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Müllentsorgung im Kreis bleibt kostengünstig

Künftig Sperrmüllanlieferung kostenfrei möglich / 2,8 Prozent Gebührenerhöhung

MEININGEN Der Kreistag beschloss jüngst die neue Abfallsatzung. Diese sieht ei ne Preissteigerung von 2,8 Prozent vor. Dafür werden allerdings auch alle vorteilhaften Regelungen für Bürger beibehalten oder sogar ausgeweitet.

Die Müllentsorgung funktioniert im Landkreis zuverlässig.  

MEININGEN Der Kreistag beschloss jüngst die neue Abfallsatzung. Diese sieht ei ne Preissteigerung von 2,8 Prozent vor. Dafür werden allerdings auch alle vorteilhaften Regelungen für Bürger beibehalten oder sogar ausgeweitet.

Dieses Jahr beginnt nun wieder ein neuer Kalkulationszeitraum. Aus diesem Grund hat der Fachdienst Abfall und Altlasten in Zusammenarbeit mit den kreislichen Gremien die Leistungen und Gebühren überarbeitet. "Entstanden sind serviceorientierte Lösungen bei weiterhin niedrigem Gebührenniveau und einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis", meint Landrat Peter Heimrich.

Der Beschluss des Kreistages über die Abfall- und Abfallgebührensatzung stand in der Sitzung des Kreistages zur Debatte und wurde mit mehrheitlicher Zustimmung beschlossen. Damit hat die Satzung bis 2019 Gültigkeit.

Folgende bisherige Leistungen und Bestandteile der Abfallentsorgung im Landkreis gelten:

- Restmüllabfuhr: 14-tägige Abfuhrtouren bei etwa 46 000 Behältern (80, 120, 240 und 1100 Liter)

- Sperrmüllabfuhr: Abholung auf Bestellung, zweimal jährlich möglich, haushaltübliches Maß von 3 m³/Abfuhr, Selbstanlieferung an Wertstoffhöfe

- Entsorgung des Rest- und Sperrmüll in der Restabfallbehandlungsanlage Zella-Mehlis

- Behälterstellung, Änderungsdienst

- Bereitstellung ermäßigter Windelsäcke

- Pflanzenabfallentsorgung auf Sammelplätzen bis zu 100 kg jährlich pro Person eines angeschlossenen Grundstücks

- Küchenabfall: Abholung mit sogenannten "Speckitonnen" in dicht besiedelten Gebieten

- Reduzierung des Mindestentleerungsvolumens pro Person bei beantragter Eigenkompostierung (Anträge bleiben bestehen, Neuanträge für 2018 bis 30. November möglich)

- Betreibung Wertstoffhöfe in Meiningen, Schmalkalden und Zella-Mehlis

- Altpapiersammlung: Behälter (240 und 1100 Liter), Anzahl vergleichbar mit Restmüllbehältern, vierwöchige Touren

- mobile Schadstoffsammlung zweimal jährlich

- Elektro- u. Elektronikaltgeräte- sowie Schrottsammlung parallel zum Sperrmüll sowie Selbstanlieferung an Wertstoffhöfe

- Container Alttextilien.

"Eine Neuerung, die viele Bürgerinnen und Bürger freuen wird, betrifft den Sperrmüll", erklärt Landrat Peter Heimrich. "Ab 2018 besteht die Möglichkeit, den Sperrmüll mit einem Berechtigungsschein kostenfrei an den Wertstoffhöfen anzuliefern." Freimengen in haushaltsüblichen Maßen (zweimal jährlich bis 3m³ oder einmal jährlich bis 6m³) könnten damit ohne Zusatzgebühren an den Wertstoffhöfen in Meiningen und Schmalkalden oder direkt an der Restabfallbehandlungsanlage in Zella-Mehlis (RABA) abgegeben werden.

"Ebenfalls hinzugekommen ist eine Wahlvariante einer einmaligen freien Abfuhr von 2,5m³ bei schwer anfahrbaren Grundstücken", sagt Heimrich. "Ich bin den Fraktionen des Kreistages dankbar, dass wir diese solidarischen Lösungen konstruktiv gemeinsam erarbeiten konnten", so der Kreischef. Damit werde man auch den besonderen Bedingungen im ländlichen Mittelgebirgsraum gerecht.

In der Gebührenkalkulation wird es Änderungen sowohl in der Grundgebühr pro Person als auch bei der Gebühr für das Entleeren der Behälter geben. Der Ansatz für die Grundgebühr wurde durch Gelder aus der Gebührenrücklage und erwartete Altpapiereinnahmen ausgeglichen. So konnte der Betrag werden um rund 3,8 Prozent von 28,44 Euro/Person und Jahr auf 27,36 Euro gesenkt werden.

Der für die Leerungen der Restabfalltonnen anzusetzende Betrag fällt dagegen höher aus, weil die ermittelte Dichte gestiegen ist (die in den Tonnen enthalten Abfallmenge ist mehr geworden).

Außerdem verteuerten sich direkte Entsorgungskosten von 0,0468 Euro / Liter auf 0,0528 Euro / Liter. Bei einem 80 Liter-Behälter steigt damit eine Leerung von 3,74 Euro auf 4,22 Euro.

In der Summe beider Gebührenteile ergibt sich damit die Gesamtgebühr bei einem Mindest-entleerungsvolumen von 400 Litern von 47,16 Euro auf 48,48 Euro pro Person und Jahr, was einer moderaten Steigerung von 2,8 Prozent entspricht.

(red/eh)

    
    

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