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Start in das neue Ausbildungsjahr

25 junge Menschen sehen ihre berufliche Zukunft in der Pflege / Elisabeth Klinikum bildet aus

SCHMALKALDEN Das Elisabeth Klinikum ist in das neue Lehrjahr gestartet.

Diese 15 Auszubildenden sind die ersten, die nach der Reform zu Pflegefachfrauen bzw. Pflegefachmännern ausgebildet werden. Foto: Klinikum  

SCHMALKALDEN Das Elisabeth Klinikum ist in das neue Lehrjahr gestartet. Nach der Reform der Ausbildung werden erstmals Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner ausgebildet, die später nicht nur in der Akutpflege, sondern auch bei Ambulanten Pflegediensten oder in Altenheimen arbeiten können. 25 junge Menschen haben am 1. September ihre Ausbildung im Elisabeth Klinikum Schmalkalden begonnen.

"Für unser vergleichsweise kleines Krankenhaus ist das eine sehr hohe Zahl neuer Auszubildender. Wir freuen uns über jeden, der den Weg in die Pflege geht, unser Team aus Ärzten und Pflegern unterstützen möchte und damit auch einen Beitrag gegen den Pflege-Engpass in Deutschland leistet", sagte der Verwaltungsleiter des Elisabeth Klinikums, André Raffel.

Er begrüßte die neuen Auszubildenden gemeinsam mit Schmalkaldens Bürgermeister Thomas Kaminski. Bei der Willkommensveranstaltung, die in diesem Jahr in den Räumen der Viba Sweets GmbH stattfand, machte er deutlich, dass der erste Tag der Ausbildung der erste Schritt in eine berufliche Zukunft im kommunalen Krankenhaus sein kann. "Wenn Sie die Ausbildung erfolgreich ab-schließen, unterbreiten wir Ihnen passende Übernahmeangebote", sagte Raffel.

13 Schülerinnen und zwei Schüler sind in die dreijährige Ausbildung zu Pflegefachfrauen bzw. Pflegefachmännern gestartet. Die Berufsbezeichnung, wie auch der Aufbau und die Inhalte der Ausbildung, sind neu. "Wir bilden zum ersten Mal generalistisch, für alle Pflegeberufe, aus. Das bedeutet, dass die Auszubildenden am Ende der drei Ausbildungsjahre sehr gute Kenntnisse und Fertigkeiten auf den Gebieten der stationären Akutpflege und stationären Langzeitpflege erworben haben", erklärt die Praxisanleiterin des Elisabeth Klinikums Schmalkalden, Sylvia Kössel. Ziel der in diesem Jahr in Kraft getretenen Reform ist es, dass alle bisherigen Berufsgruppen ein gleich hohes Ansehen in der Öffentlichkeit genießen. Außerdem wird der neue Berufsabschluss in der gesamten Europäi-schen Union anerkannt.

Die Reform hält Neuerungen sowohl für die Auszubildenden als auch die Ausbilder bereit. "Die Schüler haben die Chance, unterschiedliche Pflegebereiche und Einrichtungen kennenzulernen. Dafür sind sie nicht nur im Haus des Ausbildungsträgers, sondern auch bei Kooperationspartnern in der Region eingesetzt, wodurch die Einsatzplanung deutlich aufwendiger geworden ist", sagt Sylvia Kössel. Gemeinsam mit Mandy Bierstädt und den Mitarbeitern der verschiedenen Stationen begleitet sie die Lehrlinge durch die Ausbildung. "Die Ausbildung ist anspruchsvoll. Unterschätzen Sie sie nicht", riet sie den Schülern am Willkommenstag.

Die ersten 440 Stunden der Lehre verbringen die Schüler im Elisabeth Klinikum. Sie werden in den Bereich Chirurgie, Gastroenterologie und Kardiologie eingesetzt und lernen dort den praktischen Teil des Berufes kennen. Die Theorie wird weiterhin in der Staatlichen Berufsbildenden Schule für Gesundheit und Soziales Meiningen gelehrt. Im zweiten Ausbildungsjahr ist etwa ein Einsatz beim langjährigen Ausbildungspartner des Elisabeth Klinikums, der Kinderklinik am SRH Zentralklinikum Suhl, eingeplant. Im dritten Ausbildungsjahr werden die Schüler beispielsweise in der geriatrischen Fachklinik Georgenhaus im Sozialwerk Meiningen tätig sein.

Neben den neuen Pflegefachfrauen bzw. Pflegefachmännern haben sich zehn junge Menschen für eine einjährige Ausbildung zum Krankenpflegehelfer entschieden, die keiner Reform unterzogen wurde. "Die Krankenpflegehelfer unterstützen die Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner in der täglichen Arbeit und sind aus dem Klinikalltag nicht mehr wegzudenken", sagte Sylvia Kössel.

Am ersten Ausbildungstag wurden die Schüler mit dem neusten Lernmaterial ausgestattet. Bis zum Jahresende sollen sie zudem Tablets erhalten, mit denen sie unabhängig von Ort und Zeit und mit Hilfe eines multimedialen Fortbildungsprogramms lernen können.

Im Rahmen der Willkommensveranstaltung übergab die Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer des Elisabeth Klinikums, Kosima Kassner, ein anatomisches Modell. "Die fundierte Ausbildung der zukünftigen Mitarbeiter ist der Grundstein des Erfolgs des Klinikums. Deshalb freuen wir uns sehr, wenn wir mit unserer Spende einen Beitrag zu einer umfassenden und erfolgreichen Ausbildung leisten können", sagte Kosima Kassner. (ek/red)

    
    

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