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Biathlon-Fans weilten beim Weltcup erstmals in Frankreich

SCHEIBE-ALSBACH Der Biathlonsport boomt weiter. In der Beliebtheitsskala ist der Biathlonsport seit vielen Jahren die Nummer eins unter den Wintersportarten.

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SCHEIBE-ALSBACH Der Biathlonsport boomt weiter. In der Beliebtheitsskala ist der Biathlonsport seit vielen Jahren die Nummer eins unter den Wintersportarten. Hauptverantwortlich für diesen Höhenflug sind die starken Leistungen der Deutschen Athleten, allen voran Laura Dahlmeier

Der Scheibe-Alsbacher Männer-Bundestrainer Mark Kirchner, selbst dreifacher Olympiasieger und mehrfacher Weltmeister, war mit dem Abschneiden seiner Schützlinge zum Saisonauftakt im schwedischen Östersund nur bedingt zufrieden. In Hochfilzen gelang den Männern mit dem Oberhofer Erik Lesser in der Staffel Rang zwei. Da sah man einen gelösten Mark Kirchner, der bei der Siegerehrung seine Jungs umarmte und ihnen zu dieser hervorragenden Leistung gratulierte.

"Der Mark ist der erfolgreichste Trainer in Sachen Biathlon", sagte kürzlich der Vereinsvorsitzende des WSV Scheibe-Alsbach, Siegfried Weigelt. Ja, der WSV Scheibe-Alsbach, der den Kindern und Schülern (noch) Nachwuchsleistungssport ermöglicht ist auch der erfolgreichste Verein im Landkreis Sonneberg. Und dies schon seit vielen Jahren.

Seit vielen Jahren pflegen die Scheibe-Alsbacher internationale Kontakte und jedes Jahr fahren die Biathlon-Helfer und Fans aus Scheibe und Umgebung zu einem Biathlon-Event. Nachdem die Fans des WSV Scheibe-Alsbach und Biathlonanhänger in den Vorjahren schon zwölfmal zu Weltmeisterschaften und Weltcups nach Antholz, Ruhpolding, Hochfilzen, Nove Mesto, Oslo, Pokljuka und Östersund unterwegs waren, ging es heuer nun erstmals nach Frankreich: Nach Annecy - Le Grand Bornand. Nach langer Anreise - es wurden fast 900 Kilometer zurückgelegt - wurde der auf 1.000 Metern Höhe malerisch gelegene Ort im Mount Blanc-Gebiet, erreicht. Le Grand Bornand hat etwa 2.200 Einwohner, aber zu jeder Jahreszeit mindestens doppelt so viele Gäste. Hotels en massé, viele neue Ferienhäuser - alle im Tiroler Stil gebaut - machen den Ort zu einer Touristen-Attraktion.

Seit den großen Erfolgen von Raphael Poiree, einer Sandrine Bailly und in der Gegenwart dem Superstar Martin Fourcade hat der Biathlonsport in Frankreich einen großen Aufschwung genommen und sichtbar an Bedeutung gewonnen. Vor Jahren gab es auf der grünen Wiese in Le Grand Bornand nur mobile Schießstände, seit zwei Jahren sind diese fest installiert. Und das Besondere an diesem Weltcup war, dass die Strecke teilweise durch den Ort führte.

"Ich bin total begeistert. Der Ort ist super, die Menschen sind freundlich, alles ist hervorragend organisiert und die Wettkämpfe waren sehr spannend", sagte Michael Stegle (Sonneberg), der nach Hochfilzen zum zweiten Mal das große Flair mit seiner Frau Astrid miterleben konnte.

Ein freundliches "Hallo" gab es auch, als plötzlich Carsten Thym und Wolfgang Butzke direkt neben der Tribüne standen und mit Mark Kirchner ein Wiedersehen feierten. Vor dem ersten Damen-Rennen fachsimpelte das Trio, wobei Kirchner den Zustand der viel zu weichen Strecke kritisierte. Aber letztlich waren alle Rennen fair und der Frankenhainer Erik Lesser, besonders von den Thüringer Fans angefeuert, zeigte beim Massenstart eine exzellente Leistung. Ihm gelang es nämlich, an Martin Fourcade und Johannes Tingnes Bö dran zu bleiben und auf's Podium zu klettern. Völlig zurecht wurde er von den weit angereisten Thüringern bejubelt und gefeiert. Täglich waren stets über 10.000 Zuschauer im Stadion und an den Strecken. Das Fass kam zum Überlaufen, als mit Justine Braizas und Martin Fourcade das Gastgeberland die Wettkämpfe am Sonntag siegreich beendeten. Da kannte der Jubel bei den französischen Gastgebern keine Grenzen mehr.

Annecy - Le Grand Bornand ist zum zweiten Mal Gastgeber eines Weltcups gewesen. Die Scheibe-Alsbacher Fans haben neben den sechs spannenden Rennen auch noch jede Menge Kultur erleben dürfen. Annecy, 2012 zur Alpenstadt gekürt, ist die Hauptstadt des Départements Haute-Savoie in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Die Stadt liegt an der Mündung des Lac d'Annecy in den Thiou. Am bekanntesten ist die Stadt für ihre Altstadt "Vieille Ville" mit den Kopfsteinpflasterstraßen, sich schlängelnden Kanälen und pastellfarbenen Häusern. Deshalb wird Annecy in Frankreich auch als das "Venedig der Alpen" bezeichnet.

Über der Stadt thront das mittelalterliche Château d'Annecy, in dem einst die Grafen von Genf residierten. Das Bummeln auf dem Weihnachtsmarkt in der Altstadt war für die Thüringer mehrmals angesagt. "Da muss man einfach mal gewesen sein. Vielleicht komme ich im Sommer wieder", sagte der Scheibe-Alsbacher Rainer Böhm.

"Es war wieder einsame Spitze, alles hat bis auf das Wetter an den ersten Tagen gepasst. Ich denke, alle haben da viel zu erzählen und zehren lange an den guten Eindrücken", resümierte der 2. Vorsitzende des WSV Scheibe-Alsbach, John Zitzmann.

Für die nächste Saison 2018/19 ist eine noch weitere Reise geplant, nämlich Anfang März soll es zur WM nach Östersund gehen. "Wir möchten zu gerne dahin, ich wünsche mir, dass wir genügend Anmeldungen bekommen", sagte Achim Schott. Na denn, schaun mer mal.

jeck

    
    

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