mehr

Mit den Verordnungen der Thüringer Landesregierung kehrt ein Stück mehr Alltag in die von der Corona-Pandemie geprägten Zeit ein. Es bestehen aber freilich weiter starke Einschränkungen.

Der Besuch der Schule soll schrittweise für alle Mädchen und Jungen wieder möglich werden. Dabei gilt es wie in diesem Bild am Philipp-Melanchthon-Gymnasium die Abstandsregeln einzuhalten. Foto: Annett Recknagel  

Mit den Verordnungen der Thüringer Landesregierung kehrt ein Stück mehr Alltag in die von der Corona-Pandemie geprägten Zeit ein. Es bestehen aber freilich weiter starke Einschränkungen.

ERFURT Mit der seit 13. Mai 2020 gültigen Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 darf in Thüringen wieder mehr Vereinssport angeboten und getrieben werden - an der frischen Luft sowie in Sportstätten.

Damit ist seit Mittwoch ein nächster Schritt zur Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs möglich - stets unter strengster Beachtung der gültigen Abstandsregeln und Hygienevorschriften.

Dazu erklärt LSB-Hauptgeschäftsführer Thomas Zirkel: "Wir begrüßen ausdrücklich dieses positive Signal als weitere Etappe, um nun unseren Vereinen, Verbänden und natürlich den 365 000 Mitgliedern eine Perspektive der nächsten Schritte hin zu mehr Sporttreiben bieten zu können. Diese schrittweisen Öffnungen zeigen, dass die Wichtigkeit des Vereinssports für die Gesundheitsförderung als elementar im Freistaat angesehen wird - auch in dieser schwierigen Zeit mit oftmals großem Bewegungsmangel gerade durch die Schließung."

Noch sei aber Geduld gefragt. Bevor die Vereine wieder Angebote starten können müssten erst alle notwendigen Auflagen umgesetzt werden und es bedürfe einer intensiven Abstimmung mit den Verantwortlichen in den Landkreisen und Kommunen.

Der LSB hatte sich intensiv für die schrittweise Wiederaufnahme des Vereinssports und die Zulassung weiterer Öffnungsschritte in Abstimmung mit dem für Sport zuständigen Thüringer Ministerium bei der Landesregierung eingesetzt.

Sportminister Helmut Holter verwies darauf, dass noch nicht alle Trainingsformen, bei denen die Abstandregeln nicht eingehalten werden, und auch Wettkämpfe noch nicht wieder zugelassen werden. Das hat zur Folge, dass zum Beispiel die Mannschaften der dritten Fußballliga in Thüringen noch nicht spielen dürfen. Auch Wettkämpfe und ähnliche Sportveranstaltungen (mit Zuschauern / Publikum) sind zunächst nicht gestattet.

Ab 1. Juni 2020 ist unter anderem die Öffnung von Fitnessstudios sowie Schwimmbädern (keine Hallenbäder), ebenfalls unter strengen Abstands- und Hygieneauflagen möglich.

Seit gestern dürfen auch Gastronomen ihre Restaurants öffnen, Hotels wieder Gäste empfangen. Auch in dieser Branche gelten strenge Abstands- und Hygieneregeln.

Ab 1. Juni können öffnen:

- Fitnessstudios,

- Schwimm-, Freizeit- und Erlebnisbäder, Badeseen, Thermen und Gradierwerke, soweit jeweils unter freiem Himmel,

- Vereine, Sport- und Freizeiteinrichtungen und -angebote in geschlossenen Räumen.

Weiterhin für den Publikumsverkehr geschlossen bleiben:

- Konzerthäuser, Orchester- und Theateraufführungen und Kinos, soweit in geschlossenen Räumen,

- Schwimm-, Freizeit- und Erlebnisbäder, soweit sie sich in geschlossenen Räumen befinden,

- Saunen und Thermen in geschlossenen Räumen,

- Tanzveranstaltungen und Diskotheken,

- Prostitutionsstätten, Bordelle, Swingerclubs und ähnliche Angebote,

- Messen, Spezialmärkte und Ausstellungen im Sinne der Gewerbeordnung in geschlossenen Räumen,

- Tagespflegeeinrichtungen nach dem 11. SGB, mit definierten Ausnahmen,

- Mehrgenerationenhäuser sowie offene Senioreneinrichtungen, insbesondere Seniorenclubs etc.

- Reisebusveranstaltungen bleiben weiter untersagt.

Die vom Kabinett beschlossene Regelung sieht vor, dass bis zum 15. Juni alle Kindergärten wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb übergehen müssen, sofern örtliche Gesundheitsbehörden nicht anderes entscheiden. Sollten, beginnend ab dem 18. Mai, Kindergärten in eigener Verantwortung auf den eingeschränkten Regelbetrieb umstellen wollen, ist diesem Wunsch durch die Träger zu entsprechen.

Die bisher als Höchstgrenze für Gruppen an Schulen und Kindergärten geltende Zahl 10 gilt nicht mehr. Für Schulen gilt nun, dass sich die Größe der Gruppe nach der Größe des Klassen- oder Prüfungsraums richtet. "Ist das Abstandsgebot eingehalten, können sich auch mehr Schüler in einem Raum aufhalten", so Minister Holter. (red)

    
    

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Wochenspiegel Thüringen-Ausgaben vom 23.05.2020

    
    
    
    

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