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Vortrag: "Wismut-Aktivitäten in Steinach und der näheren Umgebung von 1951 bis 1962"

STEINACH Der Museumsverein Schieferbergbau Steinach/Thüringen e.V. lädt am 16. Oktober 2018 um 19.30 Uhr zu einem Vortrag in die Gaststätte "Zum Goldenen Anker" nach Steinach ein.

Vortrag: "Wismut-Aktivitäten in Steinach und der näheren Umgebung von 1951 bis 1962"  

STEINACH Der Museumsverein Schieferbergbau Steinach/Thüringen e.V. lädt am 16. Oktober 2018 um 19.30 Uhr zu einem Vortrag in die Gaststätte "Zum Goldenen Anker" nach Steinach ein. Norbert Wittmann referiert zum Thema: "Wismut-Aktivitäten in Steinach und der näheren Umgebung von 1951 bis 1962". Hinter dem Tarnnamen "Wismut" verbarg sich ab 1964 bis 1990 in der Region Mitteldeutschland ein komplexes Unternehmen als Staat im Staate, das nur einem Ziel diente - das für die UdSSR verlorengegangene militärische Gleichgewicht (Atombombenabwürfe in Japan im August 1946 durch die USA) durch den Besitz der Atombombe gegenüber den Westmächten wiederherzustellen.

Als Basismaterial für die Atombombe war Uran vonnöten. Die für den Bombenbau notwendigen Uranmengen mussten also im Einflussbereich der UdSSR beschafft werden. Im April 1946 wurde durch die Wismut - eine sowjetische Aktiengesellschaft (SAG) - in Johanngeorgenstadt das erste Uranerz (Pechblende) gefördert. Die Aktivitäten bereiteten sich sehr schnell im gesamten Erzgebirge sowie dem Vogtland und im Raum Ronneburg in Ostthüringen aus. Die drei Lagerstätten des Thüringer Waldes spielten nur eine untergeordnete Rolle. Von den 171 Tonnen gewonnenen Urans kamen 66,1 % aus Dittrichshütte, 25,7 % aus dem Tagebau Steinach und 8,2 % aus mehreren Stollenbetrieben im Raum Schleusingen. Die Gewinnung fand von 1951 bis 1954 statt. Der Schwarzburger Sattel (Von Hämmern über Steinach, Haselbach, Hasenthal, Spechtsbrunn, Lippelsdorf, Schmiedefeld, Arnsbachtal, Gebersdorf, Meernach sowie Meura bis Dittrichshütte) war das Erkundungsgebiet der Wismut von 1950 bis 1952 mit unzähligen Schürfgräbern sowie Probebohrungen. Der Abbau des Uranerz in Steinach im Tagebau umfasste den Zeitraum Mitte 1953 bis Mitte 1954. Das "Neue" und bisher in solcher Form bezüglich Wismutaktivitäten noch nicht Bekannte sind die Eingliederungen von Rissen und Tiefschürfen in entsprechende Luftbildaufnahmen der betreffenden Gebiete in Steinach West, Steinach Ost und Haselbach. Es ist davon auszugehen, dass von dem Vortragenden auch einige Interessante Hintergrundinformationen zu der Wismutzeit bis 1962 angesprochen werden. Alle Interessenten sind herzlich Willkommen. Reinhard Fiebig

    
    

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